Anti-Doping-Kampf Reedie als Wada-Präsident wiedergewählt

Er ist der Chef der Anti-Doping-Kämpfer und selbst wegen seiner Rolle im IOC äußerst umstritten - jetzt ist Craig Reedie als Wada-Präsident bestätigt worden.

Craig Reedie
AFP

Craig Reedie


Der umstrittene Sportfunkionär Craig Reedie ist als Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada für drei Jahre wiedergewählt worden. Der 75-jährige Schotte erhielt bei der Sitzung des Stiftungsrates der Wada in Glasgow die meisten Stimmen. Reedie ist seit 2013 Präsident der wichtigsten Organisation im weltweiten Anti-Doping-Kampf und steht immer wieder in der Kritik.

Vor allem, dass Reedie nebenbei auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees ist, ist vielen Anti-Doping-Kämpfern ein Dorn im Auge. In der Vorwoche hatte Scheich Ahmad Al-Fahad Al-Sabah, der Präsident der Vereinigung Nationaler Olympischer Komitees Anoc, auf den Interessenkonflikt hingewiesen und einen unabhängigen Kandidaten gefordert.

Bei einer Versammlung des Anoc in Doha hatte Reedie zuletzt Abbitte geleistet, nachdem seine Organisation das Doping-Labor an gleicher Stelle am Vortrag der Sitzung geschlossen hatte. Der Zeitpunkt der Verkündung hatte für große Verstimmung gesorgt.

Auf der Wada-Sitzung in Glasgow kündigte die Agentur auch an, am 9. Dezember den zweiten Teil des McLaren-Reports über staatlich gedecktes Doping in Russland zu veröffentlichen. Die Wada hatte nach Hinweisen auf systematisches Doping bei den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi den kanadischen Rechtsanwalt Richard McLaren als Sonderermittler eingesetzt. Von dem Bericht werden nun weitere Beweise erwartet.

luk/dpa



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