DFB-Pokal Hannover mit Arbeitssieg, Mainz mühelos

In den Pflichtspielen klappt's: Hannover hat nach fünf sieglosen Testspielen die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Mainz setzte sich gegen Energie Cottbus durch. Kaiserslautern siegte im Elfmeterschießen.
Hannovers Sané: Sorgte mit einem Kopfball für die Führung

Hannovers Sané: Sorgte mit einem Kopfball für die Führung

Foto: Swen Pförtner/ dpa

Hannover 96 hat mit Mühe die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Bei Nachbar Hessen Kassel tat sich der Bundesligist lange schwer, gewann am Ende glanzlos 2:0 (1:0). Salif Sané erzielte den ersten Treffer der Partie bereits in der 16. Minute, Kenan Karaman machte in der Nachspielzeit den Sieg perfekt.

Nach fünf Testspielen ohne Sieg begannen die Hannoveraner nervös. Die erste große Chance hatte der Außenseiter. Scipon Bektasi scheiterte aber nach starker Vorarbeit von Sergej Schmik an Hannover-Keeper Ron-Robert Zieler. Sané hatte zuvor einen Fehler im Aufbauspiel begangen. Den machte der Senegalese aber gleich vergessen: Per Kopf sorgte der 24-Jährige für die 96-Führung. Und auch danach war der Bundesligist wenig dominant, Hessen Kassel hatte sogar die besseren Möglichkeiten.

Doch der Regionalligist verpasste es mehrfach, den Ausgleich zu erzielen: Der Schuss von Tobias Becker ging nur knapp am langen Pfosten vorbei (29. Minute), Zieler parierte gleich zweimal einen Versuch vom Ex-Mainzer Tobias Damm (41./66.). Hannover kam dagegen kaum zu guten Chancen. In der Schlussphase verspielte das Team von Trainer Michael Frontzeck seine Konter zunächst fahrlässig, bis der eingewechselte Keraman mit der letzten Aktion der Partie für die Entscheidung sorgte (90.+2).

Energie Cottbus - Mainz 05 0:3 (0:2)

Mit seinem allerersten Sieg in Cottbus überhaupt hat Mainz 05 souverän die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Zugang Fabian Frei (30.) und Jairo Samperio (33.) sorgten für eine Vorentscheidung. Christian Clemens (62.) machte in der zweiten Hälfte alles klar.

Cottbus-Trainer Stefan Krämer, ein gebürtiger Mainzer, hatte seinem FC Energie eine aggressive und mutige Taktik verordnet. Der Tabellenführer der dritten Liga setzte über die Außenspieler Fabio Kaufmann und Sven Michel auch die ersten Offensiv-Akzente. Schon nach drei Minuten stand Michel frei, traf aber den Ball nicht. Allerdings waren die Cottbuser in der Defensive gegen die schnellen Mainzer danach oft überfordert.

Der Bundesligist, der im Vorjahr in der ersten Runde noch an Drittligist Chemnitzer FC gescheitert war, übernahm anschließend die Spielkontrolle und kreierte gegen die Gastgeber immer wieder Tormöglichkeiten - drei davon nutzten sie zum klaren Erfolg.

Hansa Rostock - 1. FC Kaiserslautern 0:0 n.V. (4:5 i.E.)

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals gerade noch abgewendet. Die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic setzte sich beim Drittligisten FC Hansa Rostock erst im Elfmeterschießen 5:4 durch. Nach 120 Minuten waren keine Treffer gefallen. Für die Rostocker verschoss Marcel Ziemer den entscheidenden Strafstoß. Der Angreifer hatte von 2004 bis 2008 bei Kaiserslautern gespielt.

Rostock hatte es zuvor verpasst, mit besten Möglichkeiten die Partie vorzeitig zu entscheiden. Der eingewechselte Marcel Gottschling vergab in der 79. Minute aus aussichtsreicher Position. Sein Schuss strich aber um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Auch in der Verlängerung hätten die Gastgeber in Führung gehen können. Lauterns Torhüter Marius Müller erwies sich aber auch da als sicherer Rückhalt.

zaf/sid/dan
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.