DFB-Pokal Rebic rettet Frankfurt mit Hattrick gegen Mannheim

Zweimal lag Eintracht Frankfurt beim Drittligisten Waldhof Mannheim zurück - dann kam Ante Rebic. Paderborn und der FC St. Pauli mussten bei Regionalligisten ins Elfmeterschießen.
Ante Rebic traf dreifach für Eintracht Frankfurt in Mannheim

Ante Rebic traf dreifach für Eintracht Frankfurt in Mannheim

Foto: Ronald Wittek/EPA-EFE/REX

Waldhof Mannheim (3. Liga) - Eintracht Frankfurt (Bundesliga) 3:5 (2:2)

In einem dramatischen Pokalspiel hat sich Eintracht Frankfurt zu einem 5:3 (2:2) gegen SV Waldhof Mannheim gekämpft. Der Außenseiter, dem vergangene Saison der Aufstieg in die dritte Liga gelungen war, ging schon in der 3. Minute in Führung, als Kevin Trapp einen ungefährlichen Schuss vor Maurice Devilles Füße klärte, der zu Valmir Sulejmani in der Mitte querlegte. Nur acht Minuten später setzte sich der Stürmer im Eins-gegen-eins gegen Martin Hinteregger durch und erhöhte auf 2:0 (11. Minute).

Noch vor der Halbzeit gelang den Gästen jedoch der Ausgleich. Erst traf Daichi Kamada (21.), dann brachte Filip Kostic den Ball mit einem flachen Distanzschuss im Tor unter (45.+1). Waldhof ging sogar erneut in Führung, als Jan-Hendrik Marx nach einem Ballverlust Kostics aus rund 25 Metern abzog (73.) - doch Frankfurt drehte das Spiel. Eine abgefälschte Flanke landete bei Ante Rebic am zweiten Pfosten, der das 3:3 erzielte (76.) und wenig später nach Vorarbeit von Dominik Kohr sein Team erstmals in Führung brachte (82.). Mit seinem dritten Tor entschied der Kroate in der 88. Minute das Spiel endgültig.

SV Rödinghausen (Regionalliga) - SC Paderborn (Bundesliga) 5:7 n.E. (0:2, 3:3)

Große Probleme hatte Bundesliga-Aufsteiger Paderborn im Ostwestfalen-Derby gegen den SV Rödinghausen. Erst im Elfmeterschießen konnten sich die Paderborner 7:5 (0:2, 3:3) durchsetzen. Dabei hatten Paderborns Kapitän Uwe Hünemeier mit einem stark geschossenen Freistoß (29.) und Christopher Antwi-Adjej (43.) für eine komfortable Halbzeitführung gesorgt.

Rödinghausen hatte im vergangenen Jahr in der ersten Runde Dynamo Dresden im Elfmeterschießen besiegt und war in der zweiten Runde erst durch ein 1:2 gegen den späteren Pokalsieger Bayern München ausgeschieden. Mit diesem Selbstvertrauen kam der Außenseiter nach der Halbzeit noch einmal heran: Simon Engelmann erzielte nach der Pause den Anschlusstreffer (53.).

Nachdem Paderborn durch Streli Mamba die Führung ausbauen konnte (73.), schien die Partie entschieden. Doch Rödinghausens Trainer Enrico Maaßen hatte noch einen Joker in der Hinterhand. In der 70. Minute brachte er Lars Lokotsch, der mit zwei Treffern innerhalb von nur fünf Minuten das Spiel ausglich (80. und 85.).

Lokotsch war es dann auch, der nach der Verlängerung als erstes zum Elfmeterschießen antrat. Seinen Versuch hielt aber Paderborns Torhüter Jannik Huth stark. Nachdem Huth auch gegen Tobias Steffen parierte, traf Cauly Olivieira Souza zum Sieg für den Bundesligisten.

Nach dem entscheidenden Elfmeter fielen sich Souza und Huth in die Arme

Nach dem entscheidenden Elfmeter fielen sich Souza und Huth in die Arme

Foto: Lars Baron/Getty Images

VfL Osnabrück (2. Bundesliga) - RB Leipzig (Bundesliga) 2:3 (1:3)

RB Leipzig ist ebenfalls in die nächste Pokalrunde eingezogen. Gegen den Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück hatte der Bundesligist aber mehr Mühe als gedacht. Eine frühe Führung der Leipziger durch Marcel Sabitzer(7.) glich Osnabrücks Etienne Amenyido nur kurze Zeit später aus (9.).

