Die Viertelfinalisten im DFB-Pokal Die unwahrscheinlichen acht

Alle Gewinner seit 1992 raus, nur noch vier titellose Bundesligisten im Wettbewerb – das Viertelfinale des DFB-Pokals haben acht Klubs erreicht, die in dieser Kombination niemand erwartet hätte. Wir stellen sie vor.
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Union Berlin ist die Nummer eins der Hauptstadt: Der Bundesligafünfte setzte sich im Achtelfinale des DFB-Pokals 3:2 (1:0) bei Lokalrivale Hertha BSC durch und ist nur noch zwei Schritte von der ersten Finalteilnahme nach 2001 entfernt. Gewonnen haben die Unioner den Wettbewerb noch nie – und damit sind sie bei den acht Viertelfinalisten in bester Gesellschaft.

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Auch RB Leipzig, 2:0 (1:0)-Sieger gegen Hansa Rostock, hat den DFB-Pokal in seiner jungen Klubgeschichte noch nie gewinnen können. 2019 und 2021 hatten sie jeweils das Finale im Berliner Olympiastadion erreicht, unterlagen dabei aber dem FC Bayern München (2019, 0:3) und Borussia Dortmund (2021, 1:4). Die beiden Topfavoriten auf den Titel sind im Gegensatz zu den Leipzigern allerdings nicht mehr im Wettbewerb vertreten.

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Auch der VfL Bochum stand im DFB-Pokal zweimal im Finale und verlor beide Auftritte. 1968 unterlag man dem 1. FC Köln 1:4, 1988 gab es eine knappe 0:1-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt. Beim 3:1 (0:1) gegen den 1. FSV Mainz 05 traf Miloš Pantović doppelt. Er führt derzeit als einer von drei Profis mit vier Pokaltreffern die Torschützenliste an, im Gegensatz zu seinen direkten Konkurrenten Eric Maxim Choupo-Moting und Thomas Müller (beide Bayern München) ist Pantović allerdings noch im Wettbewerb vertreten. Die Chancen stehen gut auf den ersten Bochumer Torschützenkönig in der Geschichte des DFB-Pokals.

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Vincenzo Grifo war überragender Spieler beim 4:1 (2:0) des SC Freiburg bei der TSG Hoffenheim. Erstmals seit 2015 steht das Team von Trainer Christian Streich damit unter den letzten Acht, überhaupt erreichten die Freiburger nur einmal, 2013, das Halbfinale. Damit haben alle verbliebenen Bundesligisten zusammen keinen einzigen Titel im DFB-Pokal aufzuweisen. Union Berlin kann zumindest mit einem Pokalsieg in der DDR-Zeit aufwarten: 1968 gewannen die Unioner das Finale im FDGB-Pokal 2:1 (1:1) gegen den FC Carl Zeiss Jena.

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Als einer von vier Zweitligisten hat der Karlsruher SC nach dem 1:0 (0:0) bei der TSV 1860 München das Viertelfinale erreicht. So viele waren es zuletzt in der Saison 2003/2004, mehr schafften es noch nie in diese Runde. Und mit dem KSC haben wir auch den ersten Klub, der den DFB-Pokal bereits gewinnen konnte: 1955 (gegen den FC Schalke 04) und 1956 (gegen den Hamburger SV) siegten die Badener, die 1960 und 1996 zwei weitere Mal bis ins Finale vorstießen.

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Und der nächste ehemalige Titelträger: Hannover 96. 1992 hatten die Hannoveraner im Finale in Berlin Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen bezwungen. 30 Jahre später genügten ihnen im Achtelfinale 90 Minuten, um den Bundesligisten 3:0 (2:0) auszuschalten. Mit dem Titelgewinn von 1992 ist 96 auch der aktuellste Titelträger, der noch im Wettbewerb steht. Alle Gewinner des Wettbewerbs von 1993 bis 2021 sind bereits ausgeschieden.

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Für die größte Sensation des Achtelfinals sorgte der FC St. Pauli. Der Tabellenführer der zweiten Liga warf Borussia Dortmund 2:1 (2:0) aus dem Wettbewerb. Erinnerungen werden wach an die große Pokalsaison 2005/2006, als es der Klub bis ins Halbfinale schaffte und erst dort am FC Bayern scheiterte. Kurios: Seitdem hatte es der FC St. Pauli nie mehr über die zweite Runde hinaus geschafft und dabei unter anderem Niederlagen gegen den SV Elversberg, Eintracht Trier und die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen kassiert.

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Der erfolgreichste Klub unter den acht Verbliebenen im Wettbewerb ist der Hamburger SV: Gleich dreimal (1963, 1976 und 1987) gewann der HSV den DFB-Pokal, bei den letzten neun Austragungen haben sie es nun zum immerhin vierten Mal bis ins Viertelfinale geschafft. Den Schritt bis nach Berlin haben sie seit ihrem Triumph 1987 (3:1 gegen die Stuttgarter Kickers) allerdings nie mehr geschafft. Dass diese beiden Hamburger Teams die Runde der letzten acht erreicht haben, gab es zuvor erst zweimal, 1966 und 1997. Ausgetragen wird das Viertelfinale am 1. und 2. März, die Paarungen werden am 30. Januar ermittelt: Die Auslosung findet im Deutschen Fußballmuseum im Rahmen der »Sportschau«-Sendung statt, die um 19.15 Uhr beginnt.

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