Amateurfußball Leipziger Derby aus Angst vor Randale abgesagt

Die Bedenken um die Sicherheit waren zu groß: Das Sachsen-Derby zwischen Chemie Leipzig und Lok Leipzig II, das für Sonntag angesetzt war, ist abgesagt worden. Das hat der zuständige Landesverband in Absprache mit beiden Clubs entschieden.
Leipziger Fußballfans: Derby aus Sicherheitsbedenken abgeblasen

Leipziger Fußballfans: Derby aus Sicherheitsbedenken abgeblasen

Foto: Christian Fischer/ GettyImages

Hamburg - Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) hat wegen Sicherheitsbedenken und auf Wunsch beider Vereine das für Sonntag angesetzte Bezirksligaduell zwischen Chemie Leipzig und der zweiten Mannschaft von Lokomotive Leipzig abgesagt. Das teilten die Clubs in einer gemeinsamen Erklärung mit und begrüßten die Entscheidung des Landesverbands ausdrücklich.

"In den vergangenen Tagen hatten sich die Zeichen immer mehr verdichtet, dass Chaoten, darunter auch 'Gewalttouristen' aus dem gesamten Bundesgebiet, das Spiel als Bühne für gewalttätige Auseinandersetzungen nutzen wollten", hieß es in der Stellungnahme: "Aus diesem Grund wäre die Sicherheit beider Mannschaften und der Fans nicht mehr zu gewährleisten gewesen - in der Konsequenz hätte deswegen eine Durchführung des Spiels um jeden Preis dem Ansehen beider Vereine großen Schaden zugefügt."

Im Mittelpunkt stehe für beide Vereine der Fußball und die positive Begeisterung für den Sport. Dies schließe eine lebendige und emotionale Fankultur ausdrücklich ein: "Jede Form von Gewalt und Extremismus lehnen wir hingegen strikt ab. Wir können und wollen daher nicht zulassen, dass Chaoten auf dem Rücken unserer Vereine und des Fußballsports eine Plattform für gewalttätige Auseinandersetzungen suchen."

Wann und unter welchen Bedingungen das Siebtliga-Spiel nachgeholt werden wird, soll in gemeinsamen Beratungen zwischen SFV, den zuständigen Sicherheitsbehörden und den Vereinen entschieden werden. Zwischen Fans beider Clubs herrscht seit Jahrzehnten eine erbitterte Rivalität.

aha/sid
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