Achtelfinale im DFB-Pokal Titelverteidiger Borussia Dortmund scheitert beim FC St. Pauli

Ein Überraschungs-Pokalsieger wird immer wahrscheinlicher: Titelverteidiger Borussia Dortmund ist draußen, der FC St. Pauli weiter. Kunstschütze Miloš Pantović schoss Bochum gegen Mainz weiter.
Etienne Amenyido (M.) trifft gegen seinen Ex-Klub

Etienne Amenyido (M.) trifft gegen seinen Ex-Klub

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Ulrich Hufnagel / imago images/Ulrich Hufnagel

Der nächste Topfavorit ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden: Borussia Dortmund ließ sich vom FC St. Pauli erst überrumpeln, dann auskontern. Während der Titelverteidiger im Viertelfinale nicht mehr dabei ist, darf sich mit dem VfL Bochum ein anderer Klub aus dem Ruhrgebiet über das Weiterkommen freuen – dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte gegen Mainz 05.

Keine vier Minuten brauchte der FC St. Pauli, um gegen Borussia Dortmund in Führung zu gehen: In seinem erst zweiten Startelfeinsatz für den Tabellenführer der 2. Bundesliga schoss Stürmer Etienne Amenyido, zwischen 2011 und 2017 in der BVB-Jugend ausgebildet, den Ball aus kurzer Distanz an Gregor Kobel vorbei ins Tor.

Das 1:0 am Millerntor war das Ergebnis des schnellen Direktspiels der Hamburger, die den Gästen mit viel Einsatz und guter Organisation kaum Chancen gewährten. Die vielleicht beste vergab Marco Reus gegen St.-Pauli-Keeper Dennis Smarsch (18. Minute), viel mehr Hochkarätiges erspielte sich der BVB nicht. Gefährlich wurden die Dortmunder vor der Pause nur noch dem eigenen Tor, wenn St. Pauli schnell konterte: Axel Witsel grätschte eine Hereingabe von Guido Burgstaller vor dem lauernden Amenyido ins eigene Netz (40.).

Ein Elfmeter reicht Dortmund nicht

Nach der Pause musste Kobel den BVB gegen Burgstallers platzierten Kopfball durch einen guten Reflex im Spiel halten (54.), ehe es ein Strafstoß noch mal spannend machte: Jakov Medić bekam den Ball im eigenen Strafraum an den ausgestreckten Arm, Erling Haaland traf vom Punkt zum Anschluss (58.).

Bei diesem blieb es dann aber auch: Nach dem FC Bayern München, der schon in Runde zwei deutlich bei Borussia Mönchengladbach unterlag, ist damit der nächste Favorit auf den Pokalsieg frühzeitig gescheitert. Von den verbliebenen Klubs sind die Gladbacher auch der Letzte, der den Pokal gewinnen konnte: in der Saison 1994/1995.

Nach einer Halbzeit Fußball zum Abgewöhnen zwischen dem VfL Bochum und Mainz 05 waren es die Bochumer, die sich nach der Pause steigerten und einen verdienten Heimsieg einfuhren. Nach 45 Minuten hatte die Mannschaft von Thomas Reis noch in Rückstand gelegen, Karim Onisiwo hatte davon profitiert, dass VfL-Torwart Manuel Riemann einen Fernschuss nur nach vorn abwehren konnte (36.).

Einem Zufallsgegentor ließen die bis hierhin schwachen Bochumer drei eigene Treffer folgen, die alles andere als zufällig, sondern die logische Folge einer viel druckvolleren zweiten Hälfte waren: Nach einem Foul an Elvis Rexhbeçaj verwandelte Miloš Pantović den Strafstoß (56.), kurz darauf veredelte Pantović einen Konter per Heber (59.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Eduard Löwen (80.).

cev