Copa América Peru schlägt Titelverteidiger Chile und trifft im Finale auf Brasilien

Peru steht nach dem Sieg gegen Chile im Finale der Copa América. Gegen Brasilien kommt es zu einem Duell, das schon in der Gruppenphase viele Tore bereithielt - allerdings nur für eine Mannschaft.

Paolo Guerrero (M.) traf zum Endstand
Diego Vara / REUTERS

Paolo Guerrero (M.) traf zum Endstand


Peru hat Titelverteidiger Chile bei der Copa América geschlagen und ist ins Finale gegen Gastgeber Brasilien eingezogen. Die peruanische Auswahl gewann am Mittwoch in Porto Alegre 3:0 (2:0) gegen die Chilenen. Damit steht Peru zum ersten Mal seit 1975 wieder im Finale der Südamerikameisterschaft. Damals holte die Mannschaft im Finale gegen Kolumbien den zweiten Titel nach 1939. Bei den Turnieren 2011 und 2015 reichte es jeweils nur für Platz drei.

Am Sonntag trifft Peru im Finale im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro auf Brasilien. Beide Mannschaften waren bereits in der Gruppenphase aufeinandergetroffen, damals gewann der Copa-Gastgeber 5:0 (3:0). Brasilien hatte sich im ersten Halbfinale am Mittwoch 2:0 (1:0) gegen Argentinien mit Superstar Lionel Messi durchgesetzt. Chile spielt am Samstag in São Paulo gegen Argentinien um den dritten Platz der Südamerikameisterschaft.

Peru machte seine bislang beste Partie bei der Copa und überraschte die Chilenen mit druckvollem Spiel. Die Mannschaft von Ricardo Gareca ging in der 21. Minute in Führung: Christian Cueva gab den Ball von rechts in den Strafraum herein, André Carrillo lenkte ihn mit dem Kopf leicht ab und Édison Flores traf schließlich mit einem kräftigen Schuss ins rechte Eck.

In der 38. Minute erhöhte Yoshimar Yotún auf 2:0. Chiles Torhüter Gabriel Arias wollte den Ball von der Torauslinie holen, Carrillo schlug ihn im letzten Moment noch steil in den Strafraum und Yotún traf das leere Tor.

Guerrero trifft zum Endstand

Kurz vor Abpfiff traf der ehemalige Bundesligaprofi Paolo Guerrero zum Endstand (90.). Er bekam den Ball kurz vor dem Strafraum, lief direkt auf Torwart Arias zu, ging rechts vorbei und schob ein. Chile vergab seine letzte Chance, als Eduardo Vargas mit einem Elfmeter an Torhüter Pedro Gallese scheiterte (90.).

"Ich bin sehr stolz auf meine Teamkameraden", sagte Guerrero nach dem Abpfiff. "Ich habe mich sehr über die Leistung der Mannschaft gefreut." Mit seinem 13. Tor bei einer Copa América wurde Guerrero zum aktiven Spieler mit den meisten Treffern bei der Südamerikameisterschaft, wie der Fußballverband Conmebol mitteilte.

Der chilenische Innenverteidiger Gary Medel sagte: "Das ist sehr schmerzhaft. Wir wollten wieder den Titel holen." Chile hatte die Copa 2015 und das Sonderturnier Copa América Centenario zum 100-jährigen Bestehen des Wettbewerbs 2016 gewonnen.

ptz/dpa



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