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06. Februar 2018, 23:19 Uhr

Aufholjagd gegen Werder Bremen

Leverkusen erreicht Halbfinale nach Verlängerung

0:2 zurückgelegen, in der Verlängerung folgte der Sieg: Bayer Leverkusen hat das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Bedanken darf sich das Team bei Julian Brandt und Joker Karim Bellarabi.

Bayer Leverkusen steht nach einer beeindruckenden Aufholjagd im Halbfinale des DFB-Pokals. Im Duell der Bundesligisten setzte sich das Team von Trainer Heiko Herrlich 4:2 (2:2, 1:2) in der Verlängerung gegen Werder Bremen durch. Der vorentscheidende Treffer zum 3:2 fiel durch den kurz zuvor eingewechselten Karim Bellarabi (111. Minute).

Die Partie war spektakulär, auch wegen der frechen Bremer, bei denen Max Kruse mit dem Führungstreffer (3.) und einer Torvorlage zum 2:0 brillierte. Das Problem: Bayer gelang dank Julian Brandt der Ausgleich, der mit zwei Treffern (33./55.) der Mann des Abends war. In der Runde der letzten vier Mannschaften könnte Leverkusen auf Bayern München treffen. Der Rekordpokalsieger steht nach einem 6:0-Erfolg in Paderborn ebenfalls im Halbfinale.

Den besseren Start erwischte Werder. In der dritten Minute kam Kruse nach einem Kontakt mit Jonathan Tah im Strafraum zu Fall - Schiedsrichter Marco Fritz entschied auf Elfmeter und Kruse verwandelte selbst zum 1:0 (3.). Vier Minuten später stand der Angreifer erneut im Mittelpunkt. Kruse hatte Aron Jóhannsson mit einem traumhaften Diagonalpass bedient und der Teamkollege vollendete per Lupfer - 2:0.

Dann drehte Brandt auf

Werder erspielte sich weitere Möglichkeiten, die beste Chance vergab Florian Kainz mit einem spektakulären Distanzschuss in der 39. Minute. Kurz davor hatte Bayer bereits verkürzt: Nach einem sehenswerten Spielzug und einem Tempolauf von Dominik Kohr war Julian Brandt freistehend der Treffer zum 1:2 gelungen (31.). In der zweiten Hälfte legte der gebürtige Bremer ein zweites Tor von der Strafraumgrenze aus zum 2:2 nach (55.). Es war die Belohnung für das mittlerweile aktivere Spiel der Leverkusener.

Danach hatte Bayer Pech. Charles Aránguiz wurde im Strafraum von Maximilian Eggestein per Foul gestoppt, aber der Unparteiische ließ weiterspielen - eine strittige Entscheidung. Vier Minuten vor dem Abpfiff wurde es erneut hektisch, als Ludwig Augustinsson im Strafraum mit der Hand auf den Ball fiel - wieder gab es keinen Strafstoß. In der Verlängerung sorgten dann Joker Bellarabi und Kai Havertz für das Weiterkommen.

Für Bremen ist damit der Traum vom ersten Pokalsieg seit 2009 beendet. Am Mittwoch sorgen die Duelle von Eintracht Frankfurt und Mainz (18.30 Uhr) sowie Schalke und dem VfL Wolfsburg (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) für den Abschluss des Pokal-Viertelfinals.

Bayer Leverkusen - Werder Bremen 4:2 nach Verlängerung (2:2, 1:2)
0:1 Kruse (3./Foulelfmeter)
0:2 Jóhannsson (7.)
1:2 Brandt (31.)
2:2 Brandt (55.)
3:2 Bellarabi (111.)
4:2 Havertz (118.)
Bayer Leverkusen: Leno - Lars Bender (79. Henrichs), Tah, Sven Bender, Wendell (114. Retsos) - Kohr (108. Bellarabi), Aránguiz - Bailey, Havertz, Brandt (102. Alario) - Volland
Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Moisander, Veljkovic, Augustinsson - Maximilian Eggestein (114. Langkamp) - Junuzovic, Delaney - Johannsson (46. Rashica), Kruse, Kainz (91. Belfodil)
Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)
Gelbe Karten: Bailey, Kohr, Wendell/Augustinsson, Eggestein, Gebre Selassie, Moisander
Zuschauer: 27.000

jan

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