DFB-Team in der Einzelkritik Den Umständen entsprechend

14 Ausfälle hatte Joachim Löw beim 2:2 gegen Argentinien zu verkraften. Trotzdem machte seine neu zusammengepuzzelte Elf eine Hälfte lang Spaß. Dass es nicht zum Sieg reichte, lag auch am Bundestrainer.

Marc-André ter Stegen stand erstmals seit dem März wieder im Tor der Nationalmannschaft
Rose/Bongarts/Getty Images

Marc-André ter Stegen stand erstmals seit dem März wieder im Tor der Nationalmannschaft

Aus Dortmund berichtet


Joachim Löw trommelte sich mit den Fäusten auf die Brust. Eben war den Argentiniern das 1:2 im Test gegen die deutsche Nationalelf gelungen. Und der Bundestrainer ahnte, dass ihm hier eine schlechte zweite Hälfte eine sehr gute erste vermasseln könnte. Also trommelte Löw an der Seitenlinie und wollte seinem Kapitän Joshua Kimmich damit signalisieren: Jetzt Brust raus!

Es half nicht. Deutschland gab den Sieg trotz 2:0-Führung aus der Hand und spielte 2:2 (2:0). Erkenntnisse sammeln konnte Löw dennoch genug. Zum Beispiel, dass es ihm möglich ist, trotz insgesamt 14 Ausfällen und vier Debütanten auf dem Feld eine brauchbare Mannschaft aufzubieten, die 45 Minuten lang Freude bereitet. Oder dass Kai Havertz besondere Augenblicke kreieren und Emre Can ein ziemlich guter Verteidiger sein kann. Aber Löw musste auch erleben, dass es weiterhin nicht seine Stärke ist, auf radikale Veränderungen im Spielgeschehen passend zu reagieren.

Die deutsche Mannschaft und ihr Trainer in der Einzelkritik:



insgesamt 52 Beiträge
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hokuspokusschwarzekatze 10.10.2019
1. mit seinen auswechselungen
lag er völlig daneben amiri und sedar beide haben nichts gebracht und nach hinten schlecht mitgeholfen
jujo 10.10.2019
2. ...
Der große Taktiker war Löw noch nie. Er sollte Nachhilfe nehmen bein Klopp und Nagelsmann. Das vorzeitige Ausscheiden in Turnieren seit 2010 gingen zum größten Teil auf das Unvermögen Löws während der Spiele entsprechend zu reagieren. Weltmeister 2014 nicht wegen Löw sondern trotz Löw.
Furchensumpf 10.10.2019
3. Bei den Kommentaren,
die nach so einem Spiel kommen, frage ich mich immer wieder, was an dem Begriff "Testspiel" so unverständlich ist...
navysailor 10.10.2019
4.
Hä? Es geht primär um das Testen und nicht um das Siegen. Logisch, dass er vieles ausprobiert und nicht alles klappt. Löw hat gestern jede Menge richtig gemacht!
Pjotr P 10.10.2019
5. Der grosse Taktiker........
wenn ich in der 1. Halbzeit 2:0 führe, dann ist doch wohl nach 30 min bereits klar, dass der Gegner was ändern wird. Ich kann mir also ganz ohne Druck bereits überlegen : wer geht da wohl raus ? wer wird kommen ? was bedeutet das? wird wohl auf 3 er Kette umstellen...etc etc .... aber es passiert taktisch nichts und dann braucht man sich nicht wundern, wenn die 2ten 45 min. so enden. Das passiert ja nicht zum ersten Male. Wir haben sehr sehr viele gut ausgebildete Spieler , aber keinen guten Trainer(stab). Damit werden wir nichts mehr gewinnen. Erinnert euch noch , wie lange es gedauert hat , bis wir Nationaltrainer via BILD in Brasilien Fipsi wieder hinten rechts aufgestellt haben. Die WM 2014 haben die Schlüsselspieler auf ihrem Zenit gewonnen... am Trainer und seinem taktischen Gespür lag es ganz bestiimt nicht.
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