Umstrittene Treffer bei Leverkusens Pokalsieg Frankfurt vermisst den VAR

Ein Handelfmeter und ein Abseitstor – dadurch konnte Leverkusen die Pokal-Partie gegen Frankfurt drehen. Am Ende siegte Bayer souverän und hoch, doch wie wäre es mit dem Videoschiedsrichter gelaufen?
Leverkusens Führungstreffer durch Edmond Tapsoba (r.)

Leverkusens Führungstreffer durch Edmond Tapsoba (r.)

Foto: Jan Huebner / imago images/Jan Huebner

VAR was? Zwei umstrittene Entscheidungen, die Leverkusen nach Rückstand zurück ins Spiel brachten – ein Handelfmeter und ein Abseitstor – sorgten für schlechte Laune bei den Eintrachtfans. Schiedrichter Christian Dingert konnte sich keine Hilfe beim Videoschiedsrichter holen, da die Technik im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale im Einsatz ist. Ob es damit besser gelaufen wäre? Schwer zu sagen. Frankfurts Sebastian Rode war jedenfalls unzufrieden: »Wir haben aus dem Nichts einen Elfmeter gegen uns bekommen, da ist das Spiel gekippt.« Und: »Ich hoffe, dass irgendwann mal eine gescheite Handspielregel gefunden wird.«

Warum eigentlich ein Nachholspiel? Bayer Leverkusen hatte sich im Dezember an Bayern München drangehängt. Die Münchner hatten kurz vor Weihnachten beim DFB mit Verweis auf die Belastung im internationalen Wettbewerb erfolgreich eine Verlegung der Partie gegen Kiel beantragt. Mit derselben Argumentation wollte auch Leverkusen zu einem späteren Zeitpunkt spielen – und bekam seinen Willen mit etwas Mühe dann auch .

Das Ergebnis: Leverkusen siegte 4:1 (1:1) und trifft nun im Achtelfinale auf Rot-Weiss Essen, hier geht es zum Spielbericht. Es lief für Bayer also besser als Anfang Januar in der Liga, als man 1:2 gegen Frankfurt verloren hatte.

Rückkehrer: 63 Millionen Euro Ablöse von Real Madrid bekommen, 75 Pflichtspiele für Frankfurt, dabei 36 Tore – an Luka Jovic haben sie bei der Eintracht beste Erinnerungen. Und nun gibt es Nachschlag. Sportchef Fredi Bobic bestätigte vor der Partie bei Sky, dass der Angreifer bis zum Sommer aller Voraussicht nach auf Leihbasis zurückkehren wird.

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Erste Hälfte: Das 1:0 erzielte Amin Younes per Direktabnahme (7. Minute), das 1:1 Lucas Alario, der einen Strafstoß sicher verwandelte (27.). Erik Durm hatte eine Hereingabe an die Hand bekommen, eine harte Entscheidung, die auf Frankfurter Seite kaum Zustimmung fand. Für Torschütze Younes war das Spiel wegen einer Verletzung nach 29 Minuten beendet.

Zweite Hälfte: Sie begann mit der 2:1-Führung für Bayer. Leverkusens Innenverteidiger Edmond Tapsoba stand kurz nach Wiederanpfiff bei einem Freistoß völlig frei (und auch im Abseits). Dann hatte der Franzose Moussa Diaby seinen Auftritt, er erzielte zwei Tore und machte alles klar (54., 66.).

Tah vs. Silva: 0:2: Leverkusens Verteidiger Jonathan Tah und Frankfurts André Silva hatten zwei denkwürdige Aufeinandertreffen in dieser Partie. In der ersten Hälfte hatte Silva für die technisch anspruchsvollste Aktion gesorgt, als er den Ball über Tah hinweg lupfte und dann freie Bahn hatte (er scheiterte jedoch an Bayer-Keeper Lukáš Hrádecký). In der zweiten Hälfte war der Angreifer dann Tah entwischt, dieser konnte ihn nur mit einer Notbremse stoppen – und sah die Rote Karte (73.).

Kapitän wieder an Bord: Leverkusens Charles Aranguiz hatte Bayer fast drei Monate gefehlt, Muskelprobleme hatten ihn außer Gefecht gesetzt. Nun war der Kapitän zurück – er kam in der 81. Minute ins Spiel und streifte sich später auch die Binde über, als Lars Bender vom Platz ging.

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