Angeblicher Steuerbetrug Ronaldo muss vor Gericht aussagen

Cristiano Ronaldo muss sich wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung vor einem spanischen Richter verantworten. Der SPIEGEL und das Recherchenetzwerk EIC hatten über die Geschäfte des Portugiesen berichtet.

Cristiano Ronaldo
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Cristiano Ronaldo


Weltfußballer Cristiano Ronaldo muss am 31. Juli vor einem Richter in Madrid zu den Vorwürfen des Steuerbetrugs aussagen. Das hat ein Sprecher des Gerichts bestätigt.

Der Torjäger von Real Madrid soll laut einer Anzeige der für Wirtschaftsdelikte zuständigen Staatsanwaltschaft zwischen 2011 und 2014 gut 14,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Der SPIEGEL und Partnerredaktionen des EIC-Recherchenetzwerks hatten in der Football-Leaks-Reihe Ronaldos Steuertricks offengelegt.

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Der Portugiese befindet sich mit seinem Nationalteam aktuell beim Confed Cup in Russland. Ein mögliches Finale würde am 2. Juli ausgetragen.

Sollte der Ermittlungsrichter nach der Anhörung die Eröffnung eines Strafverfahrens anordnen, könnte dem 32-jährigen eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren sowie eine Geldstrafe von 28 Millionen Euro drohen. Über die Beratungsagentur seines Managers Jorge Mendes hatte Ronaldo die Vorwürfe dementieren lassen.

In der vergangenen Woche hatten diverse Medien berichtet, Ronaldo wolle seine spanische Wahlheimat aufgrund der drohenden Schwierigkeiten mit der Justiz verlassen.

lst/dpa/Reuters



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cs01 20.06.2017
1.
Ich hoffe doch ganz stark, dass Spanien ein Rechtsstaat ist, in dem man als Beschuldigter zu einer Anhörung vor Gericht zwar erscheinen muss, aber die Aussage verweigern darf. Daher muss Ronaldo wohl nicht aussagen.
wallaceby 21.06.2017
2. Warum werde ich bloß jetzt schon...
... das komische Gefühl nicht los, und glaube einfach mal so überhaupt nicht, daß diesem portugiesischen "Nationalhelden" vor Gericht tatsächlich auch etwas passieren könnte? Man wird ihm eine goldene Brücke bauen, weil diese Möglichkeit, die vorher durch eine "großzügige Spende" an irgend jemanden im Umfeld des Prozesses überhaupt erst möglich gemacht wird, sich dann völlig überraschend für alle Seiten zur vollsten Zufriedenheit plötzlich ergibt! "Too big to fail"... das wird in Portugal doch sicherlich von fast allen diesen "superheldenhörigen Menschen" als Motto ausgegeben werden, die diesen tollen... ja was überhaupt ... ach so ja, Fußballer natürlich, nicht beschädigt sehen wollen! Die Portugiesen haben erkennbar zu wenig, an dem sie sich aufbauen könnten. Da darf ihnen doch nicht auch noch ihr geliebter "Pfau" weggenommen werden?! Wo käme man denn da bitteschön hin..? Im Übrigen: er hat sich vor drei Wochen erst das zweite Kind "auf" Bestellung pünktlich "liefern lassen"... ausgetragen von einer US-amerikanischen Leihmutter. Das sind so die netten Details an diesem Menschen, der ganz gewiss nicht aus "Krankheitsgründen" ein natürlich gezeugtes Kind auf die Welt kommen lassen möchte! Vermutlich aus einer gekauften Supermodel-Eizelle und seiner großzügigen "Spende" dann das "Wunschkind" zum nächsten portugiesischen "Superhelden" herangezüchtet... und alles abgesichert mit wasserdichten hochdotierten Verträgen... Tut mir leid, aber wer diesen Menschen als "Helden" verehrt, muß nicht nur nicht alle Tassen im Schrank haben, sondern wirft auch noch dazu gleich ganze moralische Standpunkte mal so richtig über Bord!
skeptikerjörg 21.06.2017
3.
Zitat von wallaceby... das komische Gefühl nicht los, und glaube einfach mal so überhaupt nicht, daß diesem portugiesischen "Nationalhelden" vor Gericht tatsächlich auch etwas passieren könnte? Man wird ihm eine goldene Brücke bauen, weil diese Möglichkeit, die vorher durch eine "großzügige Spende" an irgend jemanden im Umfeld des Prozesses überhaupt erst möglich gemacht wird, sich dann völlig überraschend für alle Seiten zur vollsten Zufriedenheit plötzlich ergibt! "Too big to fail"... das wird in Portugal doch sicherlich von fast allen diesen "superheldenhörigen Menschen" als Motto ausgegeben werden, die diesen tollen... ja was überhaupt ... ach so ja, Fußballer natürlich, nicht beschädigt sehen wollen! Die Portugiesen haben erkennbar zu wenig, an dem sie sich aufbauen könnten. Da darf ihnen doch nicht auch noch ihr geliebter "Pfau" weggenommen werden?! Wo käme man denn da bitteschön hin..? Im Übrigen: er hat sich vor drei Wochen erst das zweite Kind "auf" Bestellung pünktlich "liefern lassen"... ausgetragen von einer US-amerikanischen Leihmutter. Das sind so die netten Details an diesem Menschen, der ganz gewiss nicht aus "Krankheitsgründen" ein natürlich gezeugtes Kind auf die Welt kommen lassen möchte! Vermutlich aus einer gekauften Supermodel-Eizelle und seiner großzügigen "Spende" dann das "Wunschkind" zum nächsten portugiesischen "Superhelden" herangezüchtet... und alles abgesichert mit wasserdichten hochdotierten Verträgen... Tut mir leid, aber wer diesen Menschen als "Helden" verehrt, muß nicht nur nicht alle Tassen im Schrank haben, sondern wirft auch noch dazu gleich ganze moralische Standpunkte mal so richtig über Bord!
Die "goldene Brücke" wurde ihm ja schon gebaut, er hat sie nur nicht betreten. Ihm wurde ja angeboten, die 14,1 Mio Euro Steuern zu bezahlen und im Gegenzug stellt man das Verfahren ein. Hat er abgelehnt. Entweder sind sich seine Berater ziemlich sicher, oder aber naiv.
DerBlicker 21.06.2017
4. es ist doch sowieso klar
Zitat von skeptikerjörgDie "goldene Brücke" wurde ihm ja schon gebaut, er hat sie nur nicht betreten. Ihm wurde ja angeboten, die 14,1 Mio Euro Steuern zu bezahlen und im Gegenzug stellt man das Verfahren ein. Hat er abgelehnt. Entweder sind sich seine Berater ziemlich sicher, oder aber naiv.
Cristiano Ronald weiß doch gar nicht, was eine Steuererklärung ist, er hat in seinem Leben noch keine gesehen oder unterschrieben, das machen alles seine Berater mit seiner Vollmacht. Daher ist für mich auch nachvollziehbar, warum er sich so aufregt, er hat ja nichts falsch gemacht, wenn dann waren es seine Berater, auf die er sich zu 100 % verlässt. Die sollen das jetzt auch wieder in Ordnung bringen.
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