DFB-Pokal Die Wölfinnen entscheiden das Achtelfinale beim FC Bayern kurz vor Schluss für sich

Der VfL Wolfsburg wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zieht nach einem Sieg gegen Bayern ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Damit hat der VfL weiter die Chance auf den sechsten Gewinn in Serie.

Der VfL Wolfsburg hat noch immer die Chance den DFB-Pokal zum sechsten Mal zu gewinnen
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Der VfL Wolfsburg hat noch immer die Chance den DFB-Pokal zum sechsten Mal zu gewinnen


Der VfL Wolfsburg zieht ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Beim FC Bayern München gewann der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga 3:1 (1:1). Die Treffer für Wolfsburg erzielten Ewa Pajor (21. Minute und 90.+5) und Dominique Bloodworth (85.). Zuvor hatte Jovana Damnjanovic (45.) für den Ausgleich der Gastgeber gesorgt. Wolfsburg holte den DFB-Pokal zuletzt fünfmal in Serie, zuletzt 2018 mit einem Finalsieg im Elfmeterschießen gegen München.

Beim Führungstreffer des VfL half Münchens Torhüterin Laura Benkarth mit: Sie verschätzte sich beim Versuch, einen langen Ball an der eigenen Strafraumkante zu klären, und wurde von Pajor überlupft. Dabei prallte der Ball an den linken Pfosten, ehe Wolfsburgs Top-Torjägerin den Ball im zweiten Anlauf ins Netz köpfte.

Offensiv fehlte den Münchnerinnen danach jede Kreativität. Jovana Damnjanovic nutzte allerdings kurz vor der Pause den ersten Torschuss der FCB-Frauen: Linda Dallmann zog auf links drei Gegenspielerinnen auf sich, schaffte es aber dennoch, den Ball auf Damnjanovic durchzustecken. Die Serbin bezwang Keeperin Hedvig Lindahl aus kurzer Distanz (45.) und erzielte den Ausgleich.

Die Entscheidung fiel nach einem Eckball kurz vor Schluss: Bloodworth nutzte einen Torwartfehler von Benkarth im zweiten Versuch zum Führungstreffer. In der Nachspielzeit verlagerten die Bayern nochmal alles nach vorne, was Pajor mit einem Konter bestrafte. Die Polin mussten den Ball nur noch ins leere Tor zirkeln.

Nach dem Duell im Pokal-Achtelfinale müssen die Münchnerinnen nicht lange auf die nächste Revanche warten. Schon am 23.11. treffen die beiden in der Bundesliga erneut aufeinander, dann allerdings in Wolfsburg.

FC Bayern München - VfL Wolfsburg 1:3 (1:1)
0:1 Pajor (21.)
1:1 Damnjanovic (45.)
1:2 Bloodworth (85.)
1:3 Pajor (90.+5)
München: Benkarth - Hendrich, Wenninger (87. Islacker), Laudehr, Simon - Magull, Lohmann, Skorvankova (67. IIlestedt), Beerenstyn, Dallmann (77. Schweers) - Damnjanovic
Wolfsburg: Lindahl - Wedemeyer (62. Doorsoun), Goeßling, Bloodworth, Maritz (80. Wolter) - Rauch, Engen, Popp, Gunnarsdottir - Pajor, Harder (61. Rolfö)
Schiedsrichterin: Katrin Rafalski
Gelbe Karten: Ilestedt / Goeßling, Popp
Zuschauer: 1400

Weitere Ergebnisse:
FFC Frankfurt - Bayer Leverkusen 0:1
TSG Hoffenheim - FF USV Jena 6:1
SC Freiburg - Turbine Potsdam 2:3
Werder Bremen - SC Sand 0:2

mjm

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
Der_schmale_Grat 16.11.2019
1. Bitte korrigieren
"Wolfsburg holte den DFB-Pokal zuletzt fünfmal in Serie, zuletzt 2018 mit einem Finalsieg." Merrci! - - - - Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert. Redaktion Forum
Der_schmale_Grat 17.11.2019
2. Danke, der Fehler ist immer noch da
Aber da ich der einzige bin, den es interessiert, ist es auch nicht weiter tragisch. Vielleicht gab es ja auch ein Finale 2019, welches ich mit meiner kleinen Tochter angesehen habe? Als Tipp: WOB gewnn 1:0 gegen das Überraschungsteam aus der letzten Saison.
radbodserbe 17.11.2019
3. Die Zuschauerresonanz war erschreckend
Zwar ereifern sich auch hier im Forum immer wieder einige Leute, wenn die Leistungen und Ergebnisse des Frauennationalteams nicht den Erwartungen entspricht und fordern sofort personelle Konsequenzen, aber mit Frauenfußball an sich kann sich bis heute wohl nur eine Minderheit bei uns wirklich anfreunden. Selbst bei einem Pokalspiel zwischen den seit Jahren besten Teams in Deutschland schafften nur 1400 Zuschauer den Weg ins Stadion in München. Bei einer Mitgliederzahl von ca. 300000 allein beim Gastgeberverein nicht gerade "berauschend". Gerechter Sieg für "gewohnt" überlegende Wolfsburgerinnen, begünstigt durch 2 Aussetzer der Münchner Torhüterin. Eine spielerische Werbung war das Spiel über weite Strecken leider nicht, auch weil die Gäste zu überlegen waren und ein anderer Ausgang nur mit viel "Dusel" möglich gewesen wäre. Die Leistungsdifferenzen selbst innerhalb der Frauenbundesliga sind schon sehr gewaltig und nehmen viel Spannung.
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