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12. Mai 2011, 15:11 Uhr

DFB-Kader

Löw holt Reus und verzichtet auf Ballack

Bundestrainer Joachim Löw setzt weiter auf die Jugend: Er hat den Gladbacher Marco Reus für die kommenden Länderspiel-Aufgaben in den Kader berufen. Für Michael Ballack ist dagegen weiterhin kein Platz im Aufgebot.

Hamburg - Mit dem Gladbacher Debütanten Marco Reus, aber wie erwartet ohne Kapitän Michael Ballack wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die letzten drei Länderspiele der Saison bestreiten. Bundestrainer Joachim Löw berief am Donnerstag zum dritten Mal den 21-jährigen Borussen in seinen Kader; zweimal hatte der offensive Mittelfeldspieler wegen Verletzungen absagen müssen.

Löw holt für die Partie am 29. Mai gegen Uruguay sowie für die EM-Qualifikationsspiele am 3. Juni in Österreich und vier Tage später in Aserbaidschan den Leverkusener Simon Rolfes zurück. Auch der noch verletzte Sami Khedira steht im 23-köpfigen Aufgebot. Per Mertesacker und Jerome Boateng fehlen verletzt.

Ballack bestritt bislang 98 Länderspiele, sein letztes im März 2010 gegen Argentinien (0:1). Seit der WM im vergangenen Jahr wird der Leverkusener bei der Nationalmannschaft von Philipp Lahm als Kapitän vertreten. Auf Ballacks Position im zentralen defensiven Mittelfeld gelten seit der WM Bastian Schweinsteiger von Bayern München und Khedira als gesetzt.

In Lahm, Schweinsteiger, Holger Badstuber, Toni Kroos, Mario Gomez und Miroslav Klose stellt Rekordmeister Bayern München trotz des unbefriedigenden Saisonverlaufs die meisten Spieler im Kader. Vom deutschen Meister Borussia Dortmund wurden mit Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Mario Götze und Sven Bender vier Akteure berücksichtigt.

Neben 20 Feldspielern nominierte Löw in Manuel Neuer, Rene Adler und Tim Wiese drei Torhüter. Die DFB-Auswahl trifft sich zur Vorbereitung am 26. Mai in Frankfurt am Main. Das deutsche Team hat in der EM-Qualifikation bisher alle fünf Spiele gewonnen und liegt in der Gruppe A fünf Zähler vor Belgien, das allerdings schon eine Partie mehr aufweist. Dritter ist die Türkei mit neun Punkten aus fünf Spielen vor Österreich.

aha/dpa/sid

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