Nach Kündigung Frahn will gegen Chemnitzer FC klagen

Der Chemnitzer FC hat sich vor drei Wochen von Daniel Frahn getrennt und wirft ihm eine Nähe zur rechten Szene vor. Der Spieler will den Rauswurf nicht hinnehmen und zieht vors Arbeitsgericht.

Ex-CFC-Profi Daniel Frahn
Robert Michael DPA

Ex-CFC-Profi Daniel Frahn


Der wegen Nähe zur rechten Szene gekündigte Kapitän Daniel Frahn zieht der "Freien Presse" zufolge gegen den Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC vor Gericht. Demnach hat der Stürmer Klage beim Arbeitsgericht Chemnitz eingereicht und geht damit gegen seine fristlose Kündigung vor.

Hintergrund ist ein Vorfall während des Meisterschaftsspiels der Chemnitzer beim Halleschen FC. Der verletzt fehlende Frahn hatte bei der Partie im Gästeblock zwischen CFC-Fans gesessen, die der rechtsradikalen Szene zugeordnet werden. Daraufhin hatte sich der Klub vom Torjäger getrennt und ihm vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen.

Vorausgegangen war ein Eklat im März, als Frahn nach einem Tor ein T-Shirt mit der Aufschrift "Support your local Hools" (Unterstütze deine lokalen Hools) hochgehalten hatte. Zuvor hatten Fans des CFC den gestorbenen Hooligan und Rechtsextremisten Thomas H. mit einer aufwendigen Choreografie geehrt. Er gilt als Gründer der Hooligan-Vereinigung HooNaRa (Hooligans, Nazis, Rassisten). Frahn hatte damals versichert, er sei "kein Nazi".

aha/dpa



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