Deutscher Fußball-Bund Grindel hofft auf Wiederwahl, Lahm soll ins Präsidium

Reinhard Grindel will erneut für das Amt des DFB-Präsidenten kandidieren. Für die Zukunft wünscht er sich eine Mitarbeit von Philipp Lahm - und einen Nationalspieler ohne Migrationshintergrund als Integrationsbotschafter.

Reinhard Grindel (l.) und Philipp Lahm
DPA

Reinhard Grindel (l.) und Philipp Lahm


Reinhard Grindel will trotz der Kritik an seiner Person nach dem WM-Aus und dem Fall Mesut Özil im kommenden Jahr erneut für das Amt als DFB-Präsident kandidieren. Der Verbandschef wünscht sich zudem, dass der künftige EM-Cheforganisator Philipp Lahm im Präsidium mitarbeite.

"Ich würde mich freuen, wenn meine Kollegen im Präsidium einverstanden sind, dass er in dieser Rolle auch zukünftig im Präsidium mit berät und dann natürlich herzlich eingeladen ist, bei sportlichen Fragen seine Erfahrung zur Verfügung zu stellen", sagte Grindel als Gast im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

Zu seiner angestrebten Wiederwahl sagte Grindel: "Ich mache meine Arbeit und bemühe mich, sie so gut zu machen, wie es geht. Man muss sich ja immer wieder um eine Wiederwahl bemühen, das werde ich tun. Und dann muss man mal gucken, ob die Unterstützung dann auch da ist."

Grindel ist seit April 2016 Verbandschef als Nachfolger des über die Sommermärchen-Affäre gestürzten Wolfgang Niersbach. Im Herbst 2016 wurde er für eine erste komplette Amtszeit von drei Jahren gewählt. Die nächste Abstimmung steht beim DFB-Bundestag am 27. September 2019 an.

Als Konsequenz aus der Affäre um die Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan äußerte Grindel den Wunsch, dass künftig ein Nationalspieler ohne Migrationshintergrund Integrationsbotschafter des DFB werden solle. Derzeit üben dieses Amt Cacau und Celia Sasic aus.

"Wenn da einer ohne Migrationshintergrund deutlich in die Gesellschaft und den Fußball hineinwirkt und sagt: das Thema ist wichtig, da müssen wir uns kümmern. Das wäre auch eine Initiative, um für eine bessere Grundlage zu sorgen für unsere Vereine vor Ort, wo Integration funktionieren muss", sagte Grindel.

sak/dpa



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