DFB-Pokal Bayern gelingt lockerer Sieg beim HSV

Souveräner Auftritt des FC Bayern: Die Münchner haben ihr Pokalspiel beim Hamburger SV 3:1 gewonnen. Auch Gladbach, Hoffenheim und Wolfsburg setzten sich durch.

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Hamburg - Vor sechs Wochen konnte der Hamburger SV sich gegen den FC Bayern Selbstbewusstsein holen, dieses Mal war das Team von Joe Zinnbauer chancenlos. Mitte September hatte der HSV den Münchnern in der Bundesliga ein 0:0 abgetrotzt, am Mittwochabend mussten die Gastgeber sich 1:3 (0:2) geschlagen geben.

Die Bayern-Tore erzielten Robert Lewandowski (7. Minute), David Alaba (44.) und Franck Ribéry (55.), für den HSV traf Pierre-Michel Lasogga (85.). Bereits nach einer Stunde konnte Josep Guardiola einige Stars für das Top-Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstag schonen (18.30 Uhr). Deutlich vor Ende des Spiels wechselte der Bayern-Trainer Philipp Lahm, Xabi Alonso und Lewandowski aus.

In der Münchner Startformation ersetzten Ribéry und Jérôme Boateng die Teamkollegen Mario Götze und Medhi Benatia. Beim HSV spielte Lewis Holtby von Beginn an, Rafael van der Vaart saß nur auf Bank. Auch Petr Jiracek durfte auflaufen, der Tscheche musste allerdings bereits nach 17 Minuten verletzt ausgewechselt werden.

Die Gäste gingen früh in Führung, sie profitierten von einem schweren Fehler des HSV-Abwehrspielers Heiko Westermann. Eine Rückgabe zu Torhüter Jaroslav Drobny geriet Westermann viel zu kurz, Thomas Müller holte sich den Ball und passte zu Lewandowski. Der Bayern-Stürmer schoss zunächst Johan Djourou an, im zweiten Versuch brachte er den Ball dann im Tor der Hamburger unter (7.).

Nur 13 Minuten später jubelten die Bayern-Spieler erneut - doch der Treffer von Müller zählte nicht. Alaba hatte einen Steilpass von Lewandowski noch berührt, dabei stand Müller im Abseits.

Der HSV musste trotzdem noch in der ersten Hälfte den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Kurz vor der Pause zog Alaba aus 25 Metern ab, Drobny schätzte die Flugbahn des Balles falsch ein und konnte den Schuss nicht parieren (44.). Offensiv brachten die Gastgeber kaum etwas zustande, die Bayern beherrschten die Partie.

Im zweiten Durchgang sorgte Ribéry dann rasch für die Entscheidung: Er zog von der linken Seite in die Mitte und schoss mit rechts aus 17 Metern auf das Hamburger Tor. Der Ball wurde von Djourou noch abgefälscht, diesmal hatte Drobny keine Chance (55.).

Damit war die Spannung raus, die Bayern ließen es nun ruhiger angehen. Trotzdem erspielten sie sich noch Chancen: In der 73. Minute nahm Ribéry einen langen Ball volley, Drobny war mit einer Hand zur Stelle und verhinderte einen zweiten Treffer des Franzosen. Fünf Minuten später verpasste der eingewechselte Claudio Pizarro eine Hereingabe von Alaba im Fünfmeterraum.

Der HSV rannte weiter Ball und Gegner hinterher, konnte sich aber im Gegensatz zur ersten Hälfte einige Gelegenheiten erspielen. Immer beteiligt: Lasogga. Der Stürmer scheiterte in der 68. Minute mit einem Schuss von außerhalb des Strafraums an Manuel Neuer, wenig später setzte er einen Kopfball über das Tor.

Fünf Minuten vor dem Ende gelang Lasogga doch noch ein Treffer: Der eingewechselte van der Vaart erlief einen Querpass von Nicolai Müller im Strafraum und flankte den Ball in die Mitte. Dort stand Lasogga am Fünfer frei und köpfte den Ball ins Tor.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:1)

Borussia Mönchengladbach hat seine Erfolgsserie auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Die Rheinländer gewannen ihre Partie bei Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0). Am Sonntag gegen Hoffenheim kann die Borussia den Vereinsrekord aus der Saison 1970/71 mit 17 Spielen ohne Niederlage einstellen.

Thorgan Hazard (17.) und Ibrahima Traoré (67.) schossen die Gäste vor 46 500 Zuschauern in der Frankfurter Fußball-Arena erstmals seit drei Jahren wieder ins Pokal-Achtelfinale. Der Anschlusstreffer des Tschechen Vaclav Kadlec (89.) kam zu spät.

VfL Wolfsburg - FC Heidenheim 4:1 (2:1)

Auch der VfL Wolfsburg ist souverän ins Achtelfinale eingezogen. Der Tabellendritte der Bundesliga gewann sein Zweitrundenspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim 4:1 (2:1) und blieb im elften Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Die Tore für den VfL erzielten Daniel Caligiuri (28.), Bas Dost (43.) und Luiz Gustavo mit einem Doppelpack (65./78.). Kapitän Marc Schnatterer (12.) hatte den Außenseiter zunächst in Führung gebracht.

