Football Leaks Ronaldo soll von Nike für Zehnjahresvertrag 162 Millionen Euro erhalten

Die Sportartikelhersteller Nike und Adidas kämpfen seit Jahrzehnten um die Marktführerschaft - und um die Stars der Branche. An keinem Spieler zeigt sich der Heldenkult besser als an Cristiano Ronaldo.

Cristiano Ronaldo
Massimo Pinca/ REUTERS

Cristiano Ronaldo


Cristiano Ronaldo soll von dem US-amerikanischen Sportartikelkonzern Nike für zehn Jahre als Werbepartner 162 Millionen Euro erhalten. So geht es aus dem Entwurf eines Vertrags zwischen Nike und der Firma Polaris Sports Limited in Dublin hervor, die Inhaber der weltweiten Vermarktungsrechte des Fußballprofis ist.

Titelbild
Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 37/2019
Chaos nach Plan? Wie Premier Johnson die Zukunft der Briten verzockt

Diese Nachricht entstammt einem Vorabdruck des aktuellen SPIEGEL, in dem Auszüge des Buchs "Football Leaks 2 - Neue Enthüllungen aus der Welt des Profifußballs" veröffentlicht werden. Demnach soll die Vereinbarung des portugiesischen Superstars mit Nike von September 2016 bis Mitte des Jahres 2026 laufen. Ronaldo sollen jährlich 16,2 Millionen Euro ausgezahlt werden. Für eine besondere Auszeichnung wie den Ballon d'Or, die Wahl zum Weltfußballer des Jahres, soll der Stürmer von Juventus zusätzliche vier Millionen Euro kassieren. Die Firma Polaris Sports reagierte auf eine Bitte um Stellungnahme nicht. Ronaldos Berater Jorge Mendes und dessen Agentur Gestifute äußerten sich nicht. Die Firma Nike teilte auf Anfrage mit: "Wir kommentieren keine Verträge mit Athleten."

Preisabfragezeitpunkt:
26.08.2019, 17:13 Uhr
Ohne Gewähr

ANZEIGE

Rafael Buschmann, Michael Wulzinger
Football Leaks 2: Neue Enthüllungen aus der Welt des Profifußballs - Ein SPIEGEL-Buch

Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt
Seiten:
576
Preis:
EUR 20,00

Nike und Adidas führen seit Jahrzehnten einen Kampf der Giganten um die Marktführerschaft im weltweiten Geschäft mit Sportartikeln. Je größer die Strahlkraft der Fußballklubs und ihrer Stars, umso wichtiger ist es für die beiden Unternehmen, diese Topadressen und Vorzeigefiguren langfristig an sich zu binden. Die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs hängt auch zusammen mit dem Einfluss, den Nike und Adidas auf die Branche haben. Und an keinem anderen Spieler zeigt sich der Starkult besser als an Cristiano Ronaldo.

Lesen Sie hier, mit welch harten Bandagen Nike und Adidas miteinander konkurrieren - und welche Summen sie dabei einsetzen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

Was im neuen SPIEGEL steht und welche Geschichten Sie bei SPIEGEL+ finden, erfahren Sie auch in unserem kostenlosen Politik-Newsletter DIE LAGE, der sechsmal in der Woche erscheint - kompakt, analytisch, meinungsstark, geschrieben von den politischen Köpfen der Redaktion.

rab, wul



insgesamt 54 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sportsfreundxl 06.09.2019
1. ist nicht viel Geld...
Kevin Durant in der nordamerikanischen Basketball Liga, NBA, bekommt zum Beispiel 300 Mio Dollar für 10 Jahre von Nike hat der gute Herr Ronaldo nicht gut verhandelt:)
elegit 06.09.2019
2.
Jetzt ist Ihnen aber definitiv der Stoff ausgegangen, wenn das der brisanteste neue Inhalt aus den Football Leaks ist. Ronaldo bekommt für seinen 5-Jahres-Vertrag bei Juventus Turin 30 Mio netto (!) jährlich, was der Öffentlichkeit schon seit der Unterzeichnung bekannt ist. Dagegen sind die hier genannten Nike- Summen ja fast ein Witz, vor allem da es sich um zu versteuerndes Brutto handelt.
isnunmalso 06.09.2019
3. Keine Meldung wert?!
Dieser Vertrag mit Nike ist doch keine Meldung wert. Die 162 Mio in 10 Jahren schockiert doch keinen mehr. Die ganzen Sportligen, ob NBA, MLB etc. oder eben der internationale Fußball, haben sich doch schon längst von der Realität abgekoppelt. Ich frage mich nur, wann der Punkt erreicht ist und die Fans diesen perversen Umstand endlich realisieren. Lustig sind dann nur diejenigen, die bei der Gerechtigkeitsdimension immer den DAX-Vorstand erwähnen, aber nie Fußballspieler.
spon_4666721 06.09.2019
4. Die Meldung sollte nicht Ronaldo treffen
Verrückt ist, der Konzern zahlt soviel Geld, welches er ja erstmal verdienen muss, darum kosten z.B. neue Schuhe mittlerweile 200€ und mehr, die maximal 50€ kosten sollten.
vincent991 06.09.2019
5. Durch sowas wird die Weltwirtschaft kaputt gemacht
Die Summe wird an einen einzelnen Sportler bezahlt. Weitere große Summen gehen an zahlreiche weitere "Sportler". Zusätzlich wird in Zeitungen, Internet, TV usw. mit Unsummen um sich geworfen und Werbung gemacht. Interessant wäre hier mal wie hoch der Werbekostenanteil am Umsatz die Firmen ist. Die vertriebenen Artikel werden irgendwo für teils Hungerlöhne hergestellt. Die Herstellungskosten werden von den Werbekosten wahrscheinlich weit übertroffen. Als Kunden zahlen wir das alles mit - nicht NIKE oder ADIDAS bezahlen diese Summen an die Sportler - sondern wir Kunden sind das! Sind die Waren wirklich so schlecht, dass wir so viel Werbung brauchen. Mir reicht es einmal oder zweimal am Tag ein Produkt beworben zu sehen - dann habe ich das kapiert. Wenn alle paar Minuten Werbung vom gleichen Produkt kommt, kaufe ich das deswegen nicht öfter, es wird aber immer teurer durch die sinnlose Gießkannenwerbung. Ein Produkt wird auch nicht besser, wenn ein es ein völlig sinnlos überbezahlter Fußballer trägt! Meine Meinung: Produkte die viel Werbung brauchen - sind einfach nicht gut genug um den Kunde als Produkt zu überzeugen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.