TV-Rechte der Fußball-Bundesliga Eurosport gibt Liveübertragungen an DAZN ab

Nach zwei Jahren ist Schluss mit Livefußball aus der Fußball-Bundesliga bei Eurosport. Stattdessen übernimmt Mitbewerber DAZN die Übertragungen der Freitags- und Montagsspiele sowie einiger Sonntagspartien.

Jetzt bedient auch DAZN die Kameras bei den Bundesligaspielen.
Christian Charisius/DPA

Jetzt bedient auch DAZN die Kameras bei den Bundesligaspielen.


Der Streamingdienst DAZN übernimmt die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga vom Sender Eurosport. Das teilten DAZN und Eurosport am Vormittag mit. Von der im August beginnenden Saison bis zum Ende der Rechteperiode 2021 zeigt der Internet-Anbieter jeweils insgesamt 40 Bundesliga-Spiele live - 30 Partien am Freitag, jeweils fünf am Sonntag und Montag. Zudem werden alle Relegationsbegegnungen und der Supercup übertragen.

Start ist am 3. August mit der Supercup-Partie zwischen dem deutschen Meister Bayern München und dem Vize Borussia Dortmund. Bislang übertrug Eurosport seit 2017 im deutschsprachigen Raum auf seinen Bezahl-Plattformen pro Saison jeweils insgesamt 40 Spiele.

Die Vereinbarung ist Teil einer größeren Kooperation zwischen DAZN und Eurosport. Demnach sollen auch über den Streamingdienst die Inhalte von Eurosport verbreitet werden.

Der Verkauf der Bundesligarechte ist nicht die einzige Vereinbarung der beiden Sender. Beschlossen wurde zudem eine umfangreiche Kooperation, dabei werden die TV-Sender Eurosport 1 und Eurosport 2 in DAZN integriert. DAZN wird somit künftig auch zahlreiche sportliche Großevents wie Olympische Spiele, drei Tennis-Grand-Slams und den alpinen Ski-Weltcup zeigen können.

Mit dann über 8000 Live-Events pro Jahr wird DAZN zum größten Livesport-Broadcaster im deutschsprachigen Raum. Für die Kunden bedeutet dies, der Abo-Preis erhöht sich ab dem 1. August von 9,99 auf 11,99 Euro.

Eurosport hatte die Bundesliga seit der Saison 2017/18 übertragen und für das Rechtepaket 70 Millionen Euro bezahlt. DAZN wollte eigentlich erst ab 2021 einen großen Angriff auf die Live-Rechte starten. Bisher zeigte der Streamingdienst nur die Highlights der Bundesliga und der 2. Liga.

aha/dpa/sid



insgesamt 15 Beiträge
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tepchen 18.07.2019
1. 11,99 / Monat ... siehe Netflix
11,99 sind in Deutschland eine schlechter Preis, zuviel um es mal so mit zunehmen. Was 11,99 anstellen kann sieht man an den Netflix-Zahlen die gestern publiziert wurden. DAZN habe ich schon genutzt und mit 9,99 war es auch ok auch wenn mich nur "Spartensport" interessiert (Eishockey-WM, Darts). Die Bundesliga ist mir vollkommen egal, auch wenn Optionen das Abo verkomplizieren ich würde gerne auf die Bundesliga verzichten und dafür weiterhin bei 9,99 landen.
Johanna Remi 18.07.2019
2. Umverteilung des Geldes von unten nach oben
Wer sich so ein Abo zulegt, darf sich auch nicht über die Umverteilung des Geldes von unten nach oben beschweren. Hinter DAZN steckt Leonard Blavatnik und seine Access Group. Blavatnik zählt mit 18 Millarden US-Dollar zu den eher Vermögenden dieser Erde.
weissallesbesser 18.07.2019
3. War nötig nach Sky-Rechten an der Premier League
DAZN wären viele Abonnenten davongelaufen, wenn nichts nachgekommen wäre. Für den Fußball-Fan, der nur Bundesliga sehen möchte, wird es bedeutend teurer, für bisherig Abonnenten von DAZN günstiger. Die Kommentatoren von Eurosport waren für mich im letzten Jahr unterirdisch, von daher für mich kein Verlust, dass sich Eurosport vom Ligafussball zurückzieht.
Pilsken 1909 18.07.2019
4. Gruselige Bildqualität
Die IPTV Streams von DAZN sehen auf einem Flat TV lächerlich aus. Eurosport, über HD+ mit guter Qualität zu empfangen, hat monatlich mit knapp sechs Euro zu Buche geschlagen. Der hohe Preis den DAZN in Aussicht stellt , mag für Hadcore-Fans attraktiv sein. Kann man nur hoffen, dass bei der nächsten Vergabe der TV Rechte, alle Spiele wieder bei Sky landen.
prior_philip 18.07.2019
5. Stellt sich die Frage
womit Eurosport seine Abogebühr nich rechtfertigen will?! BL weg, MotoGP weg, all das was tatsächlich noch von Interesse war. Von Dart, Golf und Tennis wird das kaum zu rechtfertigen sein. Alles andere wie Biathlon, Skispringen und Tour de France wird von den Öffentlichen Anstalten bereits angeboten. Was bleibt da noch über?
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