DFB-Pokal Schalke braucht gegen Schweinfurt noch mehr Anlauf als ohnehin schon

Schalke hat es mit Verspätung in die zweite Pokalrunde geschafft. Gegen Regionalligist Schweinfurt lief Schalke nur kurz einem Rückstand hinterher. Es ist der erste Pflichtspielsieg des Bundesligisten seit Februar.
Schalkes Nabil Bentaleb (links) im Zweikampf mit Schweinfurts Adam Jabiri

Schalkes Nabil Bentaleb (links) im Zweikampf mit Schweinfurts Adam Jabiri

Foto:

Lukas Schulze / Getty Images

Mit Verspätung ist Schalke 04 in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim 4:1 (2:1) gegen den Regionalligisten 1. FC Schweinfurt reichten dem Bundesligisten fünf Minuten in der ersten Hälfte, um die Partie zu entscheiden. Alessandro Schöpf (39. Minute, 81.), Vedad Ibisevic (44.) und Benito Raman (86.) trafen für Schalke, zuvor hatte Martin Thomann den Außenseiter in Führung gebracht (37.).

Schweinfurts Amar Suljic vergab einen Elfmeter (70.), nachdem es Verwirrung um eine vermeintliche zweite Gelbe Karte gegen Schalkes Salif Sané gegeben hatte. Es ist der erste Schalker Pflichtspielsieg seit Februar.

Die Partie hätte eigentlich mit den anderen Erstrundenspielen am 13. September stattfinden sollen. Aufgrund eines Entscheids des Münchner Landgerichts wurde sie jedoch verschoben. Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München hatte dagegen geklagt, dass Schweinfurt vom Bayerischen Fußballverband (BFV) für den Pokal gemeldet worden war und nicht Türkgücü. Erst vergangene Woche urteilte ein Schiedsgericht zugunsten der Schweinfurter. Türkgücü kündigte an, vor den Bundesgerichtshof zu ziehen.

So lange der Viertligist auf das Spiel gegen den Bundesligisten warten musste, so mutig trat er auf. Mit starkem Pressing setzte Schweinfurt den Schalker Aufbau unter Druck. Und der Tabellenvorletzte der Bundesliga bestätigte den unsicheren Eindruck der vergangenen Wochen: Nach zwölf Minuten hatten die Schweinfurter bereits viermal auf das Schalker Tor geschossen, andersherum war es nur ein Torschuss. Vor allem Schalkes 19 Jahre alter Innenverteidiger Malick Thiaw hatte mit robusten Schweinfurtern große Probleme.

Fünf Minuten reichen Schalke

Und so ging der Außenseiter auch in Führung: Nach einem Pressschlag im Mittelfeld landete der Ball über Sascha Marinkovic bei Thomann, der Thiaw im direkten Duell aussteigen ließ und von der rechten Strafraumseite ins lange Eck vollendete (37.). Doch Schalke fing sich, im direkten Gegenzug bediente Steven Skrzybski den in den Strafraum gestarteten Ibisevic, der zum Ausgleich traf (39.). Fünf Minuten später traf Skrzybski selbst zunächst die Latte, ehe Schöpf aus kurzer Distanz durch die Beine von Schweinfurt-Torhüter Luis Zwick zur Führung traf (44.).

In der zweiten Hälfte hatte Schalke das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle – bis der für Thiaw zur Pause eingewechselte Salif Sané mit den Armen gegen Adam Jabiri zu ungestüm zu Werke ging und Schiedsrichter Sven Jablonski Elfmeter und Gelb für Sané gab (69.). Zunächst hatte es auf Fernsehbildern so ausgesehen, als sei Sané bereits in der 56. Minute verwarnt worden. Offenbar hatte jedoch Nabil Bentaleb nach einer kleinen Rudelbildung die Gelbe Karte gesehen.

Zudem bitter für Schweinfurt: Ralf Fährmann parierte den Elfmeter von Suljic (70.). Mit einem Distanzschuss erzielte Alessandro Schöpf die Entscheidung (81.). Raman traf zum Endstand (86.).

hba