DFB-Pokal Bayern demontiert Stuttgart, Olic lässt Hamburg jubeln

Debakel für den VfB: Der FC Bayern dominierte beim 5:1-Sieg in Stuttgart nach Belieben und steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Auch der Hamburger SV und Schalke 04 feierten deutlich Siege. Im Duell der Zweitliga-Clubs triumphierte der FSV Mainz 05 beim SC Freiburg.


Hamburg - Die Bayern siegten in Stuttgart 5:1 (3:0) und erreichten somit ohne Mühe das Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Tore für das Team von Trainer Jürgen Klinsmann erzielten Bastian Schweinsteiger (14./54. Minute), Franck Ribéry (16.), Luca Toni (43.) und Zé Roberto (59.). Der Ehrentreffer für die Gastgeber gelang Nationalstürmer Mario Gomez sechs Minuten vor dem Ende der Partie. Neben den Münchnern zogen zwei weitere Bundesligisten in die Runde der letzten Acht ein: Schalke gewann 4:1 (1:0) bei Drittligist Jena, der Hamburger SV kam durch ein 3:1 (1:0) gegen 1860 München weiter. Ebenfalls im Viertelfinale steht der Zweitligist FSV Mainz 05 dank eines 3:1 (0:0)-Erfolgs beim SC Freiburg. Die Auslosung für die nächste Runde findet am kommenden Sonntag statt. Austragungstermin des Viertelfinales ist der 3./4. März.

Die überzeugendste Leistung des Achtelfinales boten bislang ohne Zweifel die Bayern. Der Rekordmeister machte in Stuttgart von Beginn an mächtig Tempo und konnte sogar einen verschossenen Elfmeter Ribérys locker verkraften. Der Franzose versuchte sein Glück beim Stand von 2:0 mit einem lässigen Lupfer, scheiterte aber an VfB-Keeper Jens Lehmann (22.).

Zu diesem Zeitpunkt gab es unter den 55.800 Zuschauern wohl kaum jemanden, der noch ernsthaft an einen Erfolg der Stuttgarter glaubte - so dominant präsentierten sich die Münchner in der Anfangsphase. Die erste Chance vergab Martin Demichelis, der nach einer Flanke von Bastian Schweinsteiger einen Kopfball aus sechs Metern knapp über die Querlatte setzte.

Vier Minuten später nutzten die Gäste einen dicken Patzer von Arthur Boka zur Führung. Der VfB-Verteidiger verlor einen Ball gegen Schweinsteiger, der nach einem kurzen Antritt abzog und Lehmann aus spitzem Winkel überwand. In der 16. Minute erhöhte Ribéry aus kurzer Distanz auf 2:0. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff durfte dann auch Toni jubeln, der Italiener war nach Vorlage von Ribéry erfolgreich.

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmten die Münchner das Geschehen und wurden durch das zweite Tor Schweinsteigers (Elfmeter nach Foul von Lehmann an Zé Roberto) und das 5:0 durch Zé Roberto belohnt. "Wir wussten, dass wir gut drauf sind. Wir haben unsere Qualität gezeigt", sagte Schweinsteiger und schickte noch eine kleine Warnung an die Konkurrenz hinterher: "Aber wir können noch besser spielen."

Stuttgarts Teamchef Markus Babbel zeigte sich enttäuscht: "Das ist sehr bitter für uns. Wir waren viel zu ängstlich und haben alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind vor Ehrfurcht erstarrt und haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden."

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