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30. Januar 2012, 16:20 Uhr

DFB-Entscheidungen

Ermittlungen gegen Pogatetz, Sperren für Brecko und Diagné

Emanuel Pogatetz muss zittern: Der Kontrollausschuss des DFB ermittelt wegen einer umstrittenen Aktion des Hannoveraner Innenverteidigers. Fest stehen bereits die Sperren für Kölns Miso Brecko und Freiburgs Fallou Diagné.

Hamburg - Hannovers Innenverteidiger Emanuel Pogatetz droht eine nachträgliche Sperre. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat gegen Pogatetz ein Ermittlungsverfahren wegen "krass sportwidrigen Verhaltens" eingeleitet.

Der 29-jährige Österreicher soll beim 1:0-Sieg seines Clubs gegen den 1. FC Nürnberg seinem Gegenspieler Philipp Wollscheid in der 59. Minute absichtlich mit dem rechten Ellenbogen in den Brustbereich und danach mit der linken Faust in den Nackenbereich geschlagen haben. Schiedsrichter Marco Fritz ahndete das Vergehen jedoch nicht. Auf Nachfrage sagte er, die Szenen nicht gesehen zu haben.

Deshalb kann der Kontrollausschuss nachträglich ermitteln. Das Gremium hat beide Spieler zu "zeitnahen Stellungnahmen" aufgefordert. Dann werde über die Fortsetzung des Verfahrens entschieden.

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking hatte nach dem Spiel getobt: "Das war eine klare Tätlichkeit. Es hätte einen Elfmeter und eine Rote Karte geben müssen. Das ist eine klare Benachteiligung für uns."

Während das Ermittlungsverfahren für Pogatetz noch läuft, hat das DFB-Sportgericht bereits zwei Bundesliga-Spieler gesperrt. Der Kölner Defenisvspieler Miso Brecko muss zwei Spiele pausieren, Freiburgs Fallou Diagné für ein Spiel.

Brecko war in der Partie gegen Schalke (1:4) nach einer Notbremse vom Platz gestellt worden. Diagné hatte bei der 1:3-Niederlage seines Clubs gegen Mainz wegen desselben Vergehens ebenfalls die Rote Karte gesehen. Beide Spieler haben den Urteilen zugestimmt, sie sind damit rechtskräftig.

bka/sid/dpa

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