DFB-Pokal Gladbach schlägt Stuttgart, HSV siegt in Halle

In der zweiten Pokalrunde hat sich Borussia Mönchengladbach gegen den VfB Stuttgart durchgesetzt. Hertha bestätigte seine starke Form gegen St. Pauli, der HSV siegte gegen den Drittligisten aus Halle.

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Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Trotz einer ordentlichen Vorstellung hat der VfB den Sprung ins Pokal-Achtelfinale verpasst. Gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Mönchengladbach trat Stuttgart unerwartet offensiv auf, am Ende gab jedoch die effizientere Chancenverwertung den Ausschlag zugunsten der Borussia.

Anfangs sehr zurückhaltend agierende Borussen gingen mit ihrem ersten guten Angriff in Führung: Fabian Johnson konnte erfolgreich abschließen, nachdem ihm der formstarke André Hahn den Ball per Hacke vorgelegt hatte. Mit einem Flachschuss überwand er Stuttgarts Torhüter Mitchell Langerak (31. Minute).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hätte dieselbe Kombination in umgekehrter Reihenfolge früh die Nerven des Gladbachers Anhangs beruhigen können. Johnson passte vor dem Tor quer auf den mitgelaufenen Hahn, der jedoch im Fallen nicht mehr genug Druck hinter den Ball bekam und ihn dem Gäste-Torwart in die Arme spielte (52.). So musste Gladbach fürchten, dass die auf Kontersituationen lauernden Gäste mit einer gelungenen Aktion zum Ausgleich kommen. Erst Kapitän Lars Stindl machte alle Hoffnungen der Stuttgarter zunichte, als er in der 84. Minute aus 17 Metern traf.

FC St. Pauli - Hertha BSC 0:2 (0:1)

Am Hamburger Millerntor war Berlin zwar klar spielbestimmend, dennoch dauerte es bis kurz vor der Halbzeit, ehe der Bundesliga-Dritte seine Überlegenheit in Tore ummünzen konnte. Nach einer ersten Torannäherung aus 25 Metern, die ihr Ziel noch knapp verfehlte (23.), ließ Mitchell Weiser die Hertha jubeln: Der U21-Nationalspieler zog vom rechten Flügel in die Mitte und traf von der Strafraumgrenze zum 1:0 (42.).

Nach dem Seitenwechsel sorgte der in der Bundesliga noch rot-gesperrte Valentin Stocker per Kopf für die Vorentscheidung. In einer Phase, in der St. Pauli etwas aufgekommen war und sich zwei Halbchancen durch Marc Hornschuh (49.) sowie Maurice Litka (53.) erspielt hatte, fand der auffällige Weiser den Schweizer Nationalspieler mit einer Flanke am zweiten Pfosten (54.).

Dank einer souveränen Leistung gegen den Tabellenletzten der Zweiten Liga lebt der Traum der Mannschaft von Trainer Pál Dárdai weiter. Zuletzt war es 1993 den Hertha-Amateuren gelungen, in das DFB-Pokalfinale im heimischen Olympiastadion einzuziehen.

Hallescher FC - Hamburger SV 0:4 (0:4)

Im Duell gegen den Drittligisten zeigte das Bundesliga-Schlusslicht aus Hamburg vom Anpfiff weg eine konzentrierte Leistung. Sein Engagement sollte sich früh auszahlen: Im Anschluss an eine Ecke des Gegners konterte der HSV über Pierre-Michel Lasogga und Filip Kostic. Letzterer passte auf den US-Amerikaner Bobby Wood, der den Ball nervenstark vorbei an HFC-Keeper Fabian Bredlow zur Hamburger Führung ins Tor chippte (8.). Auch das 0:2 entsprang einer gelungenen Umschaltaktion des HSV, abermals war Wood erfolgreich, der in der laufenden Spielzeit wettbewerbsübergreifend nun bereits vier Treffer erzielt hat. Gegen gleich drei Bewacher konnte sich der Angreifer behaupten, per Flachschuss aus 16 Metern markierte Wood den Pausenstand (43.).

Nach einer guten Stunde Spielzeit war es dann Lasogga, der aus kurzer Distanz problemlos zum 3:0 abstauben und neben Wood und Alen Halilovic als erst dritter HSV-Spieler in einem Pflichtspiel in der laufenden Saison treffen konnte (57). Vorausgegangen war ein Dribbling von Gotoku Sakai, dessen Schuss Bredow nur zur Seite vor die Füße von Lasogga abklatschen konnte. Zugang Luca Waldschmidt umkurvte kurz vor Ende der Partie den Schlussmann des HFC und schob zum Endstand ein (82.).

Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt 0:0 n.V., 4:1 i.E.

