DFB-Pokal Hoffenheim siegt im Elfmeterdrama

Die TSG Hoffenheim hatte bei Drittligist Würzburg 2:0 geführt, musste aber in die Verlängerung. Dort ging der Bundesligist erneut in Führung, musste aber ins Elfmeterschießen.

Nach dem 1:0 durch Pavel Kaderabek (dritter von links) sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus
Daniel Karmann / DPA

Nach dem 1:0 durch Pavel Kaderabek (dritter von links) sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus


Die TSG Hoffenheim hat das Aus in der ersten Runde des DFB-Pokals gerade noch verhindert. Der Bundesligist gewann beim Pflichtspieldebüt von Trainer Alfred Schreuder bei den Würzburger Kickers im Elfmeterschießen 5:4 (1:0, 2:2, 3:3).

Pavel Kaderabek (29. Minute) und Ihlas Bebou (54.) brachten Hoffenheim zunächst auf die Siegerstraße. Würzburg gab sich aber nicht auf und konnte in Minute 68. durch Fabio Kaufmann verkürzen, bevor Albion Vrenezi per Elfmeter ausglich (75.).

Vier Minuten später vergab der eingewechselte Dominik Widemann eine Großchance zum 3:2 für den Drittligisten. Aus acht Metern setzte der Stürmer den Ball knapp neben den linken Pfosten. In der dritten Minute der Nachspielzeit verpasste Kaufmann die nächste gute Gelegenheit zur Entscheidung.

In der Verlängerung hatten beide Teams Chancen zur Führung, es traf aber zunächst Adam Szalai (99.) nach Vorarbeit von Bebou. Würzburg kam durch Widemann (107.) und Luca Pfeiffer (108.) zu Großchancen. Beide Male hielt Hoffenheims Torwart Baumann stark. In der 114. Minute setzte Pfeiffer den Ball aber nach einer Ecke per Kopf genau ins Eck.

Im Elfmeterschießen trafen jeweils die ersten beiden Schützen, bevor Kaufmann für Würzburg verschoss. Da Eric Verstappen aber den fünften Elfmeter von Lukas Rupp hielt, ging auch das Elfmeterschießen in die Verlängerung. Dort traf zunächst Stefan Posch, bevor Hendrik Hansen den sechsten Elfmeter für Würzburg vergab.

"Elfmeterschießen wollten wir definitiv nicht. Wir waren 65 Minuten extrem dominant, aber auf einmal haben wir Probleme gekriegt und es war ein Spiel auf Augenhöhe", sagte der zum Matchwinner avancierte Baumann nach der Partie.

KSV Baunatal (Hessenliga) - VfL Bochum (2. Bundesliga) 2:3 (2:1)

Fünftligist KSV Baunatal hat eine große Überraschung knapp verpasst und nach Führung noch gegen den VfL Bochum 2:3 (2:1) verloren.

Der VfL ging in der 17. Minute per strittigem Foulelfmeter durch Silvere Ganvoula in Führung. In der Folge zog der Zweitligist sich zurück und gab das Spiel gegen die Amateurmannschaft aus der Hand. Maximilian Blahout, der den Elfmeter verursachte hatte, traf per Kopf zum Ausgleich (32.) In der Nachspielzeit der ersten Hälfte drehte Nico Schrader das Spiel zwischenzeitlich.

Im zweiten Spielabschnitt war die Partie über weite Strecken ausgeglichen. Mit einem Doppelpack innerhalb von drei Minuten (70. und 73.) sorgte der kongolesische Nationalspieler Ganvoula dann für die Entscheidung zugunsten des Favoriten.

SSV Ulm 1846 (Regionalliga Südwest) - 1. FC Heidenheim (2. Bundesliga) 0:2 (0:1)

svs

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insgesamt 2 Beiträge
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ROBIN7 11.08.2019
1. Naja
nachdem Hoffenheim so gut wie alle Leistungs- und Hoffnungsträger (u.a an den Talentvernichter Glyphosat Leverkusen) verscherbelt hat, ist es eher die entscheidende Frage, ob Hoffenheim erstklassig bleibt. So wie das derzeit aussieht vermutlich nicht.
FrankDunkel 11.08.2019
2.
Für Hoffenheim könnte es eine sehr schwierige Saison werden. Etliche Schlüsselspieler haben den Verein verlassen, bei den Neuzugängen steht dahin, ob sie die Abgänge adäquat ersetzen können. Eine zentrale Frage dürfte sein, ob Heimkehrer Rudy seine alte Qualität wiederfindet. Es ist ihm zu wünschen. Hoffenheim war bisher eine Bereicherung für die Bundesliga. Ein sympathischer Klub.
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