Insiderinformationen Sturridge wegen Wette auf eigenen Transfer gesperrt

Daniel Sturridge wollte 2018 zum FC Sevilla wechseln. Sein Bruder wettete auf den Transfer, der dann aber scheiterte. Nun wurde der ehemalige Liverpooler gesperrt - und würde seinem nächsten Klub vier Wochen fehlen.

Bruda, schlag den Ball lang bis Sevilla: Daniel Sturridge
Nick Potts DPA

Bruda, schlag den Ball lang bis Sevilla: Daniel Sturridge


Der Vertrag von Champions-League-Sieger Daniel Sturridge beim FC Liverpool ist Ende Juni ausgelaufen. Seitdem befindet sich der Stürmer auf Vereinssuche, die sich nun weiter erschweren könnte. Denn der Stürmer ist wegen Verstößen gegen die Wettregeln des englischen Fußballverbands FA für sechs Wochen gesperrt worden.

Sturridge muss zudem eine Geldstrafe von umgerechnet rund 84.000 Euro zahlen. Wie die FA mitteilte, gilt seine Sperre zunächst ab sofort für zwei Wochen bis zum 31. Juli und dann wieder ab dem 31. August für weitere vier Wochen. In England schließt das Transferfenster bereits am 8. August, bis dahin müsste Sturridge einen neuen Verein gefunden haben, wenn er nicht ins Ausland wechseln möchte.

Bisher spielte der 29-Jährige neben Liverpool für vier weitere Klubs - alle in der Premier League. Im Januar 2018 hätte Sturridge das gerne geändert, er stand kurz vor einem Wechsel zum spanischen Verein FC Sevilla. Eine unabhängige Kommission ist nun zu dem Schluss gekommen, dass der 26-malige englische Nationalspieler seinem Bruder Insiderinformationen über den anstehenden Transfer gegeben und diesen angewiesen hatte, auf den Wechsel zu wetten. Sevilla und Sturridge konnte sich dann aber doch nicht einigen und so ging er auf Leihbasis zum späteren Absteiger West Bromwich Albion, ehe Sturridge im Sommer 2018 nach Liverpool zurückkehrte.

Die FA warf Sturridge vor, das Insiderwissen weiteren Familienmitgliedern und Freunden für entsprechende Wetten gegeben zu haben. In diesen Fällen wurde Sturridge freigesprochen - zum Unverständnis des Verbands. Die FA ist mit den Ergebnissen nicht einverstanden und kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. In der vergangenen Saison wurde Sturridge in Liverpool von Trainer Jürgen Klopp meist als Joker in insgesamt 27 Pflichtspielen eingesetzt, dabei erzielte er vier Tore.

krä/dpa

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stirnrunzeln 20.07.2019
1. Eine milde Strafe und warum nur ins Ausland?
Sturridge darf also erst zum 01.09. wieder in einem Spiel auflaufen. Damit würde er in der Premier League die ersten vier Spieltage verpassen. Das ist meines Erachtens in keiner Art und Weise eine Abschreckung für ein Team das einen Spieler mit seiner Veranlagung ablösefrei unter Vertrag nehmen möchte. Zum zweiten verstehe ich nicht weshalb ein Premier League Klub einen vereinslosen Spieler nicht nach dem "Deadline Day" am 08.08.verpflichten sollte? Dies war in den Saisons zuvor immer möglich (http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/football/6971785.stm), und dies nicht nur in der Premier League.
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