DFB-Pokal Kölns letzter Elfmeterschütze schießt sich selbst an den Fuß – der HSV steht im Viertelfinale

Der 1. FC Köln rettete sich gegen den Hamburger SV in letzter Sekunde ins Elfmeterschießen – und scheiterte dort auf kuriose Weise. Mit 1860 München verlor der letzte Drittligist im Wettbewerb gegen Karlsruhe.
Florian Kainz rutscht aus

Florian Kainz rutscht aus

Foto: THILO SCHMUELGEN / REUTERS

Florian Kainz hatte seinen Strafstoß für den 1. FC Köln im Tor des Hamburger SV untergebracht – und war letztlich doch schuld an der Niederlage des Bundesligisten, der im Elfmeterschießen kurios unterlag. Kainz hatte sich zuvor selbst an den Fuß geschossen, sein Schuss wurde als Fehlversuch gewertet. Für Drittliga-Vertreter 1860 München war im Achtelfinale des DFB-Pokals Endstation, die Löwen scheiterten am Karlsruher SC.

Schon während der ersten 90 Minuten hatte der HSV gute Chancen, in Führung zu gehen. Die die Hamburger mussten zunächst eine gute Kölner Anfangsphase überstehen, Sebastian Andersson per Kopf (8. Minute) und Mark Uth, der nach einem Abspielfehler von HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes gerade noch rechtzeitig von Sebastian Schonlau gestört wurde (22.), verpassten gute Gelegenheiten.

Zwei Pfostentreffer von Moritz Heyer (45./83.) gestalteten das Chancenkonto ausgeglichener, für die Kölner scheiterte Top-Torjäger Anthony Modeste an Heuer Fernandes (77.). Nach 90 torlosen Minuten in der regulären Spielzeit brauchte Robert Glatzel dann nur zwei Minuten in der Verlängerung, um aus kurzer Distanz ins Tor zu köpfen (92.) – zuvor hatten die Kölner Sonny Kittel auf dem linken Flügel zu viel Platz gelassen.

Modeste bringt Köln in die Verlängerung, Kainz schießt sich selbst an

Zum Schluss machten die Hamburger es dann unnötig spannend: Der bisher so zuverlässige Schonlau griff Anthony Modeste in der Nachspielzeit der Verlängerung ans Trikot. Der Franzose, der nicht mehr an den Ball gekommen wäre, ging zu Boden und verwandelte den Elfmeter selbst (120.+2).

Im Elfmeterschießen stand es nach vier Versuchen 3:3, ehe Schonlau für den HSV verwandelte. Der letzte Kölner Schütze Kainz trat an, schoss mit dem rechten Fuß – knickte aber mit links im Anlauf weg und schoss so sein Standbein an. Der Ball landete im Tor, der Treffer zählte aber nicht, weil Kainz zwei Ballkontakte gebraucht hatte.

Der TSV 1860 München war bis ins Achtelfinale des DFB-Pokals die Überraschung der Saison, konnte eine Runde zuvor im Duell der Traditionsklubs sogar Schalke 04 aus dem Wettbewerb werfen. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC fand der Lauf der Löwen nun ein Ende: Ein Elfmetertor von Marvin Wanitzek (69.) machte nach 90 Minuten den Unterschied zugunsten des Zweitligisten.

Dabei hielten die Münchner, die es als einziger Klub aus der 3. Liga unter die letzten 16 geschafft hatten, in der ersten Halbzeit gut mit und ließen keinen Klassenunterschied erkennen. Nach dem Seitenwechsel war Karlsruhe dann die bessere Mannschaft, ein erster Treffer von Lucas Cueto zählte wegen einer Abseitsstellung nicht (51.).

Weil 1860-Außenspieler Fabian Greilinger sich eine Karlsruher Hereingabe selbst an den ausgestreckten Arm spitzelte, bekam Wanitzek die Chance vom Punkt – und nutzte sie auch. Erik Tallig verpasste die beste Gelegenheit zum Ausgleich, der Mittelfeldspieler der Löwen vergab freistehend vor Marius Gersbeck (76.).

cev