DFB-Pokal Freiburg dreht Spiel in Kaiserslautern – Hoffenheim muss lange zittern

Freiburg lag nach einem Traumtor aus 50 Metern lange zurück, siegte aber dennoch am Betzenberg. Auch in Rödinghausen zwang der Viertligist die TSG Hoffenheim in die Verlängerung.
Der SC Freiburg bejubelt den späten Sieg in Kaiserslautern

Der SC Freiburg bejubelt den späten Sieg in Kaiserslautern

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RONALD WITTEK / EPA

Bitterer Pokalnachmittag für Kaiserslautern. Der Zweitligaaufsteiger verlor trotz guter Leistung und eines Traumtores 1:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen Bundesligisten Freiburg, der lange zittern musste. Vor 38.317 Zuschauern am Betzenberg erlösten Roland Sallai (82.) und Ritsu Doan (111.) die Mannschaft von Christian Streich, der wenige Stunden vor Anstoß zu Deutschlands Trainer des Jahres gewählt worden war.

Die in der Liga noch ungeschlagenen Pfälzer waren durch einen Geniestreich von Marlon Ritter (33.) aus 49,5 Metern in Führung gegangen, schieden aber zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde aus.

Auch Hoffenheim musste in die Verlängerung

Die TSG Hoffenheim hat bei der Pflichtspielpremiere ihres neuen Trainers Andre Breitenreiter mühevoll die zweite Pokalrunde erreicht. Der Bundesligist setzte sich am Sonntag beim leidenschaftlich kämpfenden West-Regionalligisten SV Rödinghausen erst nach Verlängerung 2:0 durch. Neuzugang Ozan Kabak erzielte das erlösende Tor mit dem Kopf (115.), zudem traf Grischa Prömel (118.).

Gladbach mit Kantersieg

Keine Probleme hatte dagegen Borussia Mönchengladbach. Der Bundesligist hat zum neunten Mal in Folge die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Die Mannschaft des neuen Trainers Daniel Farke setzte sich beim Oberligisten SV Oberachern im Freiburger Dreisamstadion souverän 9:1 (6:0) durch. Marcus Thuram mit einem Hattrick (3./22./36.), Jonas Hofmann (37./45.+2) und Rami Bensebaini (45.) sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Kapitän Lars Stindl (47.) traf unmittelbar nach der Pause, Joseph Scally (59.) und Florian Neuhaus (78.) erhöhten dann vor 15.000 Zuschauern. Nico Huber gelang noch der Ehrentreffer für Oberachern (61.).

Hannover nach Kind-Rücktritt weiter

Zweitligist Hannover 96 hat den Querelen um die Trennung von Geschäftsführer Martin Kind getrotzt und zumindest im DFB-Pokal für klare Verhältnisse gesorgt. Die Niedersachsen gewannen bei Oberligist TSV Schott Mainz auch dank tatkräftiger Mithilfe der Gastgeber ungefährdet 3:0 (2:0) und erreichten zum dritten Mal in Folge die zweite Runde.

Ein Eigentor von Dominik Ahlbach (36.) und ein Abstauber von Maximilian Beier (42.) sorgten im Bruchwegstadion zur Pause für die Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang brachte der Viertelfinalist der vergangenen Saison den Sieg gegen den Pokal-Debütanten dann ohne Probleme ins Ziel, Julius Haas (50.) unterlief ebenfalls ein Eigentor.

Augsburg nach Holperstart weiter, Bielefeld problemlos

Einstand nach Maß für Enrico Maaßen: Der neue Trainer des FC Augsburg feierte bei seinem Pflichtspieldebüt einen 4:0 (1:0)-Erfolg beim Oberligisten Blau-Weiß Lohne. Arne Maier mit einem raffinierten Freistoß (51.) sowie die Joker Fredrik Jensen (69.), Florian Niederlechner (81.) und Maurice Malone (89.) schossen den allerdings lange Zeit wenig überzeugenden Bundesligisten zum dritten Mal in Folge in die zweite Runde. Bis zum Saisonstart am Samstag gegen den SC Freiburg muss sich der FCA noch steigern.

Ebenso wenig Probleme hatte Arminia Bielefeld mit dem Fünftligisten FV Engers. Beim 7:1 (2:0)-Erfolg war der Favorit in allen Belangen überlegen. Die Tore für den Bundesliga-Absteiger im Koblenzer Stadion am Oberwerth erzielten Janni Serra (9./70. Minute), Fabian Klos (24./50.), Masaya Okugawa (56.), Bryan Lasme (86.) und Robin Hack (90.+1). Für den Rheinland-Pokalsieger gelang Jonathan Kap (54.) der Ehrentreffer, den die 2500 Zuschauer lautstark bejubelten.

kjo/dpa/sid
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