DFB-Reaktion Verdächtige Schiedsrichter pfeifen vorerst nicht


Der DFB wird die im Manipulationsskandal unter Verdacht geratenen Unparteiischen trotz ihrer Unschuldsbeteuerungen vorerst nicht einsetzen. "Alle, deren Namen jetzt fallen, werden nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen. Und da ist es wurscht, wie lange es dauert, bis die Sache geklärt ist", sagte DFB-Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Solange jemand unter Verdacht steht, pfeift er keine Spiele mehr."

Daran würden auch Eidesstattliche Erklärungen, mit denen im Zuge des Wett-Skandals die genannten DFB-Referees Jürgen Jansen, Felix Zwayer und Dominik Marks ihre Unschuld untermauern wollen, nichts ändern. "Also, wir glauben erst einmal gar nichts mehr. Wir haben ja schon gesehen, wie solche Erklärungen abgegeben und dann entkräftet wurden", sagte Amerell.

Wenn die Beschuldigten jedoch entlastet würden, könnten sie auch finanzielle Entschädigungen verlangen. "Sollte es so sein, dass sich herausstellt, dass einer der jetzt Beschuldigten absolut sauber ist, muss er natürlich darüber nachdenken, Schadenersatzforderungen zu stellen, das ist doch völlig klar", sagte Amerell.



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