Pokal-Achtelfinale Dortmunds B-Elf gewinnt mühelos in Saarbrücken

Es war das Spiel des Jahres für den 1. FC Saarbrücken, doch gegen die übermächtigen Gäste aus Dortmund hatte der Drittligist am Ende keine Chance. Mit zwei Toren und einer beinahe komplett ausgetauschten Mannschaft gewann der BVB souverän und zog ins Viertelfinale ein.

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Hamburg - Borussia Dortmund hat mit seinem nahezu letzten Aufgebot ohne große Probleme das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. Gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken gewann die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp 2:0 (1:0). Den Führungstreffer erzielte Julian Schieber per Kopf in der 19. Minute, Jonas Hofmann erhöhte zum 2:0 (48. Minute).

Klopp schickte zunächst eine Mannschaft aufs Feld, in der neben den angeschlagenen Marco Reus, Nuri Sahin und Sven Bender auch Lukasz Piszczek, Jakub Blaczszykowski, Robert Lewandowski und Roman Weidenfeller fehlten. Der BVB übernahm trotzdem von Beginn an die Kontrolle und hatte schnell zwei gute Chancen. Erst scheiterte Pierre-Emerick Aubameyang (12.) an Saarbrückens Torhüter Timo Ochs, drei Minuten später brachte Henrich Mchitarjan den Ball völlig freistehend nicht ins Tor.

Mit viel Einsatzwillen versuchte der Tabellen-19. der 3. Liga vor 30.931 Zuschauern im ausverkauften Ludwigspark, den Dortmunder Spielfluss zu stören, fanden aber kaum ein Mittel. Das Führungstor des BVB durch Schieber schien wie die logische Konsequenz.

In der Folge sahen die Zuschauer in fast regelmäßigen Abständen Möglichkeiten der Gäste, die das Spiel eigentlich schon zur Pause für sich hätten entscheiden können.

Die Angriffsversuche der Gastgeber, die Werder Bremen und Zweitligist SC Paderborn ausgeschaltet hatten, endeten zumeist spätestens an der Strafraumgrenze. Allerdings hatte der BVB Glück, als Saarbrückens Marcel Ziemer (37.) das Tor nach einem langen Pass mit einer Direktabnahme nur um Zentimeter verfehlte.

Klopp: "Sehr, sehr zufrieden"

Dortmund rückte die Verhältnisse kurz nach der Pause wieder zurecht. Eine scharfe Flanke von Schieber vollendete Hofmann volley aus fünf Metern. Trotz der komfortablen Führung hielt der BVB das Tempo hoch, Saarbrücken versuchte mit aller Kraft, dagegen anzugehen. Raum für eigene Angriffe bot sich so kaum noch.

Klopp brachte Blaszczykowski für Pierre-Emerick Aubameyang, Piszczek für Kevin Großkreutz und Marvin Ducksch für Mchitarjan, doch sie hatten keine andere Aufgabe mehr, als den verdienten und ungefährdeten Dortmunder Sieg über den Schlusspfiff zu bringen.

Einzig mit der Chancenverwertung haderte Klopp im Anschluss: "Da hätten wir noch ein bisschen konsequenter sein können", sagte der Trainer. Ansonsten sei er "sehr, sehr zufrieden. Hier roch es nicht eine Sekunde nach Sensation, das war die entscheidende Sache. Die Jungs mit wenig Spielpraxis haben ein phantastisches Spiel gemacht."

Auch sein Saarbrücker Kollege Milan Sasic war trotz der Niederlage nicht unglücklich über den Verlauf des Duells: "Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht verstecken wollten. Ich kann der Mannschaft insgesamt keinen großen Vorwurf machen, wir können mit dem Ergebnis leben", sagte er.

1. FC Saarbrücken - Borussia Dortmund 0:2 (0:1)
0:1 Schieber (19.)
0:2 Hofmann (49.)
Saarbrücken: Ochs - Falkenberg, Fischer, Knipping, Marque - Forkel (79. Tim Kruse), Raffael Korte - Plut, Deville (63. Humbert), Hoffmann - Ziemer (46. Rathgeber)
Dortmund: Langerak - Großkreutz (66. Piszczek), Manuel Friedrich, Sokratis, Durm - Kirch, Kehl - Hofmann, Mchitarjan (76. Ducksch), Aubameyang (66. Blaszczykowski) - Schieber
Schiedsrichter: Fritz (Korb)
Zuschauer: 30.931 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Raffael Korte, Knipping

psk/sid

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sebastian.teichert 04.12.2013
1. -.-
Und da versteh ich es dann nicht mehr... Die spiele werden langsam im Ausland übertragen im "Free tv" und die Herren Klopp und Konsortien haben nichts besseres zu tun als mit den schlechtesten Spielern irgendwie nen 0:2 zustande zu bringen... -.- Natürlich kann ich es verstehen, wenn man Spieler schonen will! Kann man aber auch nen buli Spiel nehmen!
lasloo 04.12.2013
2. Magerkost
Die Sasic-Truppe war komplett überfordert, hinterließ einen lustlosen,talentfreien,harmlosen Eindruck. Man(n) konnte meinen hier spielt eine Thekenmannschaft nach drei Tagen Ballerman. Der Absieg in die absolute Bedeutungslosigkeit(Regionalliga) ist wohl unvermeidbar. Tradition gewinnt nunmal keine Spiele! Die letzten drei Jahren, unter der Leitung von Herrn Luginger, brachten den FCS zum Stillstand. Es ist zu hoffen, das er keine Gelegenheit bekommt, nochmals eine Profi-Fußballmannschaft zu trainieren
Traffical 04.12.2013
3.
Naja, nichts gegen Saarbrücken, die freuen sich ja wie bolle wenn die gegen den BVB spielen dürfen. Nur der Krankenstand beim BVB in diesem Herbst, der macht schon sehr nachdenklich, ich denke die verspielen in diesem Herbst die ganze Saison.
asfcb 04.12.2013
4.
Immer dieses Gejammere beim BVB über ihre Verletzten. Wenn man es versäumt einen breiten Kader aufzustellen ist man selbst schuld. Man vergleiche die Verletztenlisten des FC Bayern und des BVB und kommt zu dem Schluß, dass sich Dortmund gar zu wohl in seiner Jammerrolle gefällt. In 20 Jahren kriegt mann wahrscheinlich noch vorgejammert: Damals, 2014, hätten wir die Championsleague gewonnen, wenn sich nicht unser Kloppo einen ganz argen Schnupfen eingehandelt hätte. An dem Schnupfen allerdings war der böse FCB schuld. So, jetzt aber guten Morgen :)
Da_Judge 04.12.2013
5. Wer jammert denn hier.
Hier scheint jemand was zu verwechseln. Beim BVB jammert doch keiner wegen den Verletzten und den Konsequenzen. Wo steht das oben? Ich lese nur wie Trainer Klopp seine Mannschaft lobt. Mehr nicht! Nur weil die Medien in jedem Artikel davon schreiben weil sie 1:1 zusammen zählen wird dem BVB Gejammer vorgeworfen! Wenn ich so etwas schon lese. Im Gegenteil: Die BVB-Verantwortlichen haben sogar mehrfach begründet, warum es keinen Sinn macht vor der Saison 22 gleichwertige Spieler einzukaufen. Weil Sie es sich halt noch nicht leistern können und es keinen Sinn macht...
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