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BVB-Sieg im Pokalfinale: Vier gewinnt

Foto: Kai Pfaffenbach/ REUTERS

DFB-Pokal-Finale Dortmund holt Pokal im vierten Anlauf

Nach drei verlorenen Endspielen in Serie hat Borussia Dortmund endlich den DFB-Pokal gewonnen. Pierre-Emerick Aubameyang erzielte mit seinem 120. BVB-Tor den Siegtreffer. War es sein Abschiedsgeschenk?

Im vierten Endspiel in Folge hat Borussia Dortmund erstmals seit 2012 wieder den DFB-Pokal gewonnen. Gegen Außenseiter Eintracht Frankfurt siegte der BVB in Berlin 2:1 (1:1). Ousmane Dembélé und Pierre-Emerick Aubameyang erzielten die Tore für Dortmund, Ante Rebic hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Für Trainer Thomas Tuchel, dessen Zukunft in Dortmund ungewiss ist, war es der erste große Titel seiner Karriere.

Im Duell des Zweiten gegen den 18. der Rückrundentabelle der Bundesliga war der BVB haushoher Favorit. So begann die Mannschaft auch und ging durch ein Traumtor von Dembélé schon nach acht Minuten in Führung. Nach einem Seitenwechsel auf die rechte Außenbahn bediente Lukasz Piszczek den schnellen Franzosen. Der ließ Jesús Vallejo mit einem Trick aussteigen und traf mit links aus spitzem Winkel unter die Latte.

Erst nach 20 Minuten konnte sich die Eintracht etwas befreien. Rebic, der zuvor schon BVB-Keeper Roman Bürki zu einer Parade gezwungen hatte, glich in der 29. Minute aus. Nach einem Ballverlust von Sokratis schaltete Mijat Gacinovic schnell um und schickte den Kroaten mit einem starken Pass. Rebic hob den Ball diesmal cool an Bürki vorbei zum Ausgleich ins Netz. Frankfurt hätte sogar mit einer Führung in die Pause gehen können, aber Haris Seferovic traf nach einem Doppelpass mit Rebic nur den linken Pfosten.

Reus bleibt verletzt in der Kabine

Zur zweiten Halbzeit musste der erneut verletzte Marco Reus durch Gonzalo Castro ersetzt werden. Dennoch kam der BVB wieder gefestigt aus der Kabine. In der 63. Minute wäre die leichte Überlegenheit der Dortmunder fast belohnt worden, als Dembélé nach einem Solo Aubameyang anspielte. Der Seitfallzieher des Torschützenkönigs der Bundesliga wurde aber von Marco Fabián auf der Torlinie geblockt. Von Fabiáns Bein sprang der Ball an die Latte und dann zurück ins Feld.

Der erneute Führungstreffer war aber nur um wenige Minuten verschoben. In der 69. Minute brachte Eintracht-Keeper Lukás Hrádecky Christian Pulisic im Strafraum zu Fall - überflüssigerweise, denn der Dortmunder hätte den Ball wohl nicht mehr vor der Torauslinie erreicht. Den von Schiedsrichter Deniz Aytekin zu Recht verhängten Foulelfmeter verwandelte Aubameyang mit einem Lupfer in die Mitte des Tors.

Dieser Treffer des abwanderungswilligen Starstürmers reichte dem BVB zum Sieg. Frankfurts Coach Niko Kovac wechselte zwar noch Stürmer Alex Meier ein, aber seine Mannschaft schaffte nicht den erneuten Ausgleich. Die größte Chance der Schlussphase hatte stattdessen erneut Aubameyang, der mit einem Rechtsschuss das Lattenkreuz traf.

Eintracht Frankfurt verpasste mit der Niederlage die Teilnahme an der Europa League, über die sich jetzt der Tabellensiebte der Bundesliga, der SC Freiburg, freuen darf.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:1)
1:0 Dembélé (8.)
1:1 Rebic (29.)
2:1 Aubameyang (67., Elfmeter)
Borussia Dortmund: Bürki - Bartra (76. Durm), Sokratis, Guerreiro - Ginter - Piszczek, Dembélé, Kagawa, Schmelzer (46. Castro) - Aubameyang, Reus (46. Pulisic)
Eintracht Frankfurt: Hrádecky - Hector, Abraham, Vallejo - Chandler (72. Meier), Medojevic (56. Tawatha), Gacinovic, Oczipka - Fabián (79. Blum), Rebic - Seferovic
Gelbe Karten: Dembélé / Gacinovic, Hrádecky, Abraham, Rebic
Schiedsrichter: Aytekin

rae