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30. Oktober 2018, 22:37 Uhr

DFB-Pokal

Bayern müht sich gegen Rödinghausen in die dritte Runde

Starker Start, mühsames Finish: Gegen Regionalligist Rödinghausen hat sich der FC Bayern zum Erfolg gezittert. Der Hamburger SV siegte dank Pierre-Michel Lasogga souverän bei Wehen Wiesbaden.

SV Rödinghausen - FC Bayern München 1:2 (0:2)

Der FC Bayern ist gegen den SV Rödinghausen aus der Regionalliga West nur mit Mühe in die dritte Runde eingezogen. Sandro Wagner brachte den Rekordmeister nach nur acht Minuten mit einem sehenswerten Volleytreffer in Führung, Thomas Müller erhöhte per Foulelfmeter auf 2:0 (13.). Nur zehn Minuten später gab es den nächsten Strafstoß nach Foul an Leon Goretzka, doch Renato Sanches verpasste es, weiter zu erhöhen.

Im zweiten Durchgang wurde Rödinghausen mutiger und kam zum Erfolg: Nach einer Hereingabe von Kelvin Lunga entwischte Linus Meyer Rafinha und erzielte den Anschlusstreffer (51.). Torwart Niclas Heimann wahrte mit einer starken Parade gegen Franck Ribéry die Hoffnung des Regionalligisten (75.) - doch offensiv reichte es nicht mehr, um das Spiel zu drehen.

SV Wehen Wiesbaden - Hamburger SV 0:3 (0:1)

Durch einen gut aufgelegten Pierre Michel Lasogga hat der Hamburger SV sein Zweitrundenspiel bei Drittligist Wehen Wiesbaden gewonnen. Der Stürmer erzielte Mitte des ersten Durchgangs mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz die Führung (21. Minute). Der Ball wäre für SVWW-Keeper Markus Kolke durchaus haltbar gewesen. Chancenlos war er hingegen, als der HSV-Angreifer nach Kopfballablage von Fiete Arp in der 51. erneut wuchtig vollendete. In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Douglas Santos zum 3:0-Endstand.

Gefährdet wurde das Weiterkommen weniger durch den Gegner als durch die eigenen Fans: Weil die im Gästeblock gleich mehrfach Pyrotechnik abgebrannt wurde, unterbrach Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck die Partie nach dem zweiten Treffer und drohte mit einem Spielabbruch.

1. FC Heidenheim - SV Sandhausen 3:0 (2:0)

Der 1. FC Heidenheim steht zum dritten Mal im Achtelfinale des DFB-Pokals. Im Zweitligaduell gegen den SV Sandhausen waren die Heidenheimer das effektivere Team - zwei Chancen reichten dem Team von Trainer Frank Schmidt, um komfortabel in Führung zu gehen. Es waren gerade einmal acht Minuten gespielt, als der Sandhäuser Spielführer Stefan Kulovits Niklas Dorsch foulte. Marc Schnatterer verwandelte den Elfmeter - 1:0. Auch am zweiten Tor des Abends war Schnatterer beteiligt. Seine Flanke landete bei Tim Skarke, der überlegt zu Nikola Dovedan ablegte. Der Stürmer traf aus der Drehung (19.).

Sandhausen spielte zwar gut mit, agierte aber bei zwei Chancen von Korbinian Vollmann (29., 30.) zu sorglos und hatte nach der Pause sogar noch Glück, dass Schiedsrichter Sven Waschitzki nach einem Foul von Tim Kister an Dovedan nicht erneut auf Strafstoß für Heidenheim entschied. Kurz vor Ende der Partie machte Dovedan dann mit seinem zweiten Treffer alles klar (86.).

FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05 3:2 n.V. (2:2, 1:2)

Verlängerung können die Augsburger einfach: Die letzten fünf FCA-Spiele, die in die Verlängerung gingen, gewann das Team allesamt. Gegen Mainz machte die Mannschaft von Manuel Baum das halbe Dutzend voll. Und wie: Es lief bereits die 105. Minute im Spiel gegen den FSV Mainz, als Caiuby eine Flanke von Alfred Finnbogason ins Tor wuchtete. Es war das 3:2, der FCA hatte das Spiel gedreht und zum siebten Mal in den vergangenen zehn Jahren das Achtelfinale erreicht.

Danach hatte es bis wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nicht ausgesehen. Philipp Mwene hatte Mainz in Führung gebracht (19.), ehe ein Eigentor von Stefan Bell für den Ausgleich sorgte (40.). Kurz vor der Pause hatte Robin Quaison erneut für die Rheinhessen getroffen. Und so hatte es bis zur 86. Minute nach einem Ausscheiden des FCA ausgesehen - bis Michael Gregoritsch zum zwischenzeitlichen 2:2 traf und so die Verlängerung erst ermöglichte.

tbe/tip

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