175. Mailänder Derby Milan-Fans danken Ärztinnen und Pflegern in der Coronakrise

»Mailand vergisst nicht«. So überschrieb die Curva Sud Milan ihre große Choreo vor dem 175. Mailänder Stadtderby zwischen der AC und Inter. Die Fans bedankten sich bei den medizinischen Helfern der Coronakrise.
Choreo der Curva Sud Milan

Choreo der Curva Sud Milan

Foto: HOCH ZWEI / Italy Photo Press / imago images/HochZwei/Syndication

In der Serie A hat die AC Mailand im Stadtderby gegen Meister Inter Mailand die Tabellenführung verpasst. Die Mannschaft von Trainer Stefano Pioli konnte den Patzer des Spitzenreiters SSC Neapel nicht nutzen und kam am Sonntagabend gegen Inter nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Zuvor hatte Neapel ebenfalls nur 1:1 (1:1) gegen Hellas Verona gespielt, trotz zeitweise zwei Spielern mehr auf dem Rasen.

Nach dem 12. Spieltag in der Serie A bleibt Neapel mit 32 Zählern an der Tabellenspitze vor der punktgleichen AC Mailand. Inter folgt auf Rang drei (25 Punkte).

Vor der Partie hatten die Fans des Heimteams der Ärztinnen und Pfleger gedacht, die seit anderthalb Jahren gegen die Coronakrise ankämpfen. »Milano non dimentica«, »Mailand vergisst nicht«, stand über den Motiven von drei Medizinern, die eine italienische Flagge in Händen hielten. Mailand war im vergangenen Jahr schwer von der Pandemie getroffen worden, viele verloren ihre Jobs, Tausende Einwohner starben.

Der ehemalige Bundesligaprofi Hakan Çalhanoğlu, der im Sommer von Milan zu Inter gewechselt war, traf früh im »Derby della Madonnina« (11., Foulelfmeter). Sein Teamkollege Stefan de Vrij sorgte per Eigentor nur wenige Minuten später allerdings für den Ausgleich (17.). Die Chance zur erneuten Führung vergab Lautaro Martínez, der beim Foulelfmeter an Milan-Keeper Ciprian Tatarusanu scheiterte (27.).

In der Schlussphase vergab die AC einige Torchancen. Die beste hatte der eingewechselte Alexis Saelemaekers, der in der 90. Minute nur den Pfosten traf.

In Neapel brachte Giovanni Simeone (13.) Verona in Führung. Napoli gelang nicht mehr als der Ausgleichstreffer durch Europameister Giovanni Di Lorenzo (18.), obwohl der Favorit nach Gelb-Rot gegen Daniel Bessa (88.) und Nikola Kalinic (90.+3) in der Schlussphase zwei Spieler mehr auf dem Platz hatte.

mfu/sid/dpa
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