DFB-Pokal-Achtelfinale Leverkusen, Wolfsburg und Frankfurt gewinnen mit Mühe

Bayer Leverkusen erzielte im Achtelfinale gegen Freiburg das schnellste Tor der Pokalsaison, tat sich danach aber schwer und kam glücklich zum Sieg gegen den Tabellen-16. der Bundesliga. Auch Wolfsburg und Frankfurt zogen mit Mühe in die nächste Runde ein.

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Hamburg - Die Delegation von Bayer Leverkusen hatte Probleme bei der Anreise zur Pokalpartie beim SC Freiburg. Der Mannschaftsbus traf mit Verspätung am Stadion ein. Und auch das Spiel selbst machte den Leverkusenern Schwierigkeiten. Der Champions-League-Teilnehmer kam gegen den aktuellen Tabellen-16. der Bundesliga mit viel Mühe zu einem 2:1 (1:1)-Sieg und steht damit im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Auch der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt taten sich im Achtelfinale schwer. Gegen den Zweitligisten FC Ingolstadt kam der VfL zu einem 2:1 (0:1)-Erfolg. Frankfurt besiegte den SV Sandhausen - ebenfalls aus der zweiten Liga - 4:2 (1:0), hatte zwischenzeitlich aber einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt.

Leverkusen erwischte in Freiburg einen Traumstart - begünstigt von einem Fehler der Gastgeber. Robbie Kruse nahm einen Fehlpass von Nicolas Höfler auf, lief alleine aufs Tor zu und vollendete nach 29 Sekunden zum 1:0. Laut dem Sportdaten-Anbieter Opta war es der schnellste Treffer in der laufenden Pokalsaison.

Rund zehn Minuten später hätte die Partie schon entschieden sein können. Heung-Min Son (3. Minute), Simon Rolfes (4.) und Stefan Kießling nach einem Fehler von Fallou Diagne vergaben beste Chancen, die Leverkusener Führung deutlich auszubauen. Und so fanden die Gastgeber nach ganz schwachem Start ins Spiel und wurden in der 19. Minute für ihre Mühen belohnt. Nach einer Flanke von Vladimir Darida stand Bayer-Verteidiger Philipp Wollscheid falsch; Matthias Ginter traf per Kopf zum 1:1-Ausgleich.

In der 37. Minute kam es wieder zum Duell Ginter gegen Wollscheid. Der Freiburger köpfte aus kurzer Distanz, Leverkusens Verteidiger rettete für den geschlagenen Torhüter Bernd Leno. Ob der Ball bei Wollscheids Abwehraktion kurz vor, auf oder doch hinter der Torlinie war, ließ sich nur schwer erkennen. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer entschied: kein Tor, weiterspielen.

Nach der Pause hätten die Freiburger die Führung endgültig verdient gehabt. Ginter scheiterte aus rund 25 Metern am sehenswert parierenden Leno (54.). In der 71. Minute bekamen die Leverkusener den Ball nach einem Freistoß nur mit Mühe aus der Gefahrenzone. Eine Minute später spielten die Freiburger über Admir Mehmedi eine Überzahlsituation nicht zu Ende. So waren es die Gäste, die in der 77. Minute das entscheidende Tor schossen: Emre Can traf aus halblinker Position per Flachschuss zum Endstand.

VfL Wolfsburg - FC Ingolstadt 2:1 (0:1)

Trotz einer enttäuschenden Leistung hat der VfL Wolfsburg das Viertelfinale erreicht. Gegen Ingolstadt drehten die Gastgeber die Partie und gewannen 2:1 (0:1), profitierten dabei allerdings von zwei Torwartfehlern von Ingolstadt-Keeper Ramazan Özcan.

Der Zweitligist zog sich vor der enttäuschenden Kulisse von 7.846 Zuschauern im Wolfsburger Stadion weit zurück und lauerte auf Konter. In der 17. Minute nutzte Caiuby, zwischen 2009 und 2011 für den VfL aktiv, einen dieser Konter zur Führung. Die Gastgeber waren danach bemüht, den Ausgleich zu erzielen - Chancen konnte sie sich jedoch nicht herausspielen.

Die Wolfsburger kamen erst in der 67. Minute zu einem glücklichen Treffer. Naldo zog aus rund 30 Metern ab, Ingolstadts Torhüter Özcan war offenbar überrascht und ließ den Ball durch die Hände glitschen - 1:1. In der 89. Minute patzte Özcan erneut, als er einen harmlosen Schuss nach vorne abprallen ließ; Olic war zur Stelle und staubte zum 2:1-Endstand ab.

Eintracht Frankfurt - SV Sandhausen 4:2 (1:0)

Lange sah es nach einem ungefährdeten Sieg für den Bundesligisten vor 18.200 Zuschauern im eigenen Stadion aus. Joselu brachte die Frankfurter in der 19. Minute verdient in Führung und erhöhte nach dem Wechsel per Foulelfmeter auf 2:0 (49.). Die Entscheidung? Keineswegs!

Innerhalb von nur zwei Minuten schenkte das Team von Trainer Armin Veh, das in der Bundesliga seit neun Spielen auf einen Sieg wartet, seine Zwei-Tore-Führung ab. Erst unterlief Sebastian Rode ein kurioser Fehler. Sein Rückpass zu Kevin Trapp landete nicht beim Torhüter, sondern im eigenen Netz (64.). In der 66. Minute konnte Johannes Flum nach einer Ecke nicht entscheidend klären, Simon Tüting traf zum Ausgleich für den Tabellen-Achten der zweiten Liga.

Frankfurt erholte sich aber von dem Doppelschlag der Gäste und kam durch Vaclav Kadlec zum vorentscheidenden 3:2 (71.). In der Schlussphase warf Sandhausen alles nach vorne. Nach einem Konter in der Nachspielzeit traf Joselu mit seinem dritten Treffer ins leere Tor zum 4:2-Endstand.

buc/max



insgesamt 2 Beiträge
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Cheers 05.12.2013
1. Schade....
Schade für den SCF, hätten ein Sieg verdient gehabt, aber so ist nunmal Fussball. Trotzdem tolle Leistung (nach dem völlig verpatzen Start). Hut ab!
theinvisibleone 05.12.2013
2. Weiter so SCF!
Hut ab vor den Freiburgern, war selbst im Stadion, abgesehen von den ersten 10 Minuten glaubt man kaum mit Bayer eine CL-Mannschaft gesehen zu haben. Wenn der SC weiterhin so spielt bleiben sie locker in der 1. Liga.
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