Die Zuschauer in Frankfurt sahen eine chancenarme Partie zwischen den beiden Bundesligisten, in der die Hausherren letztlich das bessere Ende für sich hatten. Bereits in der sechsten Minute schlenzte Eintracht-Spieler Mijat Gacinovic erstmals den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Im weiteren Verlauf der Partie zog sich der FCI zurück und überließ der Eintracht das Spielgerät. Frankfurt konnte daraus jedoch kaum Kapital schlagen, weil sich zu oft Unzulänglichkeiten ins Passspiel der Elf von Trainer Niko Kovac einschlichen.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Begegnung weiter. Zwingende Torchancen waren eine Seltenheit, Frankfurts Außenstürmer Shani Tarashaj verzog einen Volleyversuch (55.). Auf der Gegenseite vergab Stefan Lex die beste Gelegenheit für die Gäste, als er nach Zuspiel von Pascal Groß aus 20 Metern über das gegnerische Gehäuse schoss (71.). Sein Teamkollege Moritz Hartmann hatte nach einem Konter ebenso wenig Glück mit seinem Abschluss (78.). Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit handelte sich Frankfurts Mexikaner Marco Fabián eine Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels ein, nachdem er seinen Gegenspieler mit gestrecktem Bein attackiert hatte (88.).

In der Verlängerung wollte keinem der beiden Teams trotz guter Gelegenheiten ein Treffer gelingen. Ingolstadts Matthew Leckie brachte den Ball im Straucheln nicht im leeren Kasten der Hausherren unter, nachdem er SGE-Torwart Lukas Hradecky bereits umspielt hatte (110.). Weil auch der Schweizer Haris Seferovic einen Freistoß von Szabolcs Huszti nur an die Latte des FCI-Tores köpfte (112.), musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.

Dort jagte Ingolstadts zweiter Schütze Romain Brégerie den Ball ebenso deutlich über das Tor wie anschließend ihr etatmäßiger Strafstoßschütze Moritz Hartmann. Weil die Frankfurter sich ihrerseits keinen Fehlschuss leisteten, kann sich die Eintracht über den Einzug ins Achtelfinale freuen.

lst



insgesamt 5 Beiträge
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troy_mcclure 26.10.2016
1. Berliln, Berlin.... :-)
Auch wenn es nur ein Drittligist war (gegen solche sind trotzdem andere Bundeligisten ausgeschieden), so hat es mal wieder gutgetan, als HSV-Fan ein siegreiches Spiel seiner Mannschaft zu sehen.
michaelroth3 26.10.2016
2. VfB
der gestrige Auftritt des VfB hat gezeigt, dass der VfB eben ein harmloser Zweitligaclub ist. Falls wider Erwarten doch der Aufstieg geschafft wird, dann wird die kommende Saison zu einem Desaster.
kloppskalli 26.10.2016
3. Drittligist
Zitat von troy_mcclureAuch wenn es nur ein Drittligist war (gegen solche sind trotzdem andere Bundeligisten ausgeschieden), so hat es mal wieder gutgetan, als HSV-Fan ein siegreiches Spiel seiner Mannschaft zu sehen.
solche Erfolgserlebnisse wird der HSV mittelfristig des oefteren haben, so ca. ab September 2017 warden die Gegner ein Bisschen leichter :-) bis dahin heist es noch ein paar monate leiden. Jetzt kommen erstma Koeln (A) BvB (H) und TSG (A) wenn ich mich nicht ire sind das keine leichten Gegner, also wieder 0 punkte, danach kommt Werder, da is was machbar ;-))
inihnseintor 26.10.2016
4. @#3
Gegen Köln gibts ein Unentschieden, der BVB war schon immer ein gerngesehner Gegner und Punktelieferant, und was Hoffe betrifft ... diese Spielweise kennt Gisdol in und auswendig. Also nicht 0 Punkte sondern 7.
Pudi 26.10.2016
5. Hoffnung?
Zitat von inihnseintorGegen Köln gibts ein Unentschieden, der BVB war schon immer ein gerngesehner Gegner und Punktelieferant, und was Hoffe betrifft ... diese Spielweise kennt Gisdol in und auswendig. Also nicht 0 Punkte sondern 7.
Bilanz seit 2000 zwischen HSV und BVB: 11 Siege, 5 Unentschieden, 16 Niederlagen Gibt sicher einige die eine schlechtere Bilanz gegen den BVB haben, aber als Punktelieferant würde ich die Dortmunder nun nicht wirklich bezeichnen. Nach aktuellem Stand würde ich sagen, lichtet sich das Lazarett beim BVB ein wenig, wird es eine Klatsche für den HSV geben. Unentschieden in Köln? Was, außer riesengroßen Optimismus veranlasst zu dieser Hoffnung? Wahrscheinlicher ist eher eine klare Niederlage gegen den FCK. Sieg in Hoffenheim, weil Gisdol, der in Hoffenheim grandios gescheitert ist, jetzt genau was kennt? Ggf. wird er noch die Wege von Kabine zum Platz ohne Navi finden. Mit Sicherheit trifft Gisdol auf eine TSG, die mit der Truppe die er damals betreut hat so ziemlich gar nix mehr gemeinsam hat. Auch hier schaut es nach einer klaren Niederlage aus. Round about, wenn der HSV ganz, also so richtig viel Dusel hat, wird er sich irgendwie vielleicht einen Punkt erduseln. Aber nicht weil sie irgendwas gut gemacht haben, sondern weil einer der 3 Gegner sich ähnlich dämlich anstellt wie zB zuletzt die Gladbacher. Nimmt alles seinen zu erwartenden Verlauf stehen am Ende der 3 Spiele 0 Punkte und 0 zu 7-9 Tore
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