DFB-Ausrüsterstreit Einigung mit Adidas in Sicht

Triumphiert die Tradition über das Kapital? Im Streit um den Ausrüstervertrag haben sich Adidas und der DFB offenbar angenährt, berichtet die dpa. Dem Agenturbericht zufolge würde Sportartikelhersteller Nike trotz des besseren Angebotes auf der Strecke bleiben.


Frankfurt - Im Ausrüsterstreit zwischen dem DFB und dem traditionellen Ausrüster Adidas bahnt sich zeitnah ein millionenschwerer Kompromiss an. Wie die dpa heute "aus gut informierten Kreisen" erfuhr, laufen die Verhandlungen bereits. Nach dpa-Informationen soll der bis 2010 laufende Vertrag zu erhöhten Konditionen um mindestens vier Jahre verlängert werden. Adidas hatte dem DFB für eine Vertragsverlängerung 22 Millionen Euro pro Jahr geboten. Weder der Verband noch Adidas wollten heute offiziell Stellung nehmen.

Ausrüster Adidas: 22 Millionen Euro pro Jahr
AP

Ausrüster Adidas: 22 Millionen Euro pro Jahr

Ein Schiedsgericht hatte beiden Seiten gestern nach neunstündiger Verhandlung "aufgrund des schwierigen Themenkomplexes" zu einer Vergleichslösung geraten. Die Vertreter der beiden Parteien waren daraufhin bereits laut offizieller Darstellung "in aussichtsreiche Vergleichsgespräche eingetreten". Weiter hieß es in der Mitteilung: "In einer sehr ausführlichen und intensiven Verhandlung wurden die Sachvorträge der beiden Parteien durch die Schiedsrichter in den bestehenden rechtlichen Zusammenhang eingeordnet."

In dem Verhandlungsmarathon ging es darum, ob der DFB den Vertrag mit dem bisherigen Ausrüster Adidas bis Ende 2010 um vier Jahre verlängert hat. Dies wird vom DFB bestritten, dem eine Offerte des Adidas-Rivalen Nike über 500 Millionen Euro für einen Achtjahresvertrag vorliegt. Sowohl der DFB als auch der
Adidas-Vorstand hatten angekündigt, sich dem Spruch des Schiedsgerichtes beugen zu wollen.

mig/sid/dpa



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