Pokalaus in Überzahl Real Madrid fliegt bei Drittligist raus

Es ist die größte Pokalblamage Real Madrids seit mehr als einem Jahrzehnt. Bei Drittligist CD Alcoyano verloren die Königlichen trotz Führung und Überzahl. Fünf Minuten vor Ende der Verlängerung jubelte der Außenseiter.
Großer Jubel beim Drittligisten Alcoyano

Großer Jubel beim Drittligisten Alcoyano

Foto: Jose Breton / AP

Pokalaus für Real Madrid im Copa del Rey: In der Runde der letzten 32 Teams verloren die Königlichen sensationell bei Drittligist CD Alcoyano 1:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung.

Mit Schaudern erinnert man sich in Madrid an die Saison 2009/2010: Damals verlor Madrid ebenfalls in der Runde der letzten 32 bei einem Drittligisten, Alcorcón. 0:4 ging Madrid damals beim Außenseiter unter, im damals noch ausgetragenen Rückspiel reichte es nur zu einem 1:0-Sieg. Elf Jahre später kam erneut das Aus bei einem unterklassigen Team. Trainer Zinédine Zidane hatte zwar einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance gegeben, aber auch Hochkaräter wie Isco oder Marcelo in der Startelf aufgeboten.

Éder Militão erzielte dann auch in der 45. Minute das standesgemäße 1:0 für den Favoriten. In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie mehr und mehr, Madrid verpasste das 2:0 und in der 80. Minute kam der Außenseiter durch José Solbes zum Ausgleich.

In der Verlängerung sah Ramón Lopez Olivan Gelb-Rot (110.). Madrid nun in Überzahl und mit den eingewechselten Toni Kroos, Karim Benzema und Eden Hazard am Drücker. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Juanan sorgte mit seinem Treffer für das 2:1 (115.) – und das sensationelle Aus des 19-maligen Copa-Gewinners.

»Wenige gute Dinge getan«

Trainer Zidane versuchte später, die Tragweite kleinzureden und die Spieler aus der Schusslinie zu nehmen. »Das ist keine Blamage oder so. Das sind Dinge, die in der Karriere eines Fußballers passieren, und ich werde die Verantwortung dafür übernehmen. Wir werden weiter arbeiten«, sagte der Franzose. »Wenn man verliert, wird immer geredet. Was auch immer passieren muss, wird passieren. Ich bin ruhig. Die Spieler versuchen, Spiele zu gewinnen, und manchmal passieren verschiedene Dinge. Alle Niederlagen sind schmerzhaft.«

Man habe in letzter Zeit zwar »wenige gute Dinge getan«, müsse nun daran denken, dass man noch in der Liga und in der Champions League gefordert ist. »Wir müssen konzentriert sein, denn wir können immer noch etwas schaffen.«

mfu
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