EM-Qualifikation DFB-Team deklassiert Estland

Drittes Spiel, dritter Sieg - und der war deutlich: Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation einen Kantersieg gegen Estland eingefahren. Marco Reus und Serge Gnabry trafen je zweimal.

Leroy Sané, Ilkay Gündogan (r.) und Marco Reus bejubeln einen Treffer
Alexander Hassenstein / Getty Images

Leroy Sané, Ilkay Gündogan (r.) und Marco Reus bejubeln einen Treffer


Das DFB-Team von Aushilfs-Bundestrainer Marcus Sorg hat sein drittes EM-Qualifikationsspiel ohne große Gegenwehr gewonnen. Gegen den Tabellenletzten der Gruppe C, Estland, siegte Deutschland in Mainz 8:0 (5:0). Die Mannschaft aus dem Baltikum war mit der offensiven Spielfreude des Gastgebers völlig überfordert.

Die Partie war relativ schnell entschieden - bereits nach 20 Minuten führten die Deutschen nach Toren von Marco Reus (10. Minute), Serge Gnabry (17.) und Leon Goretzka (20.) 3:0. Bis zur Halbzeit erhöhten Ilkay Gündogan per Elfmeter (26.) und erneut Reus mit einem Freistoß in den Winkel (37.).

Seit dem 4:4 nach einer 4:0-Führung gegen Schweden ist man in der DFB-Auswahl vorsichtig mit voreiliger Freude. Doch Estland hatte an diesem Abend keinen Spieler mit Zlatan-Ibrahimovic-Format im Team - und kam erst in der 45. Minute nach einem Freistoß zum ersten eigenen Torschuss, den Keeper Manuel Neuer sicher festhielt.

Sané und das Abseits

Eine mögliche Aufholjagd war spätestens abgeblasen, als Gnabry in der zweiten Hälfte - aus abseitsverdächtiger Position - für den sechsten deutschen Treffer sorgte (62.). Sanés Tor zum vermeintlichen 7:0 wurde hingegen - zu Unrecht - wegen Abseits nicht gegeben (68.).

Der eingewechselte Timo Werner erhöhte dann (79.), bevor erneut ein Sané-Treffer nicht gegeben wurde. Diesmal lag Referee Ali Palabiyik jedoch richtig: Gnabry hatte dem Torhüter Sergei Lepmets in Abseitsposition die Sicht versperrt (81.). Sané durfte doch noch jubeln, stand aber bei seinem Treffer (88.), Sie ahnen es, im Abseits.

Deutschland - Estland 8:0 (5:0)
1:0 Reus (10.)
2:0 Gnabry (17.)
3:0 Goretzka (20.)
4:0 Gündogan (26., Foulelfmeter)
5:0 Reus (37.)
6:0 Gnabry (62.)
7:0 Werner (79.)
8:0 Sané (88.)
Deutschland: Neuer - Kehrer, Ginter, Süle, N. Schulz (ab 46. Minute Halstenberg) - Kimmich, Goretzka , Gündogan (ab 52. Draxler) - Gnabry, Reus (ab 65. Werner), L. Sané
Estland: Lepmets - Teniste, Tamm, Vihmann, Mets, Pikk - Kams, Ar. Dmitrijev (ab 59. Minute Käit), Vassiljev (ab 82. Minute Kreida), S. Puri - Zenjov (ab 71. Minute Ojamaa)
Schiedsrichter: Ali Palabiyik (Türkei)

bka



insgesamt 8 Beiträge
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aurichter 11.06.2019
1. Und an Steffen Freund
Auch nach einer verkorksten WM78 und einer Schei**EM 2004 hat die NM danach eine Auferstehung erleben dürfen. Also warum soll es mit der EM20 nicht gelingen? Sehr ich zumindest so :-)
ptb29 11.06.2019
2. Schönes Spiel
Sané hat sein Tor verdient. Klasse Freistoß von Reus. Jetzt müssen die Medien nur noch auf dem Teppich bleiben.
briancornway 12.06.2019
3. Hinten unklar
Ganz ehrlich hätte es aufgrund der Abseits-Situationen vs -Entscheidungen eher ein 7:0 sein müssen, aber ein größeres Haar kann ich in dieser leckeren Suppe nicht finden. Toller Sport, tolle Unterhaltung, wenn auch wenig Spannung. Werner macht mir ein bisschen Sorgen, er wirkt in der Offensivreihe der letzen beiden Spiele ein bisschen wie ein Fremdkörper oder Einzelkämpfer. Als er eine Flanke zwischen dem einschussbereiten Gnabry und dem Tor hindurch in's Toraus ablenkte war das echt schade. Vielleicht überzeugt er bis zur WM noch im Zusammenspiel ... Das Umschalten in die Defensive bei Kontern wurde kaum benötigt. Aber gerade dies muss noch gegen starke Teams eingespielt werden, denn hier war bei der WM die Achillesferse.
Papazaca 12.06.2019
4. Ab in den Urlaub
Wenn das Trainer-Interview nach dem Spiel eine ungewohnte Bedeutung bekommt, sagt das einiges über das Spiel. Sorg kam kaum zu Wort, das Interview bestritt quasi Klinsmann. Man konnte sich nur die Augen reiben ... Das Spiel der immer noch "Mannschaft" war sehr überzeugend und sehr einseitig. Es kristallisiert mehr und mehr eine Formation heraus, in der man Hummels, Müller, Boateng, ja selbst Kroos nicht vermißt. Aber genaueres kann man erst nach Spielen gegen wirklich starke Gegner sagen. Man gönnt den Spielern aber erstmal den Urlaub, Sie haben ihn sich mehr als verdient.
stoffi 12.06.2019
5. Ein schönes Spiel, aber
nur füe die Fans, fürs Team nicht mehr als ein Trainingsspiel. Kein Maassiab um ,,können" zu messen. Diese Gegner kommen erst noch.
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