Vergewaltigungsvorwürfe Nike besorgt über Anschuldigungen gegen Ronaldo

Nach dem Videospielentwickler EA Sports hat sich mit Nike ein zweiter Großsponsor zu den Vorwürfen gegen Cristiano Ronaldo geäußert. Auch sein Arbeitgeber Juventus bezieht Stellung.

Cristiano Ronaldo
REUTERS

Cristiano Ronaldo


"Wir sind äußerst besorgt wegen der beunruhigenden Anschuldigungen und werden die Situation weiterhin intensiv beobachten", so äußerte sich Sportartikelhersteller Nike zu den Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo. Die Firma arbeitet seit 2003 mit dem portugiesischen Fußballstar zusammen, der zu den größten Werbeträgern des Unternehmens zählt.

Die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga beschuldigt Ronaldo, sie im Jahr 2009 in einem Hotel in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Ronaldo weist die Vorwürfe zurück. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Anschuldigungen finden Sie hier, die ganze Geschichte können Sie auf SPIEGEL + lesen. Die Polizei in Las Vegas hat nach den Berichten des SPIEGEL die Ermittlungen gegen Ronaldo wieder aufgenommen.

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Kurz zuvor hatte sich ein weiterer Großsponsor Ronaldos erstmals zu der Angelegenheit geäußert. Der Videospielehersteller EA Sports, dessen neuer Titel "Fifa 19" Ronaldo auf dem Cover zeigt, sagte, man habe "den beunruhigenden Bericht, der die Vorwürfe weiter ausführt" gelesen und mache sich ein Bild von der Situation.

Weniger beeindruckt äußerte sich Ronaldos aktueller Arbeitgeber Juventus. Der italienische Rekordmeister bezog zu den Vorwürfen gegen seinen Stürmer ebenfalls Stellung. In dem Statement heißt es: "Ronaldo hat in den vergangenen Monaten große Professionalität und Hingabe gezeigt, was alle bei Juventus schätzen. Die Ereignisse, die angeblich vor fast zehn Jahren stattgefunden haben sollen, ändern diese Meinung nicht, die von jedem geteilt wird, der mit diesem großen Champion in Kontakt gekommen ist."

Früher am Tag war bekannt geworden, dass Ronaldo nicht für die beiden kommenden Länderspiele der portugiesischen Nationalmannschaft nominiert wird. Er fehlt seinem Team beim Nations-League-Spiel in Polen am 11. Oktober und dem Testspiel in Schottland am 14. Oktober. Auch in den ersten Spielen nach der WM-Endrunde hatte Ronaldo gefehlt, was Nationaltrainer Fernando Santos mit seinem Wechsel nach Italien und der dadurch entstandenen Belastung begründet hatte. Auch bei den beiden Länderspielen im November ist ein Einsatz des Spielers offenbar nicht vorgesehen.

tip/AP

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