Pandemie Zehn Corona-Infektionen in Fußball-Bundesligen

1700 Tests wurden durchgeführt, zehn fielen positiv aus: Die Deutsche Fußball Liga hat die Ergebnisse der Corona-Testreihe in den Klubs der Bundesliga und zweiten Liga bekannt gegeben.
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THILO SCHMUELGEN/ REUTERS

Die ersten drei Infizierten gab es beim 1. FC Köln, nun hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Ergebnisse der gesamten Corona-Testreihe bekannt gegeben. In den 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sind insgesamt zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben Spielern wurden dabei auch der Trainerstab und Physiotherapeuten der Klubs untersucht, wie die DFL mitteilte. In Köln waren zwei Spieler und ein Betreuer positiv getestet worden.

Insgesamt zehn von 1724 Corona-Tests seien dabei positiv ausgefallen. "Die entsprechenden Maßnahmen, zum Beispiel die Isolation der betroffenen Personen inklusive Umfelddiagnostik, wurden durch die jeweiligen Klubs nach den Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden unmittelbar vorgenommen", hieß es von der DFL. 

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Bekannt waren bislang nur drei positive Ergebnisse in Köln bei den ersten Kontrollen am vergangenen Donnerstag, bei der zweiten Testreihe am Sonntag gab es beim FC ausschließlich negative Ergebnisse. Welche anderen Klubs betroffen sind, gab die DFL nicht bekannt. Inzwischen hat Zweitligist Dynamo Dresden einen positiven Test bestätigt. Der Spieler, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde, wurde am Samstag getestet und befindet sich seit Sonntag in häuslicher Quarantäne.

Engmaschige Testungen sollen verhindern, dass zuvor infizierte Personen am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen und dadurch andere potenziell infizieren könnten. Eine zweite Testwelle wird in dieser Woche durchgeführt. Neben Köln hat bereits der SC Paderborn angegeben, dass es bei der zweiten Testreihe keinen positiven Fall gegeben habe. Paderborn stieg am Montag bereits ins Mannschaftstraining ein. Wenn die Teams wieder als komplette Gruppe trainieren sollen, braucht es die Genehmigung der örtlichen Behörden. Dann seien fortan "pro Woche zwei Tests in regelmäßigen Abständen vorgesehen", so die DFL.

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Der Ligaverband schloss nicht aus, dass es bei der zweiten Testreihe "zu vereinzelten positiven Testergebnissen kommen" kann, "zumal eine der Aufgaben dieses zweiten Durchgangs darin besteht, die Wahrscheinlichkeit nie gänzlich auszuschließender 'falsch negativer' Befunde zu senken".

Am Mittwoch soll die Entscheidung fallen

Die 36 Profiklubs wollen im Laufe des Monats ihre noch ausstehenden Spieltage nachholen. Die Ligen pausieren seit Mitte März wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Am kommenden Mittwoch (6. Mai) soll in den Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten darüber beraten werden, ob es zu Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit kommen darf.

Das Sicherheitskonzept des Fußballs für einen Spielbetrieb ohne Zuschauer habe "Markus Söder und mich überzeugt, inzwischen auch andere Ministerpräsidenten und die Bundesregierung", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Montag im ARD-Mittagsmagazin.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) hält das DFL-Konzept nach Angaben eines Sprechers nach wie vor "für eine sehr gute Grundlage für Lockerungen in diesem Bereich". Noch habe die Bundesregierung aber nicht gemeinsam mit den Ländern darüber entschieden, ob sie "dieses Konzept zur Anwendung bringen will".

Auf eine Frage zur Quarantäne von Kontaktpersonen beim 1. FC Köln angesprochen, antwortete Seehofers Sprecher Steve Alter am Montag, es sei "nicht so, dass die Bundesregierung nur Konzepte durchwinkt, die vorgelegt werden". Es gebe "politische Grundbedingungen". Personen, die mit einer positiv getesteten Person in unmittelbarem Kontakt gewesen sind, müssten in 14-tägige Quarantäne gehen. Dies sei ein Prinzip, das derzeit für die gesamte Bevölkerung gelte - "und es gibt eben keinen Grund, warum das bei Fußball-Profis anders sein sollte".

krä/dpa/sid
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