1899 Hoffenheim - FSV Frankfurt 5:1 (2:0)

Roberto Firmino hat die TSG 1899 Hoffenheim ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt. Wenige Tage nach seiner erstmaligen Berufung in die "Seleção" glänzte der Brasilianer beim 5:1 (2:0) gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt als Vorbereiter und Vollstrecker. Vor 11.441 Zuschauern leitete der 23-Jährige zunächst die Treffer von Sven Schipplock (23.) und Yannik Vestergaard (45.+3) ein, ehe er mit einem Traumtor per Fallrückzieher für die Entscheidung sorgte (57.) und seine überragende Leistung in der Schlussminute mit dem 5:1 krönte. Das vierte Hoffenheimer Tor hatte Anthony Modeste erzielt (72.), der Frankfurter Ehrentreffer gelang André Schembri (80.).

2. Runde des DFB-Pokals 2014/2015
    Bundesliga - Bundesliga
    Hamburger SV - FC Bayern München 1:3
    Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:2

    Bundesliga - 2. Bundesliga
    FC St. Pauli - Borussia Dortmund 0:3
    VfL Wolfsburg - 1. FC Heidenheim 4:1
    1860 München - SC Freiburg 2:5
    1899 Hoffenheim - FSV Frankfurt 5:1
    VfR Aalen - Hannover 96 2:0

    Bundesliga - 3. Liga
    Chemnitzer FC - Werder Bremen 0:2
    Arminia Bielefeld - Hertha BSC 4:2 i. E.
    MSV Duisburg - 1. FC Köln 1:4 i. E.

    Bundesliga - Regionalliga
    1. FC Magdeburg - Bayer Leverkusen 4:5 i. E.

    2. Bundesliga - 2. Bundesliga
    1. FC Kaiserslautern - SpVgg Greuther Fürth 2:0
    RB Leipzig - Erzgebirge Aue 3:1 n. V.

2. Bundesliga - 3. Liga
Dynamo Dresden - VfL Bochum 2:1 n. V.

2. Bundesliga - Regionalliga
Kickers Offenbach - Karlsruher SC 1:0
Würzburger Kickers - Eintracht Braunschweig 0:1

cte

insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
nordish_by_nature 29.10.2014
1. echt jetzt?
der artikel über den Bayern Sieg erscheint, noch während die reguläre Spielzeit läuft??
carlkontermann 30.10.2014
2.
Gähn...sowas passiert, wenn eine Mannschaft den stärlsten Ligakonkurrenten schwächt. So eine langweile Liga bzw. Pokal. Ich schaue lieber interessante Ligen wie z.b. England, da kämpfen wenigstens mehrere Teams um den Titel und es ist nicht so gähnend langweilig. Alle Teams ausser Bayern werden sich europäisch auch wieder blamieren. Die Vorrunde zählt in der Hinsicht nicht, weil da jede Menge Schlachtvieh dabei ist und ein blindes Huhn wie LKusen auch mal ein Korn findet. Ab dem Achtelfinale heisst es wieder nur noch Bayern da die anderen abgeschossen werden. (Erinnerung an Barca-Leverkusen z.b.)...Weltmeisterliga? *lol* One-Team-League, Langweilerliga.
Greg84 30.10.2014
3.
Zitat von carlkontermannGähn...sowas passiert, wenn eine Mannschaft den stärlsten Ligakonkurrenten schwächt. So eine langweile Liga bzw. Pokal. Ich schaue lieber interessante Ligen wie z.b. England, da kämpfen wenigstens mehrere Teams um den Titel und es ist nicht so gähnend langweilig. Alle Teams ausser Bayern werden sich europäisch auch wieder blamieren. Die Vorrunde zählt in der Hinsicht nicht, weil da jede Menge Schlachtvieh dabei ist und ein blindes Huhn wie LKusen auch mal ein Korn findet. Ab dem Achtelfinale heisst es wieder nur noch Bayern da die anderen abgeschossen werden. (Erinnerung an Barca-Leverkusen z.b.)...Weltmeisterliga? *lol* One-Team-League, Langweilerliga.
Bayern hat Dortmund in der Liga auch wieder weit hinter sich gelassen, bevor Götze nach Dortmund gewechselt ist. Wenn man jetzt den Lewandowski- Wechsel für Dortmund schlechten Start verantwortlich machen will, sucht man in meinen Augen nur dringend eine Ausrede. Der Kader ist immer noch stark genug, um zu hause gegen Hannover gewinnen zu können.
McManaman 30.10.2014
4. Langeweile?
Brillanter Fußball, wie ihn Bayern spielt, ist nie langweilig, sondern ein Ereignis, ein Genuss. Noch ist die Liga außerdem nicht entschieden. Bayerns schärfster Liga-Konkurrent, Gladbach, liegt gerade einmal vier Punkte zurück. Dortmund hatte auch schon mit Götze und Lewandowski 25 Punkte Rückstand auf Bayern. Ferner würde Bayern momentan jede Liga der Welt souverän dominieren, mit Ausnahme der spanischen, wo sich Real und evtl. Barca auf Augenhöhe befinden.
styxx66 30.10.2014
5. xxx
Einen "lockeren" Sieg der Bayern, konnte ich nicht erkennen. Der HSV war ein starker Gegner und die Bayern mussten alles geben, um zu diesem Sieg zu gelangen. Dieser Artikel ist eine Herabwürdigung der starken Leistung des HSV.
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