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18. April 2013, 15:55 Uhr

Frauenfußball

1. FFC Frankfurt trennt sich von Trainer Dahm

Zwei Trainerwechsel in einer Saison: Beim 1. FFC Frankfurt musste Philipp Dahm schon nach sieben Monaten wieder gehen. Grund dafür ist die anhaltende Erfolglosigkeit des Clubs, wegen der nun sogar die Champions-League-Teilnahme gefährdet ist.

Hamburg - Der Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt hat sich nach gerade einmal sieben Monaten von Trainer Philipp Dahm getrennt. Damit zieht der siebenmalige deutsche Meister die Konsequenzen aus den jüngsten Misserfolgen. Dahm hatte das Traineramt erst am 12. September vergangenen Jahres von Sven Kahlert übernommen.

"Die Trainer-Beurlaubung als Konsequenz ist das eine, aber genauso erwarten wir nun von der Mannschaft eine eindeutige Reaktion", sagte Manager Siegfried Dietrich. Bis zum Saisonende springt der derzeitige B-Jugend-Coach Sascha Glass als Interimstrainer ein. Für die kommende Spielzeit soll der Posten dann neu besetzt werden. Gemeinsam mit Clubchef Bodo Adler wird Dietrich die Suche nach einem neuen Trainer übernehmen. "Es gibt fünf, sechs Kandidaten. Davon sind zwei, drei Favoriten. Über ein Profil will ich nicht sprechen, aber bis Ende Mai wollen wir Nägel mit Köpfen machen", so der Manager.

Obwohl der FFC-Kader mit insgesamt 17 Nationalspielerinnen gespickt ist, droht den Frankfurterinnen fünf Spieltage vor Saisonende das erneute Verpassen der Champions-League-Teilnahme. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatte der dreimalige Uefa-Cup-Sieger dieses Minimalziel verfehlt.

Durch die 1:3-Niederlage am vergangenen Samstag in Freiburg und das magere 1:1 gegen Jena am vergangenen Mittwoch beträgt der Abstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg mittlerweile schon neun Punkte. Auch aus dem DFB-Pokal sind die Frankfurterinnen bereits in der zweiten Runde ausgeschieden.

asi/sid/dpa

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