Zweite Liga Der Hamburger SV baut seine Stadionuhr ab

Die Zeit ist abgelaufen: Die berühmte Uhr im Stadion des Hamburger SV wird demontiert. "Wir möchten uns an der Zukunft ausrichten", sagt Vorstandschef Hoffmann.
HSV-Uhr

HSV-Uhr

Foto: Daniel Reinhardt / DPA

Die Stadionuhr des Hamburger SV hat ausgedient. Nach der verpassten Rückkehr in die Fußballbundesliga wollen die Norddeutschen nicht mehr an ihre Vergangenheit als "Dino" des Oberhauses erinnert werden. Deshalb soll der riesige Zeitmesser, der einst die Dauer der Erstligazugehörigkeit des HSV anzeigte, demontiert werden.

"Wir haben bereits zum Ende der vergangenen Saison entschieden, die Uhr abzubauen. Wir möchten uns in die Zukunft ausrichten. Dabei hilft der ständige Blick in den Rückspiegel nicht", sagte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann der "Bild"-Zeitung . In der abgelaufenen Saison war der HSV trotz großer Ambitionen nur Vierter geworden.

Überregionale Aufmerksamkeit hatte die Uhr erlangt, weil sie im Abstiegskampf als Erinnerung daran diente, dass der HSV bis 2018 das letzte noch nie abgestiegene Gründungsmitglied der Bundesliga war. Nach exakt 54 Jahren, 261 Tagen, 00 Stunden, 36 Minuten und 02 Sekunden war dies am Ende der vorvergangenen Saison vorbei.

Seit dem Abstieg aus der Bundesliga im Vorjahr zeigte die Uhr im Volksparkstadion die Zeitspanne seit der Gründung des Traditionsvereins am 29. September 1887 an. Nach einem Konzert von US-Popstar Pink am 8. Juli sollen Handwerker die Uhr aus der Tribünenverkleidung lösen, berichtet die "Bild"-Zeitung.

bka/dpa