Heimrecht für unterklassige Clubs DFB lehnt Pokal-Reformen ab

Der Deutsche Fußball-Bund hält an seinen Traditionen fest: DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock hat Plänen, den Pokal zu reformieren, eine Abfuhr erteilt. Durch ein grundsätzliches Heimrecht für unterklassige Vereine würde der Reiz des Wettbewerbs verloren gehen.
DFB-Generalsekretär Sandrock (r.): "Tun gut daran, nichts zu ändern"

DFB-Generalsekretär Sandrock (r.): "Tun gut daran, nichts zu ändern"

Foto: Martin Rose/ Getty Images

Hamburg - Helmut Sandrock hat bekräftigt, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) keine weitreichenden Reformen für den DFB-Pokal plant. "Ich glaube, dass der Wettbewerb jetzt einfach, verständlich und spannend ist. Wir tun alle gut daran, nichts an dem Format zu ändern", sagte der Generalsekretär des DFB dem TV-Sender Sky Sport News HD.

Auch ein mögliches Heimrecht für Zweitligisten sei keine Option: "Der Reiz des Pokals hat auch mit Losglück oder Lospech zu tun. Das müssen alle ein Stück weit akzeptieren." Eine derartige Reform wird seit Jahren wiederholt diskutiert. Zuletzt hatte Stefan Kuntz für diese Modusänderung plädiert. Kuntz ist Vorstandsvorsitzender des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, der am Mittwochabend im Pokalhalbfinale bei Bayern München antritt (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Auch eine Setzliste wird es damit nicht geben. Offenbar hatte es Pläne gegebene, die vier stärksten im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften ab dem Viertelfinale zu setzen, um direkte Duelle der Top-Vereine zu verhindern. So solle der DFB-Pokal für Fans, TV-Sender und Sponsoren attraktiver gemacht und ein stark besetztes Endspiel garantiert werden.

mon/sid

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