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Dortmunds Sieg in München: Der BVB wird in Berlin zum Dauergast

Foto: Peter Kneffel/ dpa

Sieg gegen Bayern BVB dreht Rückstand und zieht ins Pokalfinale ein

Geführt, zwischenzeitlich zurückgelegen, am Ende gewonnen: Borussia Dortmund hat sich in einer spektakulären Partie beim FC Bayern durchgesetzt. Damit fährt der BVB zum vierten Mal in Folge nach Berlin.

Borussia Dortmund ist nach einem Sieg gegen den FC Bayern ins DFB-Pokalfinale eingezogen. Die Dortmunder gewannen beim Rekordmeister 3:2 (1:2) und treffen am 27. Mai im Berliner Olympiastadion im Endspiel auf Eintracht Frankfurt. Marco Reus hatte den BVB in Führung gebracht (19. Minute), doch Bayerns Innenverteidiger Javi Martínez (29.) und Mats Hummels (41.) drehten das Ergebnis noch in der ersten Hälfte. In der zweiten Halbzeit erzielte Pierre-Emerick Aubameyang den Treffer zum 2:2 (69.), Ousmane Dembélé traf zum Endstand (74.). Durch den Sieg ist Dortmund der erste Klub, der viermal in Folge im DFB-Pokalfinale steht.

Dortmund hatte bereits nach vier Minuten die erste große Chance zur Führung: Raphaël Guerreiro legte nach einem Diagonalball per Direktabnahme quer auf Aubameyang, doch der Angreifer traf den Ball nicht richtig und verzog knapp. Franck Ribéry und Arturo Vidal hätten auf der anderen Seite den ersten Treffer erzielen können. Ribéry scheiterte zunächst jedoch an BVB-Keeper Roman Bürki und Vidal setzte den anschließenden Nachschuss knapp neben das Dortmunder Tor (13.).

Das Team von Trainer Thomas Tuchel war in der Anfangsphase der Partie jedoch das bessere Team und ging verdient in Führung: Nach einem verunglückten Rückpass von Martínez ging Guerreiro dazwischen und stand frei vor Bayern-Keeper Sven Ulreich. Der Ersatz von Stammtorhüter Manuel Neuer parierte zwar, aber der Ball prallte vom Pfosten zurück. Reus musste anschließend nur noch einschieben.

Nach dem Gegentreffer wurde Bayern besser: Martínez erzielte nach einer Ecke von Xabi Alonso per Kopf den Treffern zum 1:1-Ausgleich. Damit hatte der Spanier seinen Fehler vor dem Gegentreffer wieder gut gemacht. Nur zehn Minuten später hätte es für Martínez sogar noch besser kommen können, allerdings traf der 28 Jahre alte Innenverteidiger nach einem Eckball von Arjen Robben nur den Pfosten (38.).

Den Münchner Führungstreffer erzielte kurz darauf der andere Innenverteidiger der Bayern: Hummels schob den Ball nach Vorlage von Franck Ribéry unhaltbar für Bürki ins Dortmunder Tor. Unmittelbar vor der Halbzeitpause hätte Angreifer Robert Lewandowski auf 3:1 erhöhen müssen, scheiterte jedoch freistehend an Bürki (45.+1).

Auch in der zweiten Hälfte war der BVB zunächst das bessere Team, allerdings ohne ernsthafte Torgefahr zu entwickeln. Anders Bayern: Bürki verlor den Ball im eigenen Strafraum nach einem schwachen Zuspiel auf Julian Weigl an Thiago. Der Spanier passte anschließend auf Lewandowski, der direkt zu Robben weiterleitete. Bürki war bereits geschlagen, doch Dortmunds Innenverteidiger Sven Bender klärte spektakulär auf der Linie (63.).

Dortmund gab jedoch nicht auf. Aubameyang köpfte den Ball nach einer Flanke von Ousmane Dembélé zum 2:2-Ausgleich ins Münchner Tor. Nur fünf Minuten später erzielte Dembélé nach einer Kombination über Guerreiro und Reus den 3:2-Siegtreffer. Bayern hatte noch zwei gute Gelegenheiten durch Robben (83., 86), allerdings landete keiner der beiden Versuche im Dortmunder Tor.

FC Bayern München - Borussia Dortmund 2:3 (2:1)
0:1 Reus (19.)
1:1 Martínez (28.)
2:1 Hummels (41.)
2:2 Aubameyang (69.)
2:3 Dembélé (74.)

München: Ulreich - Lahm, Martínez, Hummels (61. Boateng), Alaba - Alonso (79. Müller), Vidal - Robben, Thiago, Ribéry - Lewandowski
Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Bender, Schmelzer - Weigl - Castro (46. Durm), Guerreiro - Dembélé, Reus - Aubameyang
Gelbe Karten: Robben - Weigl, Dembélé
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)

mru
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