In der Folge drängte der Außenseiter sogar auf den Führungstreffer, musste nach einer halben Stunde aber einen Leipziger Doppelschlag hinnehmen: Lukas Klostermann staubte nach einer starken Parade von Osnabrücks Torhüter Nils Körber gegen einen Kopfball von Timo Wernerab (29.). Im Anschluss ließ sich Osnabrück auskontern, nach Vorarbeit von Yussuf Poulsen traf Marcel Sabitzer zum 3:1 (31.).

Nach einem Handspiel von Klostermann nutzte Marcos Alvarez zwar noch die Chance vom Elfmeterpunkt zum Anschlusstreffer (74.), in einer hektischen Schlussphase rettete Leipzig den Sieg aber über die Zeit.

VfB Lübeck (Regionalliga) - FC St. Pauli (2. Bundesliga) 6:7 n.E. (1:0, 3:3)

Der FC St. Pauli hat das Nordduell beim VfB Lübeck 7:6 im Elfmeterschießen für sich entschieden, nachdem die 120 Minuten zuvor 3:3 (0:1) geendet waren. Zunächst waren die Gäste aus Hamburg früh in Rückstand geraten, weil Yannick Deichmann den VfB nach Vorlage von Marvin Thiel in Führung gebracht hatte (9.) Noch im ersten Durchgang hätte St. Pauli einen Elfmeter bekommen müssen, als Christian Conteh von Daniel Halke im Strafraum gefoult wurde (31.).

Kurz nach Wiederanpfiff traf Thiel selbst nach Zuspiel von Ahmet Arslan. St. Paulis Mats Møller Dæhli fälschte den Ball noch entscheidend ab (55.), doch das 2:0 hielt nicht lange. Zunächst erzielte Waldemar Sobota den Anschlusstreffer (63.), dann glich Dimitris Diamantakos per Kopfball aus (66.), sodass es eine halbe Stunde obendrauf gab. Zu Beginn der Verlängerung köpfte St. Paulis Marvin Knoll nach einem Eckball ein (94.) - das Siegtor war es aber nicht, denn Arslan kam in der 115. Minute auf der linken Seite zum Abschluss und schon den Ball an Torwart Robin Himmelmann vorbei ins lange Eck.

Noch bevor es ins Elfmeterschießen ging, sah Diamantakos für eine Tätlichkeit gegen den Lübecker Torhüter Lukas Raeder die Rote Karte (119.). Vom Punkt zeigte St. Pauli die stärkeren Nerven und ging mit dem ersten Schuss in Führung, weil Arslan den Ball weit über das Tor schoss. Raeder glich mit einer Parade gegen Niklas Hoffmann aus und hatte bei Christopher Buchtmanns Versuch Pech, dass dass ihm der Ball unter dem Körper durchrutschte. Die Entscheidung brachte schließlich Lübecks Miguel Fernandes, der mit einem Schuss in die Mitte an Himmelmann scheiterte.

Den entscheidenden Elfmeter parierte St. Paulis Robin Himmelmann mit dem Fuß

Den entscheidenden Elfmeter parierte St. Paulis Robin Himmelmann mit dem Fuß

Foto: Martin Rose / Getty Images

1. FC Saarbrücken (Regionalliga) - SSV Jahn Regensburg (2. Bundesliga) 3:2 (0:0)

Jahn Regensburg hat in der Schlussviertelstunde gegen den 1. FC Saarbrücken eine Führung verspielt und 3:2 (0:0) verloren. Zunächst war es dem Zweitligisten noch gelungen, das Spiel zu drehen. Nach einer torlosen ersten Hälfte hatte Saarbrückens Gillian Jurcher das erste Tor der Begegnung erzielt (53.), anschließend brachten Max Besuschkow (64.) und Marco Gruttner (74.) die Regensburger in Führung. Nur wenige Minuten später traf Manuel Zeitz nach einer Flanke von Fanol Perdedaj zum Ausgleich (77.), bevor Gillian Jurcher in der Nachspielzeit das umjubelte Siegtor für die Gastgeber schoss (90.+3).

Die weiteren Ergebnisse vom Nachmittag:
MSV Duisburg (3. Liga) - SpVgg Greuther Fürth (2. Bundesliga) 2:0
Germania Halberstadt (Regionalliga) - Union Berlin (Bundesliga) 0:6 (0:1)
VfB Eichstätt (Regionalliga) - Hertha BSC (Bundesliga) 1:5 (0:3)
FC Oberneuland (Oberliga) - SV Darmstadt (2. Bundesliga) 1:6 (0:3)
FSV Salmrohr (Oberliga) - Holstein Kiel (2. Bundesliga) 0:6 (0:1)

mrk/hba
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