EM-Qualifikation Deutsche U21-Junioren stolpern in hektischem Spiel gegen Belgien

Schlechter Jahresabschluss für die DFB-Junioren: Der aktuelle U21-Vizeeuropameister hat gegen Belgien 2:3 verloren und muss nun um die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft 2021 bangen.

Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg (r.) blieb ohne Treffer
Patrick Seeger/DPA

Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg (r.) blieb ohne Treffer


Die deutschen U21-Junioren haben einen Rückschlag in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2021 hinnehmen müssen. In Freiburg unterlagen sie vor 16.000 Zuschauern dem bisherigen Gruppendritten Belgien 2:3: Loïs Openda (42. Minute, 70.) traf doppelt, Zinho Vanheusden hatte die Gäste in der 26. Minute in Führung gebracht. Nico Schlotterbeck (38.) und Ragnar Ache (81.) erzielten die Tore für die Elf von Stefan Kuntz.

Die nach zwei Spielen noch verlustpunktfreien Deutschen mussten in der 26. Minute den ersten Rückschlag hinnehmen: Vanheusden traf aus halblinker Position. Beim Schuss des Belgiers aus spitzem Winkel sah Torhüter Markus Schubert nicht gut aus - der Ball fand durch seine Beine den Weg ins Netz. Vanheusden hätte auch fast das 0:2 erzielt, doch sein Strafstoß in der 33. Minute traf nur den linken Pfosten.

Den Ausgleich erzielte der Lokalmatador: Nico Schlotterbeck, Defensivspieler des SC Freiburg, traf aus dem Getümmel heraus zum 1:1 (38.). Doch die Gäste schlugen noch vor der Pause zurück: Openda, Angreifer des FC Brügge, verwertete kurz vor der Pause eine tolle Hereingabe ins lange Eck (43.).

Debütant Ache trifft

In der zweiten Hälfte erhöhte die DFB-Elf in einer von vielen Zweikämpfen und strittigen Entscheidungen geprägten Partie den Druck - den Treffer erzielte jedoch erneut Openda (70.). Den Auftakt für eine turbulente Schlussphase setzte der mit dem Oberschenkel erzielte Treffer des eingewechselten Ache (81.). Es war das erste Tor im Nationaldress für den Angreifer von Sparta Rotterdam bei seinem Debüt für die U21.

In der Nachspielzeit forderte der ebenfalls eingewechselte Mërgim Berisha einen Strafstoß, doch Schiedsrichter Fabio Verissimo winkte zu Recht ab. So blieb es bei der ersten deutschen Heimniederlage in der EM-Qualifikation seit mehr als zehn Jahren, einem 1:2 gegen Tschechien.

Belgien liegt nun in EM-Qualifikationsgruppe neun mit sieben Punkten aus vier Spielen auf Platz eins. Das DFB-Team folgt mit sechs Punkten aus drei Partien auf Platz zwei, zwei Zähler vor Bosnien und Herzegowina. Der nächste Gegner der deutschen Mannschaft ist am 31. März 2020 Wales. Nur der Erste einer Gruppe qualifiziert sich direkt für das Turnier in Ungarn und Slowenien.

Deutschland - Belgien 2:3 (1:2)
0:1 Vanheusden (26.)
1:1 Schlotterbeck (38.)
1:2 Openda (43.)
1:3 Openda (70.)
2:3 Ache (81.)
Deutschland: Schubert - Baku, Kilian, Schlotterbeck, Janelt - Eggestein (46. Berisha), Geiger (78. Özcan), Fein (46. Kiomourtzoglou), Hack - Serra (78. Ache), Nmecha
Belgien: Svilar - Bataille, Busi, Vanheusden, Bushiri, De Smet - Sambi Lokonga, Mangala, Saelemaekers (80. Ndayishimiye) - Openda (82. Vanzeir), Amuzu (87. Doku)
Schiedsrichter: Fabio Verissimo (Portugal)
Gelbe Karten: Kilian, Geiger / Amuzu, De Smet, Mangal, Bushiri, Sambi Lokonga
Besondere Vorkommnisse: Vanheusden verschießt Foulelfmeter (33.)
Zuschauer: 16.000

mfu



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