Sieg gegen Mönchengladbach Brandt schießt Dortmund ins Pokal-Achtelfinale

Es wurde eng für den BVB: Im Zweitrundenspiel gegen Gladbach tat sich Dortmund schwer und geriet in Rückstand. Dann drehte Julian Brandt auf.

Angreifer Julian Brandt (2.v.r.): Pokalheld des BVB
Lars Baron / Getty Images

Angreifer Julian Brandt (2.v.r.): Pokalheld des BVB


Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:0)

Eine Viertelstunde war noch zu spielen, und es sah finster aus für den BVB. Im Zweitrundenspiel des DFB-Pokals gegen Gladbach hatte Dortmund zwar gut begonnen, doch je länger das Spiel dauerte, desto schwächer wurde der zuletzt kriselnde BVB. Dann kam der Auftritt des Julian Brandt.

In der 77. Minute legte der Dortmunder Angreifer zunächst eine Großchance für Jadon Sancho auf - wenn auch aus abseitsverdächtiger Position. Sekunden später erzielte Brandt dann selbst das 1:1, sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde von gleich zwei Gladbachern, Denis Zakaria und Nico Elvedi, abgefälscht. Nur drei Minuten später leitete er seinen zweiten Treffer mit einem spektakulären Hackentrick selbst ein.

Die Treffer fielen mitten rein in ein BVB-Tief. Eigentlich waren die Gastgeber lange spielbestimmend gewesen, Thorgan Hazard hatte mit einem Fernschuss das mögliche 1:0 verpasst (29. Minute). Nachdem Gladbach zu seiner ersten guten Chance gekommen war, Marcus Thuram scheiterte aus kurzer Entfernung an BVB-Keeper Marwin Hitz, baute Dortmund ab.

Gladbachs Thuram profitierte bei einer Flanke von einem Zuordnungsproblem in der BVB-Abwehr und brachte den Tabellenführer der Bundesliga in Führung (71.). Aber Dortmund hatte ja noch Julian Brandt.

Hertha BSC - Dynamo Dresden 5:4 i.E. (3:3, 0:1)

Die Berliner haben nur knapp das Aus gegen den Vorletzten der 2. Liga verhindert. Dresden, das zuletzt vier Liga-Niederlagen in Folge kassiert hatte, startete kampfbetont. Moussa Koné tauchte frei vor Thomas Kraft auf und spitzelte den Ball am Keeper der Hertha zum 1:0 vorbei (36.). In der zweiten Halbzeit drückten die Gastgeber auf den Ausgleich: Marius Wolf flankte in die Mitte, wo der eingelaufene Dodi Lukébakio den Ball aus kurzer Distanz volley ins Dynamo-Tor schoss (48.).

Für die vermeintliche Entscheidung zugunsten des Bundesligisten sorgte Ondrej Duda, der kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen Foulelfmeter verwandelte (85.). Doch Dresden schlug zurück - durch Ex-Herthaner Patrick Ebert Dynamo (89.).

In der Verlängerung schien dann Dresden kurz vorm Sieg. Luka Stor traf für den Außenseiter (107.), doch Jordan Torunarigha schoss in der Nachspielzeit das 3:3 (120.+1). Im Elfmeterschießen parierte Herthas Torhüter Kraft gegen Kevin Ehlers. Danach verwandelte Marko Grujic den entscheidenden Elfmeter.

FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt 1:2 (1:2)

Auch ohne mehrere Stammspieler gewann Frankfurt beim FC St. Pauli. Die Gäste verwandelten bereits ihren ersten Torschuss: Martin Hinteregger flankte aus dem rechten Halbfeld ins Zentrum, wo Bas Dost sich gegen Daniel Buballa durchsetze und per Kopf ins rechte Eck traf (4.). Der Niederländer Dost war es auch, der durch einen Lupfer über Torhüter Korbinian Müller das 2:0 erzielte (17.). Zwar startete die Eintracht deutlich stärker in die Partie, musste allerdings nach einem Handspiel von Hinteregger im eigenen Strafraum einen Elfmeter hinnehmen. Den verwandelte Waldemar Sobota kurz vor der Halbzeit in den rechten Winkel (42.).

Fortuna Düsseldorf - Erzgebirge Aue 2:1 (1:1)

Der Aufreger des Spiels ereignete sich kurz vor der Halbzeit. Da ging Düsseldorfs Erik Thommy im Auer Strafraum zu Boden, angeblich, weil er von Verteidiger Sören Gonther touchiert worden war. Ob das stimmte, ließ sich mittels TV-Bildern nicht sagen. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied jedenfalls auf Elfmeter - einen Videoschiedsrichter, der mögliche Fehlentscheidungen korrigieren kann, gibt es in den ersten Pokalrunden nicht. So traf Rouwen Hennings per Foulelfmeter zum Ausgleich (45.).

Zuvor hatte Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier es in der 13. Minute nicht geschafft, eine Flanke zu klären, und so kam Florian Krüger frei zum Schuss und erzielte das 1:0. Nach dem Ausgleich war der Bundesligist dem Zweitligisten überlegen; Kasim Adams erzielte in der 75. Minute das Düsseldorfer Siegtor.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Textversion hieß es, Herthas Thomas Kraft habe Karim Rekiks Elfmeter pariert und Davie Selke den entscheidenden Elfmeter verwandelt. Tatsächlich hielt Kraft gegen Kevin Ehlers, und den letzten Elfmeter schoss Marko Grujic.

mjm/mon



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