Achtelfinale im DFB-Pokal Union gewinnt Berliner Derby, Freiburg schlägt Hoffenheim deutlich

Ein Anschlusstreffer in der vierten Minute der Nachspielzeit kam für Hertha BSC zu spät, um gegen den Stadtrivalen Union zurückzukommen. Freiburg feiert Vincenzo Grifo für zwei Tore gegen Ex-Klub Hoffenheim.
Unions Torschütze zum 1:0, Andreas Voglsammer, wird von seinen Mitspielern gefeiert

Unions Torschütze zum 1:0, Andreas Voglsammer, wird von seinen Mitspielern gefeiert

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Sören Stache / dpa

Die Nummer eins in Berlin heißt nicht nur in der Liga Union, auch im Achtelfinale des DFB-Pokals setzten sich die Eisernen im Duell gegen Hertha durch. Dass der Freiburger Höhenflug ebenfalls in beiden Wettbewerben weitergeht, lag beim Sieg gegen Hoffenheim auch an Ex-TSG-Profi Vincenzo Grifo.

In der Bundesliga steht Union Berlin auf Platz fünf, Stadtrivale Hertha BSC ist nur Dreizehnter. Diese Kräfteverhältnisse sollten sich auch im Pokalduell der beiden Hauptstadtklubs abbilden: In einem ereignisreichen, umkämpften Derby ging Union früh in Führung, nachdem Andreas Voglsammer eine Hereingabe von Max Kruse artistisch aus der Luft nahm und an Alexander Schwolow vorbei ins Tor legte (11. Minute).

Anschließend durfte Hertha sich beim Videoassistenten bedanken, nicht noch weiter zurückzuliegen: Wieder war Voglsammer beteiligt, seine Hereingabe wehrte Niklas Stark mit dem ausgefahrenen Arm ab. Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte auf den Punkt, nahm den Strafstoß nach VAR-Intervention aber zurück: Voglsammer hatte zuvor im Abseits gestanden (32.).

Auch Union hat VAR-Glück

So blieb die Partie eng. Allmählich kam die Mannschaft von Tayfun Korkut besser in die Partie, Suat Serdar brachte den Ball per Schuss aus der Drehung sogar im Union-Tor unter – auch hier kam der Videobeweis zum Einsatz, auch hier nahm eine vorausgegangene Abseitsstellung der Szene die Brisanz (45.+2).

Nach der Pause setzte sich der schnelle Unioner Levin Öztunali über rechts durch, seine scharfe Hereingabe klärte Stark ins eigene Tor (50.). Hertha verkürzte zwar umgehend, indem Serdar aus spitzem Winkel doch noch seinen Treffer erzielte (54.), doch Union brauchte noch weniger Zeit für die erneute Antwort: Nur eine Minute später segelte eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld bis zu Robin Knoche durch, der viel Platz hatte und zum 3:1 abschloss (55.). Serdars zweiter Treffer Sekunden vor Abpfiff kam zu spät, um die Partie noch einmal spannend zu machen.

Das Süd-Derby im DFB-Pokal endete mit einem letztlich ungefährdeten 4:1 (2:0) Sieg des SC Freiburg bei der TSG Hoffenheim. In einem ansehnlichen und schnellen Spiel vor nur 500 Zuschauern ging Freiburg früh in Führung: Ex-TSG-Spieler Grifo schlenzte nach Vorlage von Lukas Höler ins lange Eck (10.).

Höler hätte früh erhöhen können, jagte den Ball aber per Direktabnahme über das Tor (23.). Danach wurde Hoffenheim aktiver, die TSG musste in die erste kleine Drangphase hinein jedoch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen: Ihlas Bebou bekam den Ball im Strafraum an die Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte abermals Grifo wuchtig ins obere linke Eck (36.).

Freiburg lässt Hoffenheim nicht mehr ins Spiel kommen

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Hoffenheim-Trainer Sebastian Hoeneß mit Andrej Kramaric Torgefahr ein. Mit einem Schuss von links zwang der Kroate SC-Abwehrmann Nico Schlotterbeck zu einem Eigentor - der Anschlusstreffer zum 2:1 (52.). Doch Freiburg behielt auch deshalb am Ende die Oberhand, weil es sofort die richtige Antwort fand: Nur drei Minuten später erzielte Kevin Schade nach Hereingabe von Ermedin Demirovic das 3:1 (55.).

Freiburg wehrte sich danach erfolgreich gegen die Angriffswellen der Hoffeheimer und verlagerte sich aufs Kontern. Das klappte in einem Spiel, in dem dem Sechstplatzierten der Bundesliga fast alles gelang, auch prompt: Einen schnellen Konter über Lukas Kübler und Hereingabe von Höler, schob Demirovic auf Höhe des linken Pfostens ein: 4:1 (68.). In danach nur noch zwanzig Minuten gelang Hoffenheim das Wunder nicht mehr.

cev/vgl