Sieg gegen HSV RB Leipzig erstmals im DFB-Pokalfinale

Kurz konnte Hamburgs Bakery Jatta RB Leipzig überrumpeln, am Ende setzte sich der Erstligist souverän 3:1 beim HSV durch und zog ins Endspiel des DFB-Pokals ein.

Stuart Franklin / Getty Images

RB Leipzig steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Endspiel des DFB-Pokals. Im Halbfinale gewannen die Leipziger 3:1 (1:1) beim Hamburger SV. Am 25. Mai (20 Uhr, TV: ARD, Liveticker: SPIEGEL ONLINE) trifft RB im Berliner Olympiastadion auf den Sieger des zweiten Halbfinales, der am Mittwoch (20:45 Uhr, TV: ARD, Liveticker: SPIEGEL ONLINE) zwischen Werder Bremen und Bayern München ermittelt wird.

Mit nur einer Niederlage im Jahr 2019 ging der Bundesligadritte aus Leipzig als Favorit in die Partie beim Zweitligisten. Direkt nach Anpfiff kam Marcel Sabitzer aus zehn Metern zum Abschluss (1. Minute), scheiterte aber am Hamburger Torhüter Julian Pollersbeck. Kurz darauf köpfte Yussuf Poulsen nach einem Eckball sein Team in Führung (12.).

Nur fünf Minuten später traf Poulsen den Pfosten, Timo Werner brachte den Abpraller nicht an HSV-Torwart Julian Pollersbeck vorbei, und so kam Marcel Sabitzer zu einer weiteren Chance, er setzte den Ball aus spitzem Winkel und kurzer Entfernung aber ebenfalls ans Aluminium (16.).

Kurioser Ausgleichstreffer vom HSV

Zu diesem Zeitpunkt sah es nach einer einseitigen Partie aus, doch in der 24. Minute fiel der überraschende Ausgleich für den HSV: Kevin Kampl ließ sich an der Seitenlinie von Bakery Jatta überrumpeln, der aus knapp 30 Metern abzog. RB-Keeper Péter Gulácsi erwischte den Ball nicht richtig und konnte das 1:1 nicht verhindern.

Nach dem Ausgleich fand der HSV ins Spiel und kam noch vor der Pause zu weiteren Chancen durch Khaled Narey (42.) und Douglas Santos (45.). Nach Wiederanpfiff gingen die Gäste jedoch erneut in Führung. Kampl lupfte den Ball in den Hamburger Strafraum zu Poulsen, dessen Hereingabe Vasilije Janjicic ins eigene Tor lenkte (53.).

RB übernahm nach dem 2:1 die Kontrolle über das Spiel und ließ die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte kommen. Emil Forsberg hatte in der 69. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß, traf aber die Latte. Wenige Augenblicke später probierte er es noch mal per Flachschuss - dieses Mal schlug der Ball links unten zum 3:1-Endstand ein (72.).

Hamburger SV - RB Leipzig 1:3 (1:1)
0:1 Poulsen (12.)
1:1 Jatta (24.)
1:2 Janjicic (53., Eigentor)
1:3 Forsberg (72.)
Hamburg: Pollersbeck - Lacroix, Janjicic (73. Hunt), van Drongelen, Vagnoman (69. Hwang) - Jung, Mangala (79. Holtby), Santos - Narey, Lasogga, Jatta
Leipzig: Gulácsi - Klostermann, Orban, Konaté, Halstenberg - Sabitzer (90. Haidara), Laimer, Kampl (90. Demme), Forsberg (73. Mukiele) - Poulsen, Werner
Gelbe Karten: Orban
Schiedsrichter: Brych
Zuschauer: 53.000

mrk



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
spon1899 23.04.2019
1.
RB Leipzig aka RB Salzburg ist also weiter. Schon verrückt, dass Sabitzer, der absichtliche Ellenbogenchecker aus Augsburg im Halbfinale und Finale auf dem Feld steht.
elisenstein 23.04.2019
2. Schade eigentlich
ich hatte auf ein Wunder für den HSV gehofft. Aber Leipzig ist nun mal eine sehr gute Mannschaft. Immerhin, endlich sah das mal nach Fußball aus, was der HSV gezeigt hat. Und sie können sogar kämpfen. Glückwunsch Leipzig.
gammoncrack 23.04.2019
3. Obwohl mir der HSV näher steht als RB Leipzig,
bin ich froh, dass es Leipzig geschafft hat. Zwar würde ich gerne Bremen im Finale sehen, aber die Vorstellung eines Finales Bayern - HSV erzeugt bei mir schon einiges an Grausen. Wäre es Bremen - HSV, damit könnte ich gerne leben. Aber der Unsicherheitsfaktor einer Bremenniederlage gegen die Bayern.......
nn280 23.04.2019
4. Allerdings war dieser Erstligist
nach dem HSV-Glückstor zum Ausgleich für den Rest der ersten Halbzeit paralysiert. Der HSV hat nicht im Ansatz erstligataugliches Spielerpotential. Und RB Leipzig sieht in einem Pokalfinale gegen Bayern München das Ende der Fahnenstange.
meresi 23.04.2019
5. Wenn alles schläft
nur einer wacht. Gratulation an Leipzisch. Ein echter Gegner für den der da kommen wird, hoffe ich zumindest. Ein Finalsieg wär natürlich wie das ultimative Weihnachtsgeschenk, verfrüht natürlich, aber wen würde das kümmern. CL mehr als abgesichert, also können sie sich voll auf dieses Spiel konzentrieren.
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