DFB-Frauen Sechs Fans - drei Tore

Geisterkulisse in Bukarest: Fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ihr zweites EM-Qualifikationsspiel gewonnen. Gegen Rumänien reichte eine durchschnittliche Leistung. 
Jubelnde DFB-Spielerinnen Goeßling, Grings: Aufgabe in Rumänien gemeistert

Jubelnde DFB-Spielerinnen Goeßling, Grings: Aufgabe in Rumänien gemeistert

Foto: Robert Ghement/ dpa

Hamburg - Die deutschen Fußballfrauen haben auch ihr zweites EM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien trotz mäßiger Vorstellung 3:0 (1:0) gewonnen. Auf dem schwer bespielbaren Rasen von Bukarest trafen Lena Goeßling (21. Minute), Fatmire Bajramaj (56.) und Melanie Behringer (Strafstoß, 59.) vor nur knapp 100 Zuschauern, darunter exakt sechs mitgereiste deutsche Fans, für die DFB-Frauen. Es war das erste Aufeinandertreffen beider Teams überhaupt.

Die international unerfahrenen Rumäninnen machten dem Favoriten aus Deutschland mit einer gut geordneten Defensive und einem aggressiven Zweikampfverhalten das Leben schwerer als erwartet. Der Weltranglisten-36. konnte sich bislang zwar noch nie für ein großes Turnier qualifizieren, den Spielerinnen fehlte es jedoch nicht an Kampfgeist und Laufstärke.

Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid - in der Defensive mit Verena Faißt für die verletzte Saskia Bartusiak - konnte ihr gewohntes Kombinationsspiel zunächst nur ansatzweise durchbringen und erarbeitete sich kaum Torchancen. Die einzige größere Möglichkeit in der ersten Hälfte nutzte die Wolfsburgerin Goeßling per Kopf nach einem Pass von Simone Laudehr zur Führung. Es war der erste Treffer der 25-Jährigen für Deutschland.

Auch in der zweiten Hälfte machten die Gastgeber zunächst die Räume eng, allerdings ging der jungen Mannschaft immer mehr die Luft aus, Krämpfe stellten sich ein. Die deutsche Torfrau Nadine Angerer bekam in 90 Minuten gerade einmal einen Schuss zu halten. Auf der anderen Seite kam Bajramaj freistehend zum Schuss und zum 2:0 (56.), nur drei Minuten später verwandelte die offensiv fleißig arbeitende Behringer einen Elfmeter, nachdem Bianca Schmidt im Strafraum gefoult worden war.

Nach dem Auftakterfolg vor einem Monat gegen die Schweiz (4:1) führen die DFB-Frauen die Tabelle ihrer Qualifikations-Gruppe an. Am Mittwoch trifft die Auswahl in Hamburg in einem Freundschaftsspiel auf den WM-Dritten Schweden, bevor am 19. November das letzte Heimspiel des Jahres ansteht: Dann geht es in der Qualifikation gegen Außenseiter Kasachstan.

aha/dapd
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