DFB-Pokal Amanatidis schießt Frankfurt ins Finale

Eintracht Frankfurt hat das Endspiel des DFB-Pokals erreicht. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel setzte sich im Halbfinale gegen Arminia Bielefeld durch. Ein Grieche war dabei der Matchwinner.


Frankfurt - Die Eintracht bezwang Bielefeld in der Commerzbank Arena 1:0 (1:0). Damit trifft der Club im Endspiel am 29. April in Berlin auf den Sieger der zweiten Halbfinal-Partie am Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zwischen St. Pauli und dem FC Bayern. Bei einem Erfolg der Münchner wäre Frankfurt wegen der voraussichtlichen Champions-League-Teilnahme der Bayern auch bei einer Finalniederlage für den Uefa-Cup qualifiziert.

Frankfurter Amanatidis (r.) gegen Bielefelder Kauf: Nicht zu stoppen
REUTERS

Frankfurter Amanatidis (r.) gegen Bielefelder Kauf: Nicht zu stoppen

Ioannis Amanatidis erzielte nach 16. Minuten das Tor des Tages. Nach einem Pass von Stefan Lexa umspielte der griechische Nationalspieler Bielefelds Keeper Mathias Hain und schloss sicher zur Führung ab.

Die Gäste, für die Petr Gabriel (14.) kurz zuvor die erste Chance der Partie ungenutzt gelassen hatte, hätten postwendend den Ausgleich erzielen können, doch Fatmir Vata traf mit einem Fernschuss nur die Latte (18.).

"Ich war noch nicht in Berlin, von daher ist es mein größter sportlicher Erfolg. Jetzt drücken wir am Mittwoch den Bayern die Daumen, weil wir dann auf jeden Fall international dabei sind", sagte der Torschütze.

Dagegen gestand Arminia-Torwart Hain nach dem Spiel selbstkritisch ein: "Wir wollten nach Berlin, haben aber nicht alles abrufen können. Gratulation an die Frankfurter, sie haben heute verdient gewonnen." Drei Tage nach der 0:1-Niederlage in der Bundesliga in Bielefeld gelang der Eintracht eine schnelle Revanche, während die Arminia wie im Vorjahr ihre Hoffnungen in der Vorschlussrunde begraben musste. "Wir sind kompakt aufgetreten, aber das 0:1 haben wir selbst vorbereitet. Es war analog zu Samstag: Die Mannschaft, die in Führung geht, gewinnt", sagte Bielefelds Trainer Thomas von Heesen.

Der viermalige Pokalsieger Frankfurt, der zuletzt 1988 durch ein Freistoßtor des Ungarn Lajos Detari gegen den VfL Bochum den DFB-Pokal gewann, überzeugte vor allem in der Defensive. "Hier sind zwei gleichstarke Mannschaften aufeinander getroffen, die beide defensiv stark sind. Ich wusste: Wer das erste Tor schießt, hat gewonnen", sagte Coach Funkel. 

Auf einen Wunschgegner fürs Endspiel im Berliner Olympiastadion wollte er sich nicht festlegen lassen. "Mir ist der Finalgegner egal, denn wir können auch international spielen, wenn St. Pauli ins Finale kommt", so Funkel.

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld 1:0 (1:0)
1:0 Amanatidis (16.)
Frankfurt: Nikolov - Cha, Russ, Vasoski, Ochs - Meier, Huggel - Lexa (72. Jones), Köhler - Weissenberger (63. Cimen) - Amanatidis. - Trainer: Funkel
Bielefeld: Hain - Korzynietz, Westermann, Gabriel, Schuler - Fink (46. Pinto), Kauf, Kucera - Vata (76. Dalovic), Boakye, Masmanidis (63. Zuma). - Trainer: von Heesen
Schiedsrichter: Merk (Kaiserslautern) 
Zuschauer: 49.961 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - / Gabriel, Vata, Schuler

pav/sid/dpa



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