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DFB-Pokalfinale: Rebic ist der neue Détári

Foto: Arne Dedert/ dpa

DFB-Pokalfinale Frankfurt gelingt Sensation gegen FC Bayern

Eintracht Frankfurt hat überraschend den DFB-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sich die Hessen gegen Bayern München durch. Daran konnten auch zwei Videobeweise nichts ändern.

In der kommenden Saison trainiert Niko Kovac den FC Bayern. In seinem letzten Spiel als Coach von Eintracht Frankfurt feierte der Kroate einen sensationellen Sieg gegen seinen neuen Arbeitgeber. Frankfurt gewann 3:1 (1:0) gegen die Münchner und dadurch zum fünften Mal den DFB-Pokal. Bayern-Trainer Jupp Heynckes beendet seine Karriere dagegen mit einer Niederlage.

Matchwinner war Ante Rebic, der die ersten beiden Treffer für die Eintracht erzielte. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Robert Lewandowski war für die Bayern zu wenig. In der sechsten Minute der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Mijat Gacinovic für den Endstand.

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DFB-Pokalfinale: Rebic ist der neue Détári

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Rebic bringt Frankfurt früh in Führung

Die Münchner hätten schon in der 8. Minute in Führung gehen können, doch Lewandowski traf mit einem Freistoß aus 17 Metern die Unterkante der Latte, von dort sprang der Ball zurück ins Feld.

Nur drei Minuten später ging die Eintracht dank ihres starken Pressings in Führung. Rebic nahm James Rodríguez in der gegnerischen Hälfte den Ball ab und startete durch in den Strafraum, Kevin-Prince Boateng spielte einen schönen Steilpass in den Lauf des Kroaten, der an Sven Ulreich vorbei einschob (11. Minute).

In der Folge hatten die Münchner eine Reihe guter Chancen auf den Ausgleich, aber Thomas Müller (17. und 33.), Joshua Kimmich (24.) und Lewandowski (26. und 35.) vergaben aussichtsreiche Gelegenheiten. Auf der anderen Seite hätte Jonathan de Guzman nach Vorarbeit von Rebic fast das 0:2 erzielt, verpasste den Ball aber knapp (37.).

Zwei Entscheidungen mit Hilfe des Videoassistenten

Das 1:1 fiel kurz nach Wiederanpfiff: Niklas Süle brachte den Ball von rechts vors Tor, wo Lewandowski mit Hilfe seines Gegenspielers Omar Mascarell gegen den Lauf von Eintracht-Keeper Lukas Hradecky traf (53.). Zum Sieg reichte es für die Bayern nicht, weil Rebic nach einem Konter in der 82. Minute das 2:1 erzielte.

Der Treffer hielt auch einer Überprüfung des Videoassistenten stand. Boateng hatte den Ball zuvor zwar an die Hand bekommen, aber Schiedsrichter Felix Zwayer entschied nach Ansicht der Zeitlupe, dass keine Absicht vorlag, und gab das Tor.

In der fünften Minute der Nachspielzeit forderten die Bayern nach Foul von Boateng an Javi Martínez im Strafraum einen Elfmeter. Zwayer nutzte erneut die Möglichkeit, sich die Szene noch mal anzuschauen, gab aber keinen Strafstoß, sondern einen Eckball für die Münchner. Ulreich kam mit nach vorne, die Frankfurter gewannen den Ball, und Gacinovic vollendete den Konter nach einem Sprint übers ganze Feld ins leere Tor.

Durch ihren ersten Pokalsieg seit 30 Jahren haben sich die Frankfurter für die Europa League qualifiziert. RB Leipzig muss als Tabellensechster der abgelaufenen Bundesligasaison in die Europa-League-Qualifikation. Der VfB Stuttgart, der bei einem Bayernsieg nachgerückt wäre, wird in der kommenden Spielzeit nicht international vertreten sein.

Bayern München - Eintracht Frankfurt 1:3 (0:1)
0:1 Rebic (11.)
1:1 Lewandowski (53.)
1:2 Rebic (82.)
1:3 Gacinovic (90.+6)
München: Ulreich - Alaba, Hummels, Süle, Kimmich - Thiago (64. Tolisso), Martínez, James - Ribéry (87. Wagner), Lewandowski, Müller (70. Coman)
Frankfurt: Hradecky - Willems, Salcedo, Abraham, da Costa - Hasebe - Rebic (89. Haller), de Guzman (74. Russ), Mascarell, Wolf (60. Gacinovic) - Boateng
Zuschauer: 76.322 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Felix Zwayer
Gelbe Karten: Lewandowski, Coman / Salcedo, Willems, Hasebe, Gacinovic

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