DFB-Pokal Peinliche Panne bei der Auslosung

Als Glücksfee Astrid Kumbernuss Loskugel Nummer 29 ziehen wollte, hatte die Kugelstoßerin nur zwei schwarze Hälften in den Händen. Erst nach längerem Suchen vor laufenden Fernsehkameras fanden DFB-Verantwortliche das richtige Los im Papierkorb.

Berlin - Trotz einer schweren Panne bei der Auslosung zur dritten Runde um den DFB-Vereinspokal hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gegen eine Wiederholung der Auslosung entschieden. Dies gab DFB-Justiziar Götz Eilers am Mittwochabend nach dem Spiel zwischen Hertha BSC und Anorthosis Famagusta (2:0) in Berlin bekannt. "Die Rechtsordnung entscheidet, und ich habe entschieden: Es gilt", sagte Eilers, der allerdings eine Protestwelle befürchten muß.

Bei der live von der ARD ausgestrahlten Auslosung in der Halbzeitpause der Champions-League-Qualifikations-Partie war es zu Irritationen gekommen, als die Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss als Glücksfee nach 14 gezogenen Paarungen zwei geöffnete Kugelhälften aus der Lostrommel gezogen hatte, die beide leer waren. Bereits zuvor hatte Kumbernuss zwei Kugelhälften gezogen, die sich ebenfalls in der Lostrommel geöffnet hatten. Wie Videoaufzeichnungen ergaben, wurde dabei aus Versehen die mit dem Namen Eintracht Trier versehene Kugelhälfte ungesehen abgelegt, weil sie für eine leere Kugelhälfte gehalten wurde. Deshalb blieben am Ende zwei leere Kugelhälften übrig. Eintracht Trier wurde von Eilers als Los Nummer 29 gewertet und soll nun gegen den TSV 1860 München antreten.

Pokalfinalist FC Bayern München muss am 12. oder 13. Oktober bei Regionaligist SV Meppen antreten. Der Pokalverteidiger Werder Bremen hat im einzigen Bundesliga-Duell Heimrecht gegen den 1. FC Kaiserslautern. Der SV Babelsberg 03, der am Samstag Bundesliga-Aufsteiger SpVgg Unterhaching ausgeschaltet hatte, erhielt in der Runde der letzten 32 mit dem SC Freiburg einen weiteren Bundesligisten zugelost.

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