DFB-Pokal Niederlage in der 90. Minute – Viertligist Straelen verpasst gegen St. Pauli knapp die Sensation

Dem SV Straelen gelingt im DFB-Pokal gegen Zweitligist St. Pauli beinahe die Sensation. Deutlich souveräner löst der VfL Bochum seine Aufgabe bei Viktoria Berlin.
Großer Kampf: Toshiaki Miyamoto (r.), hier im Zweikampf mit Manolis Saliakas, und sein SV Straelen sind knapp ausgeschieden

Großer Kampf: Toshiaki Miyamoto (r.), hier im Zweikampf mit Manolis Saliakas, und sein SV Straelen sind knapp ausgeschieden

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Frederic Scheidemann / Getty Images

Bittere Pleite für den Fußball-Regionalligisten SV Straelen: Der Außenseiter hatte den Zweitligisten FC St. Pauli am Rande einer Niederlage, kämpfte leidenschaftlich, spielte am Ende sogar in Überzahl – und ging nach einem späten Gegentor doch noch als Verlierer vom Platz. Am Ende stand es 3:4 aus Sicht des SV Straelen nach einem spannenden DFB-Pokalspiel, in dem Straelen zeigte, dass es kein normaler Amateurverein ist.

Der SV Straelen arbeitet unter Präsident und Mäzen Herrmann Tecklenburg seit Jahren unter Profibedingungen. Tecklenburg hatte vor dem Spiel angekündigt, am Sonntag nach England zu fliegen, wo er am Abend seine Frau, die Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, im EM-Finale gegen England unterstützen wird.

Deutlich souveräner als St. Pauli löste der VfL Bochum seine Aufgabe bei Viktoria Berlin. Der Bundesligist setzte sich mit 3:0 durch.

Die Enttäuschung ist groß beim SV Straelen – und die Erleichterung beim FC St. Pauli. Der Zweitligist hat nur mit Mühe eine Blamage im DFB-Pokal verhindert. Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz setzte sich nur knapp mit 4:3 (2:2) beim Regionalligisten SV Straelen durch.

Eric Smith (26.), Jakov Medic (40./90.) und David Otto (62.) erzielten in Duisburg die Treffer der Gäste. Jaron Vicario (19., 80.) und Amoros Nshimirimana (42.) trafen für das Team von Coach Sunday Oliseh. Der Olympiasieger von 1996 mit Nigeria und langjährige Bundesliga-Profi hatte Straelen im Sommer übernommen.

Der Pokal-Viertelfinalist der vergangenen Saison hatte große Probleme mit dem forsch auftretenden Außenseiter, vor allem in der Defensive passte die Abstimmung mehrfach nicht. Nach dem Wechsel brachte Otto St. Pauli zwar auf die Siegerstraße, nach einer Roten Karte gegen Manolis Saliakas (77., grobes Foulspiel) musste der Favorit in der Schlussphase aber noch einmal zittern. Vicario gelang mit einem raffinierten Freistoß der Ausgleich, ehe der Ball vom Rücken von Medic zum Sieg von St. Pauli ins Tor sprang.

Der VfL Bochum hat sich keine Blöße gegeben und ist souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Bundesliga-Mannschaft von Trainer Thomas Reis gewann am Samstagnachmittag beim Regionalligisten Viktoria Berlin 3:0 (2:0). Vor 5573 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark sorgten die Treffer von Simon Zoller (18. Minute) und Takuma Asano (22.) früh für Klarheit. Neuzugang Philipp Hofmann erzielte das 3:0 (65.). Der Berliner Landespokalsieger kämpfte, war aber zu oft mit dem Spiel des Ruhrgebietsklubs überfordert.

Am Freitagabend zog bereits Borussia Dortmund  mit einem 3:0 bei 1860 München in die zweite Runde ein. Auch Stuttgart, Nürnberg und Karlsruhe sind weiter.

kjo/dpa
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